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Archive für 22.10.2008
Wenn Werbung zum Ärgernis verkommt
22.10.2008 von Jörg Haupt.
Von Zeit zu Zeit stößt man im Internet auf Webseiten, deren Inhalt leider von penetranter Werbung verdeckt wird. Dies passiert z.B. häufig, wenn man über Services wie Webnews über Blog-Einträge stolpert. Die Themen scheinen interessant, man klickt auf den Eintrag - und sieht nichts. Denn vor den Artikel schiebt sich dick und dreist eine Werbeeinblendung.
Doch nicht nur auf privaten Blogs sieht man dieses Ärgernis in letzter Zeit häufig. Auch die Online-Ausgaben renommierter Magazine nutzen solche Werbeeinblendungen immer wieder.
Das Sichwort heißt Layer-Ads und damit haben die mittlerweile von den Webbrowsern regelmäßig geblockten Pop-ups einen würdigen Nachfolger auf der Liste der überflüssigen Internet-Anwendungen gefunden. Dabei sollten die Urheber dieser Werbeform einmal darüber nachdenken, ob es denn der Werbebotschaft wirklich zuträglich ist, wenn man die Leser einer Webseite regelrecht ärgert.
Unsere Meinung: Ein solches Auffallen um jeden Preis schadet einem Internet-Auftritt eher als es nutzt. Zwar mag es im Sinne der in unserem Artikel zu Partnerprogrammen dargestellten Pay-per-View-Vergütung tatsächlich für den Betreiber eines Internet-Portals zu einem kurzfristigen monetären Erfolg führen. Langfristig wird man jedoch eher verärgerte User verlieren. Dies umso eher, je penetranter man solche Werbemittel einsetzt.
Die verantwortlichen Agenturen hingegen sollten sich überlegen, ob ein solch penetrantes Werbeverhalten wirklich zum gewollten Image des Werbetreibenden passt. Auch erscheint es nicht wirklich seriös, wenn die Werbebotschaft dem Betrachter derart aufdringlich ins Bewusstsein gerückt wird. Zwar wissen wir natürlich auch um die Problematik des Information Overload. Dennoch erscheint es aus unserer Sicht nicht probat, Internet-User zu ärgern, indem man den Pop-up-Blocker ihres Browsers technisch umgeht.
In Fall der Layer-Ads heißt es jedenfalls: Hier ist man ganz klar über das Ziel hinausgeschossen. Denn wenn Werbung nur noch ärgerlich ist, verkehrt sich die Wirkung schnell ins Gegenteil.
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