Dies ist die Geschichte einer App, die Sicherheit für Senioren bietet: RetterPlus. Und gleichzeitig ist es die Geschichte einer Kooperation: Einer Unternehmensberatung aus Haan-Gruiten in der Nähe von Düsseldorf und eines App- und Softwareentwicklers aus Bangalore in Indien.
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Die demografische Entwicklung Deutschlands ist besonders durch Alterung, steigende Lebenserwartung und das Ausscheiden der geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge geprägt. Für die kommenden 15 Jahre ist der Trend bereits relativ gut absehbar, weil die betreffenden Jahrgänge schon heute existieren. Daraus lässt sich ableiten: Die Zahl der Senioren wächst deutlich.
2024 lebten in Deutschland rund 16,7 Millionen Menschen ab 67 Jahren. Seit 1990 ist diese Zahl um etwa 62 % gestiegen. Nach der aktuellen 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wird sie bis Ende der 2030er-Jahre auf mindestens 20,5 Millionen steigen – also um weitere 4 bis 5 Millionen.
Doch leider ist mit dem Älterwerden eines unvermeidlich verbunden: Mit zunehmendem Alter nehmen körperliche Leistungsfähigkeit, Muskelkraft, Ausdauer sowie Seh- und Hörvermögen tendenziell ab. Gleichzeitig treten chronische Erkrankungen und mehrere gleichzeitig bestehende gesundheitliche Beschwerden häufiger auf. Dadurch können Mobilität, Gleichgewicht und Koordination eingeschränkt werden; alltägliche Aktivitäten wie Treppensteigen, Einkaufen oder längere Spaziergänge fallen zunehmend schwerer. Auch leichte Veränderungen von Gedächtnis und Aufmerksamkeit können auftreten, wobei Demenz keine normale Folge des Alterns ist.
Besonders ab dem höheren Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit von Gebrechlichkeit, Stürzen und einem zunehmenden Unterstützungs- oder Pflegebedarf. Die Entwicklung verläuft jedoch individuell sehr unterschiedlich: Viele Menschen bleiben auch im hohen Alter selbstständig und aktiv. Entscheidend ist daher weniger das Alter allein als der Erhalt der funktionalen Gesundheit und Selbstständigkeit.
Zwar gibt es zum Glück verschiedene Helfer für den Alltag. Doch insbesondere, wenn es um den klassischen Notfall geht, stellten wir fest: Keines der bestehenden Systeme bot alle technisch verfügbaren Möglichkeiten. Der Hausnotruf ist auf die eigenen vier Wände beschränkt und kann nur aktiv ausgelöst werden. Manche App erkennt vielleicht einen Aufprall, kann aber keinen aktiven Notruf absetzen oder enthält keine Informationen, die für eine medizinische Erstversorgung notwendig sind.
Und so entstand unsere Idee: Warum nicht eine App entwickeln, die all das kann? Eine App, die fragt, ob man gut angekommen ist. Eine App, die einen Notruf absetzen kann, wenn sie einen Aufprall oder einen Sturz erkennt. Eine App, die einen Notruf absetzen kann, wenn das Handy zu lange unbewegt liegen bleibt. Eine App, in der man eine Patientenverfügung hinterlegen kann oder die Informationen bereitstellt, welche Unverträglichkeiten oder Allergien vorhanden sind. Und das war die Geburtsstunde von RetterPlus.
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RetterPlus verfügt über eine ganze Reihe aktiver und passiver Sicherheitssysteme, die eine automatische Sicherheit für Senioren ermöglichen. Wird ein Alarm ausgelöst, werden die hinterlegten Notfallkontakte über einen Anruf sowie eine SMS informiert. Die SMS enthält dabei den exakten GPS-Standort.
Wie das grundsätzlich funktioniert, wird in der folgenden grafischen Übersicht erläutert. In diesem Beispiel stürz eine ältere Person, die alleine in ihrer Wohnung lebt. Die Sturz- und Aufprallerkennung erkennt den Sturz automatisch und aktiviert den Notfallmodus. Sofern der Notfallmodus nicht innerhalb von 60 Sekunden deaktiviert wird, was wichtig ist, um Fehlalarme zu vermeiden, werden die Notfallkontakte automatisch KI-gesteuert per Anruf über den Notfall informiert. Gleichzeitig erhalten sie eine SMS mit dem GPS-Standort, der sich über Google Maps eindeutig anzeigen lässt.
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Nun mag man einwenden, dass viele Senioren Schwierigkeiten haben, ein Smartphone zu benutzen. Doch auch dies muss man viel differenzierter betrachten:
- Immer mehr Senioren besitzen ein Smartphone und immer mehr Senioren können es unterschiedlich kompetent bedienen.
- Wie die obenstehende demographische Analyse zeigt, kommen in den nächsten Jahren immer mehr Menschen in die Altersklasse über 67, für die ein Smartphone bereits eine vertraute Technologie ist.
- Das ist vielleicht der wichtigste Punkt: RetterPlus bietet automatische Sicherheit. Das bedeutet: Die Senioren müssen das Smartphone gar nicht aktiv bedienen, um mit unserer App abgesichert zu sein. Konkret werden dann alle wichtigen Funktionen z.B. über Familienangehörige oder einen Pflegedienst eingestellt. Tritt ein Notfall ein, kann der Alarm entweder aktiv durch dreifaches Klopfen auf das Handy oder eben passiv wie im oben gezeigten Beispiel eines Sturzes ausgelöst werden.
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Die obige Grafik zeigt mögliche Situationen bzw. Notfall- und Notruf-Szenarien. Konkret bietet RetterPlus folgende aktive und passive Notruf-Funktionen:
Schnelle Hilfe: Einfache Wege, um sofort Hilfe zu rufen – auch wenn die betreffende Person den Bildschirm nicht bedienen kann.
- Dreifach-Klopf-Alarm: Dazu klopft die den Notfall auslösende Person dreimal mit dem Smartphone in der Hand gegen den Arm, das Bein oder eine Fläche wie z.B. einen Tisch. Kein Suchen nach Tasten oder Funktionen auf dem Bildschirm notwendig.
- Klassischer-Notruf-Button in der App: Hier kann der Alarm aktiv in der App ausgelöst werden.
- Schwebender Button: Ein SOS-Knopf, der immer auf dem Bildschirm sichtbar bleibt, egal welche andere App gerade genutzt wird (optional aktivierbar).
- Sturzerkennung und Aufprallerkennung: Experimentelle Technologie, die Stürze oder einen Aufprall wie z.B. einen Verkehrsunfall erkennt und automatisch den Alarm auslöst. Die Empfindlichkeit dieser Funktion kann angepasst werden.
- Vollautomatisch nach Auslösung: Nach der Auslösung startet ein Countdown. Die betreffende Person muss nichts weiter tun – die Hilfe wird automatisch gerufen. Um Fehlalarme zu vermeiden, z.B. wenn das Handy nur heruntergefallen ist, kann der Alarm jederzeit durch einfaches Wischen gestoppt werden, so, wie man es auch von einem eingehenden Anruf gewohnt ist.
Stille Notfälle: Was passiert, wenn die betreffende Person bewusstlos ist oder sich nicht bewegen kann?
- Inaktivitätsüberwachung: Liegt das Telefon ungewöhnlich lange unbewegt (z.B. 2 Stunden) fragt die App nach, ob es der betreffenden Person gut geht. Reagiert die Person nicht, wird der Alarm ausgelöst.
- Ankunfts-Check: Am Ende einer Fahrt oder Reise fragt die App nach, ob die betreffende Person sicher angekommen ist, um sicherzustellen, dass wahrend der Reise oder nach der Ankunft keine gesundheitlichen Probleme aufgetreten sind.
Was bei jedem Notfall passiert
- SMS mit Standort: Die App sendet über das Mobilfunknetz eine SMS mit dem exakten GPS-Standort der betreffenden Person an die hinterlegten Notfallkontakte.
- Direkter Anruf: Die App gibt dem RetterPlus Notfallsystem ein Signal über das Internet und löst einen KI-gestützten Anruf an die hinterlegten Notfallkontakte aus, damit der Notfall nicht überhört wird.
Medizin-ID: Wichtige Gesundheitsdaten für Ersthelfer – jederzeit über den Dreifach-Klopf-Alarmbildschirm abrufbar. Das Handy muss dafür nicht entsperrt werden.
- Gespeicherte Gesundheitsdaten: Blutgruppe, Allergien, Medikamente, Alter und Körpermaße, akute Vorerkrankungen, Implantate und Geräte
- Wichtige Zusatzinformationen: Es können weitere Informationen wie Patientenverfügungen oder Organspendeausweise hinterlegt werden.
- Direktwahl: Ersthelfer finden hier die Notfallkontakte und können diese direkt vom Medizin-ID-Bildschirm anrufen.
Gesundheit & Prävention
- Sicherheitsprofil: Das Profil kann an die individuelle Situation angepasst werden, z.B. die Empfindlichkeit der Sturzerkennung oder der Inaktivitäts-Timer.
- Niedriger Akkustand: Bei niedrigem Akkustand wird die betreffende Person ebenso gewarnt wie die Notfallkontakte. Die Notfallkontakte erhalten in diesem Fall eine SMS. Sobald das Gerät wieder lädt, erhalten die Notfallkontakte automatisch eine Entwarnung.
- Mobilitätserinnerungen: Wissenschaftlich fundierte Erinnerungen für kleine Spaziergänge, um die Gesundheit aktiv zu fördern.
Und natürlich ganz wichtig: 100% DSGVO-konform. Alle Daten bleiben auf sicheren EU-Servern.
Wir, das Gründerteam, hoffen, damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit von Senioren zu leisten.
Jörg Haupt, Unternehmensberater aus Haan-Gruiten und Prasad Pawar, App- und Softwareentwickler aus Bangalore, Indien.
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Bilder & Grafiken: Erzeugt mit ChatGPT und Google Gemini






