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Archiv der Kategorie Marketing

Fallstudie - Marketing für Nicole Simon Cosmetics

Bereits seit einigen Jahren beraten wir die Unternehmerfamilie Simon hinsichtlich strategischer und operativer Fragestellungen rund um ihre Unternehmen Nail Contact und Beauty & Nail Resort Hoyer / Simon.

Zunächst erfolgte eine Beratungseinheit, in der vor dem Hintergrund der angestrebten Wachstumsziele alle Chancen und Risiken analysiert und ein umfangreicher Maßnahmenkatalog abgeleitet wurden. Erfreulich für das Unternehmen: Eine derartige Beratung ist im Rahmen der sogenannten Potentialberatung förderfähig. So konnte die Hälfte des Beratungshonorars durch Fördergelder abgedeckt werden.

Erfreulich für uns: Nach der ersten Beratungseinheit ging das Projekt nahtlos weiter. Diese weiteren Beratungsinhalte waren zwar nicht mehr förderfähig, begleiteten das Unternehmen jedoch in der weiteren Entwicklung und halfen, es nachhaltig am Markt zu positionieren.

Bereits während der ersten Beratungseinheit ergab sich die Möglichkeit, eine Immobilie günstig zu erwerben, die zu einem Flagship-Store umgebaut werden sollte. Denn mittlerweile platzte man am alten Standort aus allen Nähten. Wir begleiteten die Entwicklung des Businessplans und unterstützten das Unternehmen bei den Finanzierungsverhandlungen mit der Bank.

Im Februar 2010 erfolgte dann die Eröffnung am neuen Standort auf der Dahlener Heide 3 in Mönchengladbach: Auf 1.000 Quadratmetern befinden sich nun Verwaltung, Produktion und Versand der Gele, ein Flagship-Store für Nagelgele und anderes Zubehör rund um Nageldesign, ein Nageldesign-Schulungszentrum sowie das Beauty & Nail Resort Hoyer / Simon.

Für das Beauty & Nail Resort, in dem sich die Kundinnen kosmetisch verwöhnen lassen können, entwickelten wir im Folgenden ein Konzept für den Internet-Auftritt, der dann über Kooperationspartner realisiert wurde. Im Bereich Nageldesign werden natürlich ausschließlich Gele der Nail-Contact-Marke Nicole Simon Cosmetics verwendet.

Mit Nicole Simon Cosmetics steht nun die Gründerin des Unternehmens, Frau Nicole Simon, für die eigene Marke. Hier standen die Emotionalität sowie die Internationalisierungsfähigkeit im Vordergund. Eine der führenden deutschen Nageldesignerinnen entwickelt mit eigenen Chemikern ihre eigenen Nageldesign-Gele aufgrund ihrer Erfahrungen am Front-Desk - will heißen: Auf den Nägeln ihrer Kundinnen.

Zur weiteren Stützung des Markenaufbaus wurde nun das Nicole Simon Magazin ins Leben gerufen. Durch Kombination eines Blogs rund um die Nicole Simon Cosmetics Markenwelt mit den Social Web Klassikern Facebook und Twitter soll jetzt der virale Markenaufbau vorangetrieben werden.

Screenshot: Nicole Simon Magazin

Die Themen sind vielfältig und orientieren sich an den Prdukten und Dienstleistungen sowie sonstigen Aktivitäten des Unternehmens. Aktuell steht das Sommerfest anlässlich der Frauen-Fußball-WM im Mittelpunkt der Kampagne. Schließlich befindet sich einer der Austragungsorte - das Stadion von Borussia Mönchengladbach - in Sichtweite des Unternehmensstandorts an der Dahlener Heide in Mönchengladbach.

Die ersten Erfolge geben uns recht: Das virale Marketing funktioniert - wieder einmal, denn wir haben ein derartiges Konzept schließlich nicht zum ersten Mal entwickelt und begleitet. Dank unserer Unterstützung konnte unser Mandant wichtige strategische Ziele erreichen. Auch das wird auf dem Nicole Simon Sommerfest natürlich ausgiebig gefeiert.

Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter +++ jhmc @ Facebook

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Wie der Mittelstand beim Marketing im Internet viel Geld verbrennt

Es ist immer wieder erstaunlich, was man im Rahmen der Tätigkeit als Unternehmensberater für Strategie, Marketing und Organisation vor allem dann zu sehen bekommt, wenn es um das Thema Marketing im Internet geht. Denn hier wird aus Unwissenheit zum Teil sehr viel Geld verbrannt.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen machen hier sehr viele Fehler, die bei genauerem Hinsehen vermeidbar wären. Dabei wird häufig viel Geld für nutzlose Aktionen ausgegeben. Die folgenden Beispiele aus der Praxis sollen dies anschaulich erläutern.

Viel Geld für Werbung bei Google (Google Adwords)

Manchmal könnte man meinen, dass es eine geradezu unlimitierte Preisbereitschaft vieler Unternehmer gibt wenn es darum geht, Anzeigen bei Google zu schalten. KLar, da hat man nun eine schöne neue Webseite - und dann wird sie von kaum einem Internet-Nutzer besucht. Was also tun? Die Antwort scheint naheliegend: Man bewirbt die Webseite mit Anzeigen bei Google.

Doch halt: Eine Webseite soll doch in der Regel für ein Unternehmen werben. Demnach ist eine Webseite also eine Investition in die Kommunikationspolitik des Unternehmens. Und dann gehen Leute hin und machen Werbung für ihre Werbung! Denn genau das passiert, wenn man die Unternehmenswebseite mit Anzeigen bei Google bewirbt.

Nun mag das ja durchaus mitunter seine Berechtigung haben. Was aber vielfach vergessen wird: Werbung bei Google kann ganz schön ins Geld gehen. In einem Projekt hatten wir den Fall, dass ein Unternehmer als erster auf die Idee kam, für seine Branche Anzeigen bei Google zu schalten. Dies führte sofort zu steigenden Umsätzen und auch Erträgen.

Doch seinen Wettbewerbern blieb dies natürlich nicht verborgen. Also schalteten sie ebenfalls Anzeigen bei Google. In der Folge stiegen die Preise für die Klicks auf die Anzeigen signifikant an. Über Anzeigen bei Google generierte Umsätze wurden mit derart teuren Klicks bezahlt, dass das Unternehmen defizitär arbeitete.

Es war also nach Alternativen zu suchen. Die Lösung war schnell gefunden: Eine virale Kampagne, die nachhaltig die Bekanntheit der Marke steigerte.

Doch es muss natürlich nicht immer gleich Social Web Marketing sein. Durch einige fundierte Vorüberlegungen lässt sich die Kommunikation grundsätzlich meist signifikant verbessern. Leider jedoch beobachten wir immer wieder die Tendenz, zunächst beispielsweise bei der Webseite eine inhaltsleere Billiglösung zu bevorzugen. Das bringt natürlich gar nichts. Und deshalb geben viele kleine und mittelständische Unternehmen kurz darauf unendliches Geld aus, um diese nutzlose Webseite dann zu bewerben.

So erzählte uns neulich ein Mandant, der ebenfalls eine sehr begrenzte Preisbereitschaft hinsichtlich der Erstellung seiner Internet-Präsenz demonstrierte, dass er nun Anzeigen bei Google schalten wolle. Freudestrahlend erzählte er, er hätte sich schon erkundigt: “Das kostet nur 500 € im Monat.”

Dabei vergisst er jedoch, dass er sich in einer sehr hart umkämpften Branche bewegt. Und für 500 € im Monat wird er nur einige wenige Klicks generieren können. Denn da viele Unternehmen um die einschlägigen Suchbegriffe dieser Branche buhlen, wird es für ihn sehr teuer werden. Und für 6.000 € im Jahr kann man zum Beispiel im Social Web einiges bewegen - und vor allem die Bekanntheit des Unternehmens nachhaltig beeinflussen.

Wenn man die Domain kennt, muss man sie nicht googeln

Neulich waren wir im Rahmen eines Projektes bei einem Unternehmen. Nun nennen wir hier ja keine Namen. Spielen wir also das Beispiel mit dem eigenen Namen, also “Haupt” durch. Tun wir weiter so, als wäre unsere Webseite unter unternehmensberater-haupt.de erreichbar.

Uns fiel auf, dass der Unternehmer “haupt.de” an seinem Hemdkragen eingestickt hatte. Nun kannten wir aber nur die Domain “unternehmensberater-haupt.de”. Also fragten wir, ob er die Domain “haupt.de”  auch besitze. Die verblüffende Antwort: “Nein, aber wenn man das eingibt, kommt man auch zu uns!”

Aha! Da hatten wir also wieder jemanden entdeckt, der einfach alles in Google eingibt, egal ob das Sinn macht oder nicht. Spielen wir das also einmal mit “haupt.de” durch und geben diesen Begriff bei Google ein. Wir erhalten folgende Suchergebnisse:

Screenshot der Suchergebnisse bei Google für haupt.de

Wie erwartet findet Google diverse Unternehmen, die “haupt.de” in ihrer Domain führen. Unter anderem finden wir “restaurant-haupt.de” oder “brautmoden-haupt.de”. Insofern hat der Unternehmer ja sogar recht wenn er meint, dass man so auch auf seiner Seite landen könne.

Nun ist es aber so, dass es natürlich auch viele (wir behaupten, es ist die Mehrzahl) Menschen gibt, die ein Computerprogramm sogar so nutzen, wie es gedacht ist. Und die geben in diesem Falle “haupt.de” ganz einfach in die Adresszeile des Browsers ein. Denn wenn man eine Domain kennt, dann muss man sie ja schließlich nicht mehr googeln. Ja, und dann kommt man nicht “auch zu uns”. Dann landet man ganz woanders.

Screenshot der Webseite haupt.de

Unser Mandant macht demnach unbezahlt Werbung für ein völlig fremdes Unternehmen. Dabei hat das Hemd und die entsprechende Bestickung sicherlich Geld gekostet. Hätte er - übertragen auf unser Beispiel - “unternehmensberater-haupt.de” einsticken lassen, dann wäre die Investition nicht für die Katz gewesen.

Denn dann würden Leute die die Domain in die Adresszeile des Browsers eingeben nicht irgendwo landen, sondern auf der Webseite des werbenden Unternehmens.

Screenshot der Webseite der Jörg Haupt Management Consulting

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Mein Branchenbuch Krefeld - Post von der J. Kerler Verlag GmbH

Gestern hatten wir wieder einmal enen interessanten Brief im Briefkasten. Denn ein Unternehmen namens J.Kerler Verlag GmbH aus Ingolstadt schreibt uns einen Brief, in dessen Kopfzeile dick, fett und gelb hinterlegt “Branchenbuch Krefeld” steht.

Weiter steht da:

Eintragungsantrag

zur Aufnahme in unser regionales Branchenbuch im Internet, bitten wir Sie Ihre Unternehmensdaten zu prüfen und uns den Eintragungsauftrag bis spätestens 30.04.2011 zurück zu senden.

Nun, das werden wir natürlich garantiert nicht machen. Was wir jedoch machen werden ist, uns mit diesem neuerlichen Beispiel für bedingt seriöse Offerten einmal näher zu befassen.

Wieder einmal finden wir hier die klassische Vorgehensweise all derjenigen Fälle vor, die unter dem Begriff Formularbetrug subsumiert werden. Wobei der Begriff “Betrug” eigentlich nicht korrekt ist. Denn in der Regel schließt man tatsächlich einen gültigen Vertrag mit dem jeweiligen Unternehmen ab. In diesem Fall also mit der J. Kerler Verlag GmbH, die einem 99,00 € im Monat für den Eintrag in einem nutzlosen Verzeichnis abluchsen will.

Schauen wir uns das Verzeichnis also einmal genauer an. Die J. Kerler Verlag GmbH betreibt neben einer Startseite mit der Domain www.meinbranchenbuch-deutschland.de diverse weitere Webseiten mit regionalem Bezug, darunter mit der Domain www.meinbranchenbuch-krefeld.de auch auch eine Seite für Krefeld. Diese sieht folgendermaßen aus (Screenshot vom 05.03.2011):

Mein Branchenbuch Krefeld - Screenshot

Nun, dagegen ist grundsätzlich erst einmal nichts einzuwenden. Aber macht es tatsächlich Sinn, sich für 99,00 € monatlich dort einzutragen?

Nun sind wir ja eine Unternehmensberatung in Krefeld. In einer fundierten Datenbank sollten wir also z.B. in der Suchwortkombination “Unternehmensberatung” & “Krefeld”, “Unternehmensberater” & “Krefeld” und “Consulting” & “Krefeld” auffindbar sein. Doch auffindbar sind wir lediglich unter “Consulting” & Krefeld” (Screenshot vom 05.03.2011):

Die Jörg Haupt Management Consulting und ihr Eintrag in “mein-branchenbuch-krefeld.de”

Unter dem Stichwort “Consulting” sind wir also offensichtlich bereits in das Verzeichnis für Krefeld eingetragen. Wozu also die kostenpflichtige Leistung der J. Kerler Verlag GmbH in Anspruch nehmen? In dem freundlichen Schreiben eben dieses Verlags heißt es dazu:

Die Richtigkeit der oben aufgeführten Firmendaten sowie die Aufnahme in das Online Branchenbuch www.meinbranchenbuch-krefeld.de wird zum Grundpreis von jährlich 1.188,00 Euro netto für den Basiseintrag mit Ihrer Unterschrift bestätigt. 

Nun, natürlich haben wir nicht unterschrieben. Denn wir sind ja nicht völlig mit der Muffe gepufft. Demnach haben wir auch kein Geld überwiesen. Dennoch sind wir mit einem Eintrag in diesem Spitzenverzeichnis vertreten. Gut, zugegeben, natürlich fehlt ein Link auf unsere Webseite und das Unternehmen heißt korrekt “Jörg Haupt Management Consulting” und nicht “Management und Consulting Jörg Haupt”. Offensichtlich sind die eingetragenen Daten also auch noch schlampig recherchiert. Aber wir sind ja auch ohne das ominöse neue Krefelder Branchenbuch der J. Kerler Verlag GmbH ganz gut im Internet zu finden.

Überhaupt: Kämen Sie auf die Idee, eine Domain namens “meinbranchenbuch-krefeld.de” aufzusuchen? Längst gibt es doch fundierte Telefon- und Branchenverzeichnisse von 11880 bis telefonbuch.de. Und im Zweifel kann man ja auch immer noch die einschlägigen Suchmaschinen befragen.

Warum aber scheinen immer wieder Menschen auf derartige Angebote anzuspringen? Nun entweder meinen Sie, dass es sich um ein Schreiben eines der großen Telefonbuchverlage handelt. Zwar wird im Kleingedruckten darauf hingewiesen, dass dies nicht der Fall ist. Insofern kann man da eigentlich auch kein Mitleid mit denjenigen haben, die darauf hereingefallen sind.

Oder aber sie meinen, Ihrem Unternehmen etwas Gutes zu tun und buchen den Eintrag in dem guten Glauben, das Marketing Ihres Unternehmens damit zu beflügeln. Damit kommen wir aber einem weiteren Phänomen auf die Spur: Manche Leute tun sich hinsichtlich des Marketing mit sauberer Grundlagenarbeit unheimlich schwer, um dann später unendliches Geld für völlig sinnlose Aktionen auszugeben. Dabei könnten Unternehmen an dieser Stelle durch sinnvollen Einsatz ihrer knappen Ressourcen viel Geld sparen und denoch die Effizienz ihrer Kommunikation deutlich steigern.

Es bleibt also das, was man gemeinhin ein “Geschmäckle” nennt. Denn natürlich sind die Farben, mit denen das Branchenbuch der J. Kerler Verlag GmbH auftritt, nicht ganz zufällig gewählt. Natürlich erinnert der gelbe Balken mit dem Hinweis “Branchenbuch” an die bekannten Gelben Seiten. Übrigens: Dort sind wir z.B. sowohl im Hauptportal der Gelben Seiten als auch in deren B2B-Marktplatz selbstverständlich auch unter der Suchwortkombination “Unternehmensberatung” und “Krefeld” zu finden. Und das sogar ganz ohne ein ominöses Angebot, das uns 1.188,00 € netto im Jahr kostet. Aber das ist es wohl, was eine fundierte Datenbank eines seriösen Unternehmens vom Angebot eines Spammers unterscheidet.

>> Unsere Spammer Blacklist

Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter +++ jhmc @ Facebook

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Marketing mit Erfolg - aber doch bitte nicht mit Spam-Mails!

Neulich bekamen wir wieder einmal eine E-Mail von einem uns nicht bekannten Absender. Dieser versprach uns Marketing mit Erfolg. Nun ja, da ist er bei uns mit seinem Spam ja genau richtig. Denn schließlich ist die Jörg Haupt Management Consulting eine Unternehmensberatung für Strategie, Marketing und Organisation. Und da sind wir ja dann besonders gespannt, was uns ein Spammer denn so anbietet.

Zunächst einmal möchten wir feststellen, dass zum Marketing mit Erfolg sicherlich mehr gehört als lediglich eine Webseite gleichen Namens. Weiter möchten wir dem erfolgreichen Marketing-Experten den Tipp geben, dass eine Spam-Mail mit der Anrede “Sehr geehrte Damen und Herren” schonmal aufgrund der fehlenden persönlichen Ansprache nicht geeignet ist, Vertrauen in die Kompetenz des Anbieters aufzubauen. Dies umso mehr, als seine eigene Webseite nicht einmal eine Description enthält, mithin also bereits Defizite in der angebotenen Leistung der Suchmaschinenoptimierung aufweist.

Ohnehin sind Spammer allgemein nicht gerne gelitten. Und wenn dem Marketing-mit-Erfolg-Experten nicht mehr einfällt als das wahllose Anspammen diverser Unternehmen, so kann es mit der Kompetenz ja wohl nicht allzu weit her sein. Auch ist zu beachten, dass der freundliche Herr mit seiner Spam-Mail einen Rechtsstreit provoziert. Intelligente Spammer sitzen deshalb ja auch überwiegend in Drittländern, in denen das EU-Recht nicht durchgreift.

Nicht so jedoch unser Experte mit der Marketing-mit-Erfolg-Domain. Der hat tatsächlich eine de-Domain, damit ihn die Anwälte der angespammten Unternehmen auch ganz leicht finden. Doch schauen wir mal, was unser Experte denn so schreibt:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

heutzutage suchen über 85% der Internetnutzer (BVDW), Dienstleister und Produkte hauptsächlich über Suchmaschinen.

Auch werden über Suchmaschinen Preise verglichen, Informationen und Daten gesucht und vor jedem Kauf im Internet wird noch einmal sprichwörtlich “gegoogelt”. Da Google derzeit Europaweit Marktführer im Bereich der Suchmaschinen ist, spielt es daher eine sehr wichtige Rolle dort eine gute Platzierung zu besitzen.”

Nun ja, das ist erst einmal nichts Neues. Dass der Urheber dieser Botschaft jedoch ein Spammer ist, der einige Mindestelemente des Suchmaschinenmarketing auf seiner Webseite unterlässt und darüber hinaus in den paar oben zitierten Sätzen auch noch zwei Kommafehler und einen Rechtschreibfehler einbaut, ist dagegen geradezu grotesk. Dem Marketing-Experten sei überdies gesagt, dass Marketing mehr bedeutet als bei Google ganz oben in den Suchergebnissen zu erscheinen. Denn Marketing bedeutet marktorientierte Unternehmensführung. Auch hier versagt der spammende Marketing-Experte, denn Spam ist niemals marktorientiert. ;)

Doch weiter:

“Die schönste Webseite bringt Ihnen nichts wenn Sie mit den für Sie relevanten Begriffen bei Google, Yahoo, BING & Co. nicht top platziert sind. Um eine Top Platzierung zu erreichen bedarf es einer professionellen Suchmaschinen- Optimierung Ihrer Webseite. Die Vorteile einer Suchmaschinenoptimierung sind:

  • Gezielte Neukundengewinnung
  • Erleichtert Ihre Kundenbetreuung mittel- und langfristig und verbessert Ihre Auftragslage durch die Zielgruppenansprache
  • Die Online-Präsenz Ihres Unternehmens wird durch optimale Erreichbarkeit auf den ersten Ergebnisseiten der Suchmaschinen gefördert
  • Ihr Unternehmen erreicht einen klaren und entscheidenden Vorsprung gegenüber Ihren Wettbewerbern durch die optimale Auffindbarkeit in den Suchmaschinen
  • Sie stärken das Image und Ihre Marke, indem Sie sich langfristig dort platzieren, wo Ihre Produkte und Dienstleistungen gesucht werden: auf den vorderen Plätzen in den beliebtesten Suchmaschinen des World Wide Web.”

Ne, ist klar. Es folgt die Aufforderung, den spammenden und Schreibfehler verbreitenden Marketing-mit-Erfolg-Experten zu kontaktieren. Der Oberknaller ist ein eingefügter Link, mit dem man sich aus seinem Spam-Verteiler wieder austragen kann. “Sie möchten keine weiteren Nachrichten erhalten?”, heißt es da. Hallo! Wir wollten den Spam von vorneherein nicht!

Und genau da liegt unser Kritikpunkt. Denn Marketing mit Erfolg ist dann doch etwas mehr als eine gleichlautende Domain und die Platzierung an der obersten Stelle von Suchergebnissen in Google. Marketing mit Erfolg ist mehr als eine Spam-Mail, die - da unverlangt übermittelt - sogar juristisch sanktioniert werden kann. Übrigens ist die Webseite des Marketing-Experten mangels Impressum (Stand 03.02.2011) ein gefundenes Fressen für alle Abmahnanwälte.

Wir empfehlen dem Experten demnach noch ein wenig Nachhilfe im Fach Marketing. Dann führt Marketing sogar zum Erfolg. ;)

>> Unsere Spammer-Blacklist

Und das passiert, wenn man die Domain des Spammers googelt:

Screenshot: Google Ergebnisse zu “Marketing mit Erfolg”

Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter +++ jhmc @ Facebook

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