Marketingberatung: Social Media Marketing

Warum Social Media Marketing?

Wir alle kennen das Phänomen: Setzt im Fernsehen die Werbepause ein, dann wird weggezappt. Man geht zur Toilette, man geht das Bier oder die Chips holen oder nutzt die Werbepause für andere Dinge. Wir werfen Werbeprospekte weg oder benutzen beim Surfen im Internet Adblocker und Popup-Blocker, um unerwünschte Werbung auszublenden.

Wir werden auf Plakaten, im Fernsehen, im Radio, im Internet und an unzähligen anderen Orten mit Werbebotschaften konfrontiert. Doch was kommt davon wirklich an? Kommunikationsforscher sprechen vom Information Overload, einer ständigen Reizüberflutung die dazu führt, dass wir uns eigentlich an gar nichts mehr erinnern. Machen Sie doch mal den Test: An welchen Werbeplakaten sind Sie heute auf dem Weg zur Arbeit vorbeigefahren?

Die Werbung bombardiert uns täglich mit etwas, das ein Mandant von mir trefflich mit “Mehr vom Selben” bezeichnet: “Kauf mich, denn ich bin der Beste!” Es geht immer billiger, “Geiz ist geil” und ruckzuck ist der Preis das einzige Argument.

Dabei gibt es durchaus auch andere Argumente für ein Produkt oder eine Dienstleistung. Ein besonders kompetenter Handwerker, der Termine einhält und sich durch gute Beratung, akribische Planung und ausgezeichnete Fachkompetenz sowie hervorragende Ausführung der ihm anvertrauten Arbeiten auszeichnet, muss seine Leistung sicherlich nicht alleine über den Preis verkaufen. Die Frage ist allerdings: Wie erfahren potentielle Kunden von seinem Angebot?

Es muss also noch etwas anderes geben, als die potentiellen Kunden mit plumpen Werbebotschaften zuzuballern. Doch was bedeutet Social Media wirklich und warum sprechen wir lieber vom viralen Markenaufbau?

Bloß keine plumpe Werbung!

Was man nicht machen sollte: Einfach nur plumpe Werbung posten. Denn auch wenn man dies vielleicht über ein Blog, Facebook oder Twitter verbreitet und somit Social Media Kanäle nutzt: Das hat nicht wirklich etwas mit Social Media zu tun.

Über ein abschreckendes Beispiel haben wir hier im jhmc Magazin bereits einmal berichtet. Es hat nicht wirklich etwas mit viralem Marketing bzw. Social Media Marketing zu tun, wenn man über Twitter beispielsweise immer wieder auf eine Auktion bei eBay hinweist.

Twitter schlechte Werbung 001

Außerdem haben wir ja schon gelernt, dass die Botschaft meist in der Masse gleichartiger Werbung untergeht. Und ganz ehrlich: Würden Sie einem Profil bei Twitter oder Facebook folgen, dessen Beiträge aus lauter Anpreisungen von Rundstahlketten bestehen? Wohl kaum.

Warum eine Unternehmensberatung einschalten?

Dass Social Media etwas mit Facebook, Blogs, Twitter & Co. zu tun hat, hat sich vermutlich bereits herumgesprochen. Doch warum sollte man eine Unternehmensberatung einschalten? Als Unternehmensberatung für Strategie, Marketing und Organisation nähern wir uns dem Thema von der wichtigen Ausgangsfrage, was das Unternehmen eigentlich macht und was es anders macht als seine Wettbewerber. So entwickeln wir Konzepte, die auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sind und die dazu führen, dass Leser bzw. Internet-Nutzer – und damit letztlich potentielle Kunden des Unternehmens – die hinterlegten Informationen freiwillig aufsuchen und ggf. sogar weiterempfehlen.

Graffiti 002

Das funktioniert tatsächlich. Denn eigenständige Inhalte auf Webseiten, die häufig aktualisiert werden, werden von den Suchmaschinen honoriert und erhalten gute Platzierungen. So gibt es beispielsweise dutzende Suchworte oder Stichwortkombinationen, unter denen unsere eigene Webseite unter den ersten Treffern der Suchergebnisse landet.

Auch die Weiterempfehlung funktioniert: Die Artikel dieses Magazins oder unseres Blogs werden regelmäßig weiterempfohlen und erschließen sich so immer neuen Lesern. Unser Blogbeitrag zur Verbreitung von Malware via Spam-Mails wurde beispielsweise in das Intranet einer Kreisverwaltung übernommen, um dort die Mitarbeiter für den Umgang mit derartigen E-Mails zu sensibilisieren. Auch Beiträge dieses Magazins wurden bereits in andere Internet-Medien übertragen. Selbstverständlich wird dabei immer auch der Urheber genannt und unsere eigene Webseite verlinkt.

Die Folge: Seit Jahren haben wir jeden Monat viele tausend Zugriffe auf unsere Webseiten. Die Besucher unserer Webseiten haben somit alle schon einmal mitbekommen, dass die Jörg Haupt Management Consulting, Unternehmensberatung für Strategie, Marketing und Organisation aus Krefeld, existiert und welche Leistungen das Unternehmen anbietet. Der Clou dabei: Die Besucher der Webseite sind alle freiwillig gekommen.

Es geht demnach nicht darum, dass wir eine Webseite erstellen. Für Programmierung und Design haben wir unsere Agenturpartner und wenn es um HTML oder Grafikdesign geht, dann ist der Kunde dort auch besser aufgehoben als bei uns. Es geht vielmehr darum, dass wir uns dem Unternehmen von der strategischen Seite her nähern und somit das Unternehmen, seine Produkte bzw. Dienstleistungen und seine Zielgruppen analysieren und aus dieser Analyse ein passgenaues Konzept entwickeln.

Mit Social Media Marketing die Zielgruppen ansprechen

Die vielen Besucher kommen deshalb freiwillig auf die Webseite, weil sie hier Informationen finden, die sie explizit gesucht haben. Man bombardiert also den Kunden nicht mit Werbung. Man schickt keinen Newsletter, man verteilt keine Flyer und sendet auch nichts im Rundfunk. Nicht die Information sucht den Kunden auf, es läuft anders herum: Der Kunde sucht die Information auf. Der Kunde kommt von selber, da ihn das Thema interessiert.

Somit wird also bereits die Abwehrhaltung umgangen, die viele Kunden dem ewigen Werbedruck entgegenbringen. Doch nun stellt sich die Frage: Was könnte den Kunden denn interessieren?

Zur Beantwortung dieser Frage steigen wir eben gerade wie bereits beschrieben von der strategischen Seite ein: Was macht das Unternehmen? Welche Besonderheiten gibt es? Wo sind besondere Kompetenzen? Wer ist die Zielgruppe und was interessiert die potentiellen Kunden?

Diese Thematik ist komplexer, als es auf den ersten Blick aussieht. Denn den Kunden interessiert bei weitem nicht nur der kleinste Preis. Im Gegenteil: Für viele Kunden ist es gar nicht so wichtig, den billigsten Anbieter zu finden. Denn der billigste ist nicht umsonst so billig und damit in der Regel nicht der beste.

Es gibt viele Themen, die Menschen bewegen und das Kaufverhalten prägen. Dies können soziale oder ökologische Aspekte sein. Nokias rüde Standortpolitik, bei der man in geradezu menschenverachtender Weise immer an den nächsten geförderten Standort gezogen ist und damit am alten Standort einfach das Werk geschlossen und den Mitarbeitern gekündigt hat, hat sicherlich einiges zum Abstieg der Marke beigetragen. Da spielte garantiert nicht nur der günstigste Preis bei der Kaufentscheidung für ein Mobiltelefon eine Rolle.

Es gilt also, Kernkompetenzen und Zielgruppen herauszuarbeiten und die Informationen auf diese abzustimmen.

Social Media Marketing: Nachhaltig, mit hoher Reichweite und geringen Kosten

Was einmal im Internet verbreitet wurde, steht meist für viele Jahre im Netz und ist zumindest theoretisch von jedem Ort der Welt abrufbar. Jede Webseite kann grundsätzlich überall aufgerufen werden. Somit ist grundsätzlich eine hohe Reichweite der Unternehmenskommunikation möglich. Und das zu verhältnismäßig geringen Kosten, denn nie war es so einfach wie mit Hilfe des Internet, so viele Menschen zu erreichen.

Das macht das Thema Internet und Social Media Marketing gerade auch für Start-ups sowie kleine und mittelständische Unternehmen interessant. Denn mit dem richtigen Konzept, den richtigen Inhalten und der Wahl der richtigen Social Media Kanäle ist es durchaus möglich, auch ohne millionenschweres Werbebudget sehr viele Menschen zu erreichen.

Voraussetzung ist wie beschrieben eine Analyse der Zielgruppe und des Unternehmens, um daraus eine geeignete Strategie abzuleiten. Diese beinhaltet nicht nur Fragen zu den Inhalten einer Social Media Kampagne, sondern auch zur Wahl der geeigneten Kanäle. Neben naheliegenden Social Media Plattformen wie z.B. Facebook oder YouTube gibt es mitunter Plattformen, die sich explizit an die Zielgruppe des Unternehmens richten. Diese können in die Kampagne einbezogen werden.

Im Ergebnis erhalten Unternehmen ein Konzept für eine Kampagne, die bei verhältnismäßig geringen Kosten eine enorme Reichweite erzeugt und darüber hinaus sehr nachhaltig wirken kann. Denn während beispielsweise ein TV-Spot gesendet wird und danach nicht mehr zu erreichen ist, bleibt ein Blogbeitrag viele Jahre im Internet erreichbar. Eine Zeitschrift wird nach dem Lesen mitsamt der dort abgedruckten Werbung weggeworfen. Aber was im Internet veröffentlicht wurde, präsentieren die Suchmaschinen unter Umständen noch in Jahrzehnten.

Bildnachweis: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank Free PhotosBank