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	<title>jhmc Magazin</title>
	<link>http://magazin.jhmc.de</link>
	<description>Das Magazin der Jörg Haupt Management Consulting</description>
	<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:01:42 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
			<item>
		<title>Noch mehr Nepp: Die Deutsche Markenverlängerungs GmbH</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2010/07/24/noch-mehr-nepp-die-deutsche-markenverlangerungs-gmbh/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 12:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Spam &amp; Konsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade erst hatten wir in unserem letzten Artikel darüber berichtet, dass der Nepp im Zusammenhang mit Marken, Domains und anderen Schutzrechten kein Ende nimmt. Und in der Tat: Heute hatten wir schon wieder ein merkwürdiges Schreiben im Briefkasten.
Dieses Mal schreibt uns ein Unternehmen namens Deutsche Markenverlängerungs GmbH mit Sitz auf der Friedrichstraße 50 in D-10117 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade erst hatten wir in unserem letzten Artikel darüber berichtet, dass der <a href="http://magazin.jhmc.de/2010/07/19/der-nepp-nimmt-kein-ende/">Nepp im Zusammenhang mit Marken, Domains und anderen Schutzrechten</a> kein Ende nimmt. Und in der Tat: Heute hatten wir schon wieder ein merkwürdiges Schreiben im Briefkasten.</p>
<p>Dieses Mal schreibt uns ein Unternehmen namens Deutsche Markenverlängerungs GmbH mit Sitz auf der Friedrichstraße 50 in D-10117 Berlin. Mittels eines - <a href="http://magazin.jhmc.de/category/spam-konsorten/">wie üblich</a> - sehr offiziell aussehenden Schreibens teilt uns die Deutsche Markenverlängerungs GmbH mit, dass der Markenschutz einer unserer Marken bald auslaufe. Ganz groß über dem Schreiben steht fettgedruckt und in riesengroßen Buchstaben: &#8220;Erinnerung&#8221;.</p>
<p>Nun, wir gratulieren zu dieser Erkenntnis. In der Tat hatten wir die uns nun &#8220;erinnerte&#8221; Marke einmal schützem lassen. Was die Deutsche Markenverlängerungs GmbH nicht ahnt: Aus strategischen Gründen sind wir gar nicht an einer Verlängerung der Schutzrechte interessiert. Doch schauen wir uns das Schreiben der Deutschen Markenverlängerungs GmbH einmal genauer an.</p>
<p>Zunächst einmal gibt es eine Zeile, in der die Marke wiedergegeben wird. Dann folgt in der gleichen Zeile ein Feld mit der Registernummer, ein Hinweis auf den Datenbestand (DE) sowie die Anzahl der Klassen. In unserem Falle sind dies 3, also 3 Klassen von Waren und Dienstleistungen, auf die sich der Markenschutz der betreffenden Marke erstreckt. Überhaupt ist das ganze Schreiben wie so oft bei solchen, in der Regel dem Stichwort Formularbetrug zugerechneten Briefen in der Form einer Formulartabelle aufgebaut. Unter der zitierten Zeile findet sich nämlich ein weiteres Feld in dem es heißt:</p>
<p>&#8220;<strong>Ihr Markenschutz läuft aus</strong>.</p>
<p><strong>Verfallstermin:</strong> 31.07.2011</p>
<p><strong>Verlängerungszeitraum:</strong> 01.08.2011 <strong>bis</strong> 31.07.2021</p>
<p><strong>Die Registrierung ihrer Marke ist 10 jahre gültig und kann um weitere 10 Jahre verlängert werden. Um ihr Markenrecht zu erneuern, sollten Sie dieses Schreiben an uns zurücksenden.</strong>&#8221;</p>
<p>Nun, hier irrt die Deutsche Markenverlängerungs GmbH. Oder aber böse Zungen würden gar sagen hier versucht die Deutsche Markenverlängerungs GmbH, mit der Materie nicht vertraute Markeninhaber über den Tisch zu ziehen. Denn man sollte sicherlich nicht das Schreiben dieser unseriösen Abzocker unterschreiben und an diese zurücksenden. Statt dessen sollte man einfach die Schutzrechte direkt beim <a href="http://www.dpma.de/" target="_blank">Deutschen Patent- und Markenamt</a> verlängern. Oder aber man beauftragt den Patentanwalt seines Vertrauens. Der nimmt zwar auch etwas Geld dafür, aber vermutlich weniger als die Spam-Briefe versendenden Abzocker aus Berlin.</p>
<p>Da wir aber nicht einfach die merkwürdige Deutsche Markenverlängerungs GmbH pauschal schlechtmachen wollten (obwohl solch ein Brief schon extrem unseriös ist), haben wir zwecks Recherche einfach einmal die <a href="http://www.easywebcity.de/tools_suchen_im_www.html" target="_blank">einschlägigen Suchmaschinen</a> befragt. Wie erwartet liefert bereits der erste Treffer bei der bekannten Suchmaschine mit dem großen &#8220;G&#8221; einen <a href="http://www.dpma.de/service/aktuelles/dasdpmainformiert/warnung/index.html" target="_blank">Warnhinweis des Deutschen Patent- und Markenamtes</a>, in dem in Bezug auf unseriöse Angebote im Zusammenhang mit Schutzrechten wie z.B. Marken vor der Deutschen Markenverlängerungs GmbH gewarnt wird.</p>
<p>Und wer hätte es gedacht? Auch andere, bereits im jhmc Magazin zitierte hochseriöse alte Bekannte finden wir in den Warnhinweisen des Deutschen Patent- und Markenamtes. So wird z.B. die uns bereits wohlbekannte <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/">Matic Verlagsgesellschaft mbH</a> als unseriös gebrandmarkt. Deutlich weist das Deutsche Patent- und Markenamt darauf hin, dass besagte Unternehmen zwar unter teilweise behördenähnlichen Bezeichnungen und unter der Verwendung amtlich erscheinender Schreiben Leistungen anböten. Diese hätten jedoch - wie von uns bereits des öfteren beschrieben - keinerlei Rechtswirksamkeit.</p>
<p>Sodann warnt das Deutsche Patent- und Markenamt auf seiner Webseite ausdrücklich vor folgenden Unternehmen (im Bereich der Schutzrechtsanmeldungen): Der AGR Allgemeine Gewerbekartei e.K., der (wir erwähnten es schon) Matic Verlagsgesellschaft mbH, der WIG-Wirtschaftszentrale für Industrie und Gewerbe AG, dem WIHH-Wirtschaftsinstitut für Industrie, Handel, Handwerk AG sowie den etwas internationaler auftetenden Unternehmen CPTD - Central Patent &amp; Trademark Database, European Trade marks and Designs, FIPTR Federated Institute for Patent- &amp; Trademark Registry, I.B.F.T.P.R. International Bureau for Federated Trademark Patent Register, I.B.I.P International Bureau for Intellectual Property, IOPTS International Organization for Patent &amp; Trademark Service Corporation und Register of Commerce - Markenregisterverzeichnis.</p>
<p>Im Bereich der Schutzrechtsverlängerungen warnt das Deutsche Patent- und Markenamt insbesondere vor folgenden Abzockern: DPMV-Deutsche Patent- und Markenverlängerung GmbH, DMV-Deutsche Markenverlängerungs GmbH, European Trademark Organisation S.A., ECTO GmbH, Intellectual Property Agency Ltd. und Nationales Markenregister AG.</p>
<p>Doch in der Tat: So wichtig alle diese hochseriösen Spitzenunternehmen heißen mögen. Ihre Schreiben sind sämtlich für die Tonne, da unseriös. Wirklich wichtige Verzeichnisse in Bezug auf Marken, Patente, Domains und ähnliche Schutzrechte haben wir Ihnen übrigens in unserer <a href="http://business.easywebcity.de/business_websuche.html" target="_blank">Business Websuche</a> hinterlegt. Und da steht garantiert nichts von der <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/">Matic Verlagsgesellschaft mbH</a>, der Deutschen Markenverlängerungs GmbH, der <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/">Deutschen Internet Kartei</a> oder ähnlichen unseriösen Abzockern.</p>
<p>Doch schauen wir, was die Deutsche Markenverlängerungs GmbH noch schreibt. So heißt es weiteren Verlauf des Schreibens: &#8220;Bitte senden Sie dieses Schreiben mit Firmenstempel und unterschrieben an uns zurück, wenn Sie Ihre Marke verlängern wollen.&#8221; Wir dagegen empfehlen, das Schreiben eben gerade nicht unterschrieben und mit Firmenstempel an die Deutsche Markenverlängerungs GmbH zurückzusenden. Denn dann berechnet Ihnen dieses hochseriöse Unternehmen stolze 1.560 € zuzüglich Mehrwertsteuer. Wenn Sie mehr als 3 Markenklassen schützen wollen, so berechnen diese Abzocker weitere 460 € netto pro Klasse.</p>
<p>Unsere Empfehlung lautet: Sollten Sie ein Schreiben der Deutschen Markenverlängerungs GmbH oder eines ähnlich seriösen Anbieters erhalten, so werfen Sie es einfach weg. Denn mit diesen angeblichen Dienstleistungen rund um Schutzrechte werden ehrlich arbeitende Menschen mit nutzlosen &#8220;Leistungen&#8221; um ihr sauer verdientes Geld gebracht. Und solche Abzocke ist völlig indiskutabel.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
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		<title>Der Nepp nimmt kein Ende</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2010/07/19/der-nepp-nimmt-kein-ende/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 08:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Spam &amp; Konsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende war es mal wieder soweit: Wir hatten zum wiederholten Male einen Brief des nutzlosen Ausstellerverzeichnisses Expo-Guide im Briefkasten. Über dieses wichtige und hoch seriöse Verzeichnis haben wir ja bereits in diesem Magazin berichtet. Auch findet man im Internet jede Menge weitere Warnhinweise, dass die einzige Ablage, in die dieser Brief gehört, diejenige mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende war es mal wieder soweit: Wir hatten zum wiederholten Male einen Brief des nutzlosen <a href="http://magazin.jhmc.de/2010/02/10/ein-brief-aus-mexiko-das-nutzlose-ausstellerverzeichnis-expo-guide/">Ausstellerverzeichnisses Expo-Guide</a> im Briefkasten. Über dieses wichtige und hoch seriöse Verzeichnis haben wir ja bereits in <a href="http://magazin.jhmc.de/2010/02/10/ein-brief-aus-mexiko-das-nutzlose-ausstellerverzeichnis-expo-guide/">diesem Magazin berichtet</a>. Auch findet man im Internet jede Menge weitere Warnhinweise, dass die einzige Ablage, in die dieser Brief gehört, diejenige mit dem großen &#8220;P&#8221; ist.</p>
<p>Fast alle Messegesellschaften warnen mittlerweile auf ihren Webseiten, dass es sich bei den Schreiben des Ausstellerverzeichnisses Expo-Guide nicht um Schreiben der jeweiligen Messeveranstalter handelt. Es wird weiter regelmäßig darauf hingewiesen, dass die hinter dem Expo-Guide stehende Gesellschaft Expo Guide S de RL de CV (so die offizielle Firmenbezeichnung laut  Briefpapier) <strong>nicht</strong> von der die jeweilige Messe ausrichtenden Gesellschaft beauftragt wurde. Mit anderen Worten: Es handelt sich um Nepp, um ein unseriöses Angebot.</p>
<p>Dennoch scheint sich solcherlei Nepp wirklich zu lohnen, denn wie beim letzten Mal liegt auch diesem Schreiben ein bereits frankiertes Antwortkuvert bei. Da sich der postalische Massenversand sowie die für das über den Tisch gezogene Unternehmen &#8220;kostenfreie&#8221; Rücksendung der sinnlosen Bestellung sich betriebswirtschaftlich rechnen muss, kann man sich an zwei Fingern abzählen, dass diese Bauernfängerei ein riesiges Geschäft sein muss.</p>
<p>Und es ist ja nicht alleine der hochseriöse Expo-Guide, der hier auf Bauernfängerei geht. Nein, vielmehr gibt es ja noch etliche weitere Unternehmen, die schamlos und offensichtlich ohne entsprechendes Einschreiten unserer Justiz sinnlose Angebote in der Hoffnung unterbreiten, dass mit der Materie nicht wirklich vertraute Unternehmer darauf hereinfallen. Über weitere solche Beispiele haben wir in diesem Magazin ja ebenfalls bereits berichtet, so z.B. über die <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/">Deutsche Internet Kartei</a> oder das <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/">Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen</a>.</p>
<p>Leider scheint das Geschäft mit den zitierten sinnlosen Verzeichnissen tatsächlich größer zu sein, als man gemeinhin vermutet. Wir erhielten nämlich vor einigen Wochen eine E-Mail eines Rechtsanwalts der Rechtsabteilung eines bekannten deutschen Konzerns. Dieser vertrat eine Tochtergesellschaft seines Konzerns im Rechtsstreit gegen die Matic Verlagsgesellschaft mbH, der Herausgeberin des vermutlich nicht einmal existierenden <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/">Verzeichnisses für eingetragene Warenzeichen</a>.</p>
<p>Man höre und staune: Selbst diese, zu einem großen deutschen Konzern gehörende Gesellschaft war auf diesen Spam hereingefallen. Wir erinnern uns: Zufällig hatten uns seinerzeit unsere Mandanten den Spam der Matic Verlagsgesellschaft mbH vorgelegt und <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/">wir konnten so verhindern</a>, dass diese Trickformular-Versender ein weiteres Mal zum Zuge kamen.</p>
<p>Nun also schrieb uns besagter Rechtsanwalt an, da er über unseren Magazinbeitrag im Internet gestolpert war. Denn der absolute Oberhammer ist, dass die Matic Verlagsgesellschaft mbH sogar auf die in ihr Trickformular eingebaute Verlängerungsklausel pocht und somit auch in den Folgejahren die Beiträge für die Veröffentlichung in ihrem nutzlosen und vermutlich nicht einmal existierenden Verzeichnis verlangt. Wer den Schwindel entdeckt und die Zahlung verweigert, wird mit Mahnbescheid und Klage verfolgt.</p>
<p>Das Unfassbare dabei ist, dass die Rechtsprechung den Spammern offensichtlich auch noch regelmäßig recht gibt. Denn der Rechtsanwalt berichtete, dass in seinem Fall die Matic Verlagsgesellschaft in seinem Prozess eine ganze Reihe ergangener Urteile zitierte, in denen ihr die Forderung regelmäßig zugesprochen wurde. Dabei verkennen die Richter offensichtlich regelmäßig, dass entweder solcher Spam direkt vom Rechnungswesen bearbeitet wird oder aber die fachliche Unwissenheit vieler mittelständischer Unternehmer gezielt ausgenutzt wird.</p>
<p>Nehmen wir z.B. die ach so wichtige Deutsche Internet Kartei: Das Schreiben ist so aufgebaut, dass mit der Materie nicht vertraute Personen annehmen, sie bestätigten die zu ihrem Internetauftritt gehörenden Angaben gegenüber einer offiziellen Stelle. Ein anderes Beispiel ist der oben zitierte Expo-Guide: Man suggeriert, dass man die Daten für den jeweiligen Messekatalog abgleichen wolle. Die Matic Verlagsgesellschaft für eingetragene Warenzeichen hingegen suggeriert, dass der jeweilige Unternehmer einen mit seiner Markenanmeldung zusammenhängenden Eintrag bezahlen soll.</p>
<p>Der das Tochterunternehmen eines bekannten deutschen Unternehmens vertretende Rechtsanwalt schrieb uns jedoch, dass die Rechtsprechung davon ausgehe, dass die Offerte der Matic Verlagsgesellschaft mbH nach Ansicht der deutschen Gerichte nicht auf eine Verwechslung mit einem amtlichen Beleg ausgelegt und deshalb nicht zur Täuschung geeignet sei. Nun, wir wissen es aufgrund unserer Beratungstätigkeit besser: Denn unsere Mandanten sind seinerzeit nur deshalb nicht auf das Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen hereingefallen, weil wir sie aufgrund unseres Fachwissens über die Natur des Schreibens aufgeklärt haben. Unsere Mandanten, in ihrem Geschäft wirklich versierte Unternehmer, haben schlichtweg nicht das notwendige spezifische Fachwissen im Bereich <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a>.</p>
<p>Wie so oft urteilen deutsche Gerichte demnach völlig an der unternehmerischen Realität vorbei und geben den unseriösen Anbietern solcher nutzlosen Verzeichnisse auch noch reichlich Rückenwind. Und deshalb kann man es gar nicht oft genug betonen: Sollten Sie ein Schreiben erhalten, bei dem es um die Eintragung Ihres Unternehmens in irgendein Verzeichnis geht, so sollten Sie sehr vorsichtig sein. Denn i.d.R. wird Ihnen hier lediglich vorgegaukelt, dass es sich um das Schreiben einer offiziellen Stelle handelt. In Wahrheit handelt es sich um Spam, den Sie getrost wegwerfen können.</p>
<p>Die <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/">Deutsche Internet Kartei</a> bzw. - wie das Ding früher hieß - das Deutsche Internet Register ist für Ihren Internet-Auftritt völlig unwichtig. Ebenso belanglos ist eine Eintragung Ihres Unternehmens im <a href="http://magazin.jhmc.de/2010/02/10/ein-brief-aus-mexiko-das-nutzlose-ausstellerverzeichnis-expo-guide/">Expo-Guide</a> oder eine Eintragung Ihrer Marke im <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/">Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen</a>. Die einzigen Nutznießer dieses Nepps sind die dahinter stehenden Bauernfänger. Denn denen nützt Ihre Überweisung der jeweiligen Beträge natürlich.</p>
<p>Umgekehrt zeigt sich am Beispiel der hier beschriebenen Problematik, dass es offensichtlich in den betrieblichen <a href="http://www.jhmc.de/12.html" target="_blank">Abläufen vieler Unternehmen erhebliches Optimierungspotential</a> gibt. Denn es man fragt sich ja doch, wie es sein kann, dass das Rechnungswesen eines großen deutschen Unternehmens einfach so eine völlig nutzlose Leistung ohne jede weitere Prüfung bezahlt.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
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		<title>United Breaks Guitars - Beschwerdemanagement 2.0</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2010/06/30/united-breaks-guitars-beschwerdemanagement-20/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 15:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Geschäftsleben kann immer auch mal etwas schief gehen. Das ist an  und für sich vielleicht manchmal etwas ärgerlich, grundsätzlich jedoch  zu verkraften. Denn wo Menschen arbeiten, da werden zwangsläufig auch  manchmal Fehler gemacht.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, solche Fehler kulant und  großzügig im Sinne des Kunden zu beheben. Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Geschäftsleben kann immer auch mal etwas schief gehen. Das ist an  und für sich vielleicht manchmal etwas ärgerlich, grundsätzlich jedoch  zu verkraften. Denn wo Menschen arbeiten, da werden zwangsläufig auch  manchmal Fehler gemacht.</p>
<p>Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, solche Fehler kulant und  großzügig im Sinne des Kunden zu beheben. Denn (fast) jeder hat  sicherlich Verständnis dafür, dass auch ab und an eben einmal nicht  alles glatt läuft. Niemand jedoch hat Verständnis, wenn ein Unternehmen  bei einem Garantiefall nicht einteten will oder sich auf “Dienst nach  Vorschrift” zurückzieht.</p>
<p>In unseren Augen ist dies sehr kontraproduktiv für ein Unternehmen,  denn hier werden zwar vordergründig einige Kosten gespart. Der  Imageschaden ist jedoch umso größer. Zudem konterkarriert ein solches  Verhalten sämtliche Anstrengungen eines Unternehmens, ein positives  Image aufzubauen und potentielle Kunden zum Kauf seiner Produkte oder  Dienstleistungen zu bewegen.</p>
<p>Jeder Kunde wird begeistert berichten, dass zwar zunächst etwas  schiefgelaufen ist, man sich daraufhin jedoch ein Bein ausgerissen hat,  um ihn dennoch zufrieden zu stellen. Ganz anders verhält es sich aber,  wenn ein Unternehmen ein Problem verursacht, dann jedoch nicht dafür  einstehen möchte.</p>
<p>In einem solchen Fall hat ein Kunde mehrere Möglichkeiten. Unter  anderem kann er seinen Anwalt bemühen und vor Gericht ziehen. Oder aber  er nutzt die Tatsache, dass das moderne Mitmach-Internet ihm eine enorme  Reichweite verschafft. Wenn der entsprechende Kunde des Unternehmens  dann auch noch selber eine Leistung anbietet, nutzt er die Möglichkeiten  der modernen Web 2.0 Kommunikation gleich doppelt.</p>
<p>Wie das geht macht uns der Country-Musiker Dave Carroll vor: Auf  einem Flug mit United Airlines wurde seine Gitarre beschädigt. Doch  anstatt für den Schaden aufzukommen, stellte United Airlines sich quer.  Dave Carroll wehrte sich auf seine ganz eigene Art: Er schrieb einen  Song und berichtete über den Vorfall <a href="http://www.davecarrollmusic.com/story/united-breaks-guitars" target="_blank">in seinem Blog</a>. Zum Song produzierte er ein lustiges  Video, dass er bei YouTube einstellte.</p>
<p>Dave Carroll hat so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:  Denn natürlich hat United Airlines ihm daraufhin den Schaden ersetzt.  Aber er konnte durch die Aktion auch seinen Bekanntheitsgrad steigern.  In diesem Sinne viel Spaß mit dem Video.</p>
<p><object width="560" height="340">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/5YGc4zOqozo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param>
<param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/5YGc4zOqozo&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>Wir sehen hier also nicht nur ein Beispiel für ein völlig fehlgeleitetes Beschwerdemanagement und einen dadurch verursachten Imageschaden. Vielmehr sehen wir hier auch ein interessantes Beispiel für eine virale <a href="http://www.viraler-markenaufbau.de/" target="_blank">Marketing-Kampagne</a>.</p>
<p>Virale Kampagnen verbreiten Werbebotschaften durch gezielte Nutzung von Social Web Plattformen im Internet. Gute Kampagnen erzielen mit einem äußerst geringen Marketing-Budget eine erhebliche Reichweite und können somit ein wichtiger Baustein in der Kommunikation des Unternehmens sein.</p>
<p>Demnach ist die Aktion von Dave Carrol also auch ein Beispiel für eine gelungene virale Kampagne. Immerhin hat das Video bereits über 8,7 Mio. Aufrufe gehabt, seit es bei YouTube eingestellt wurde.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://www.viraler-markenaufbau.de/" target="_blank">viraler Markenaufbau</a></p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn das E-Mail-Postfach in Werbemails ertrinkt</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2010/06/02/wenn-das-e-mail-postfach-in-werbemails-ertrinkt/</link>
		<comments>http://magazin.jhmc.de/2010/06/02/wenn-das-e-mail-postfach-in-werbemails-ertrinkt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 12:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://magazin.jhmc.de/2010/06/02/wenn-das-e-mail-postfach-in-werbemails-ertrinkt/</guid>
		<description><![CDATA[Als Unternehmensberatung für Strategie, Marketing und Organisation haben wr quasi eine angeborene Neugier, wenn es darum geht zu ergründen, was wohl hinter dem ein oder anderen ominösen Angebot steckt. So war es auch, als wir ein Gewinnspiel entdeckten, das von sich behauptete, täglich eine Million Euro auszuspielen. Als &#8220;Gegenleistung&#8221; erklärte man sich bereit, gelegentliche Newsletter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">Unternehmensberatung für Strategie, Marketing und Organisation</a> haben wr quasi eine angeborene Neugier, wenn es darum geht zu ergründen, was wohl hinter dem ein oder anderen ominösen Angebot steckt. So war es auch, als wir ein Gewinnspiel entdeckten, das von sich behauptete, täglich eine Million Euro auszuspielen. Als &#8220;Gegenleistung&#8221; erklärte man sich bereit, gelegentliche Newsletter der mit diesem Gewinnspiel werbenden Unternehmen zu empfangen.</p>
<p>Nein, keine Angst, wir sind nicht völlig wahnsinnig. Für solcherlei Spielchen besitzen wir eine Art Junk-Mail-Adresse, über die wir keine ernstzunehmenden E-Mails erwarten. Aber immerhin können wir darüber kontrollieren, was &#8220;gelegentliche Newsletter&#8221; tatsächlich bedeuten. In diesem Falle waren es kürzlich über 600 Werbemails in gerade einmal 15 Tagen.</p>
<p>Das Faszinierende daran ist, welche E-Mail-Flut solch eine Einverständniserklärung hervorruft. Wobei es danach offensichtlich unmöglich ist, jemals wieder aus diesem E-Mail-Verteiler herauszukommen. Denn es sind immer neue Absender dabei, obwohl die dazugehörige E-Mail-Adresse nirgendwo öffentlich hinterlegt ist. Die Methoden dieser Newsletter-Versender gleichen mithin denjenigen der Spammer. Einziger Unterschied: Man wird im Spam eben sogar namentlich angesprochen.</p>
<p>Toll ist, dass man wirklich wahllos alles erhält. Egal ob nun Damen- oder Herrenmode, der Wechsel der Versicherung, Reiseangebote oder Partnersuche:  Man wird gnadenlos zugeschüttet. Gut, wir rufen diesen Datenmüll alle paar Tage ab und löschen ihn einfach komplett. Das kostet nicht wirklich Zeit und Geld. Was uns dabei eher interessiert ist das Thema Werbewirkung.</p>
<p>Und ganau hier sehen wir das eigentliche Problem solcher Massenmails. Denn der Großteil der Empfänger wird voraussichtlich nach einiger Zeit genervt Vermeidungsstrategien entwickeln. So werden sie sich z.B. einfach eine neue E-Mail-Adresse zulegen oder im E-Mail-Programm die jeweiligen Absender blockieren.</p>
<p>Nun kann man natürlich argumentieren, dass es aufgrund der geringen Kosten des massenhaften E-Mail-Versands nicht darauf ankäme. Andererseits stellt sich uns immer die Frage, ob es wirklich der Reputation der eigenen Marke zuträglich ist, wenn Verbraucher derart mit Werbebotschaften bombardiert werden. Zwar verwenden viele dieser E-Mail-Versender offensichtlich <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/partnerprogramme-1-vertiebslosung-im-internet/">Partnerprogramme</a>, so dass sich der Versand dieser E-Mails der Kontrolle der jeweils beworbenen Markenartikler entzieht. Ob dies immer im Sinne der jeweiligen Markenartikler ist sei demnach dahingestellt. Das Umfeld und die Seriosität der entsprechenden Massenmails sind faktisch nicht zu kontrollieren.</p>
<p>Hinzu kommt, dass viele Verbraucher gar nicht wissen, wie das System der Partnerprogramme funktioniert. Sie erhalten demnach nach ihrem Verständnis eine E-Mail von einem Markenartikler bzw. von einer von diesem Markenartikler beauftragten Agentur. Da diese E-Mails jedoch gleichsam wie Spam versendet werden und entsprechend häufig eingehen, werden die Empfänger der Werbeflut entsprechend genervt reagieren.</p>
<p>Gut, wenn der Markenartikler Glück hat, wird die Werbebotschaft nicht einmal mehr wahrgenommen. Denn dann wird nur noch blind weggeklickt. Insofern erscheint es fraglich, ob es wirklich die geeignete Strategie ist, der Problematik des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Information_Overload" target="_blank">Information Overload</a> entgegenzuwirken, indem man die Konsumenten mit noch mehr Werbung zuschüttet.</p>
<p>Was aber tun, um sich trotz der zunehmenden Vielfalt von Anbietern dennoch prägnant im Markt zu präsentieren? Nun, hier gibt es durchaus Ansätze, den Spieß quasi herumzudrehen und Verbraucher für Ihr Unternehmen zu interessieren. Denn Hand auf&#8217;s Herz: Ein penetrantes &#8220;Kauf mich! Kauf mich!&#8221; ist letztlich nur noch nervtötend und einfallslos.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://www.viraler-markenaufbau.de/" target="_blank">viraler Markenaufbau</a></p>
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		<title>Twitter automatisch</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2010/04/13/twitter-automatisch/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Per E-Mail bekamen wir kürzlich die Nachricht: Auf unserem Twitter-Profil haben wir einen neuen Follower. Nun ist das ja an und für sich gar nicht mal schlecht. Denn wie sich mittlerweile immer weiter herumspricht, kann Twitter durchaus eine interessante und überdies kostenlose Möglichkeit sein, ein wenig Werbung in eigener Sache zu betreiben.
Auch das ist zunächst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Per E-Mail bekamen wir kürzlich die Nachricht: Auf unserem <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">Twitter-Profil</a> haben wir einen neuen Follower. Nun ist das ja an und für sich gar nicht mal schlecht. Denn wie sich mittlerweile immer weiter herumspricht, kann Twitter durchaus eine interessante und überdies kostenlose Möglichkeit sein, ein wenig Werbung in eigener Sache zu betreiben.</p>
<p>Auch das ist zunächst einmal durchaus positiv zu sehen, denn der Ansatz von Twitter, anderen Menschen zu erzählen, was man denn gerade macht, kann ja auch aus Unternehmenssicht interessant sein. Immerhin kann ein Unternehmen ja durchaus auch für andere Internet-Nutzer interessante Informationen bereitstellen oder aber Nachrichtenredaktionen können auf diese Art kurz und knapp über aktuelle Themen informieren. Der Link auf den entsprechenden Beitrag auf der eigenen Webseite gehört entsprechend dazu.</p>
<p>Allerdings haben wir bei der Überprüfung unseres neuen Followers entdeckt, dass er Werbung für ein Tool macht, das auf den automatischen Aufbau von Followern aus ist. Was ist demnach davon zu halten? Nun, nach unserer Meinung: Nichts! Klar, bei Verwendung solcher Tools erhöht man automatisch rapide die Zahl seiner Follower. Aber es ist auch die Frage zu stellen, ob diese automatischen Follower den Nachrichten auch tatsächlich folgen. Vermutlich eher nicht und die kommunizierte Botschaft kommt somit gar nicht bei einem interessierten Empfänger an.</p>
<p>Die Befürworter dieser Technik gehen zwar davon aus, dass die Kosten solcher Software gering wären und somit die Arbeitszeit kompensieren, die man zum Aufbau echter Follower benötigt. Zudem würde, so die Argumentation, das Ranking bei Twitter extrem gesteigert. Solche Argumentation erinnert jedoch stark an die Diskussionen um den gezielten Linkaufbau, mit dem versucht wurde, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank" target="_blank">Google PageRank</a> zu beeinflussen.</p>
<p>Erfahrungsgemäß rufen alle Versuche der künstlichen (also meist technischen) Beeinflussung von Suchmaschinenergebnissen oder Netzwerken des Social Web über kurz oder lang Abwehrreaktionen hervor. So achtet z.B. Twitter bereits darauf, dass ab einer bestimmten Anzahl derjenigen Profile, denen man selber folgt, ein gewisses Verhältnis zu denjenigen Profilen bestehen muss, die auch bereit sind, dem jeweiligen Urheber zu folgen. Anders ausgedrückt: Folgen mir nur einige weniger Nutzer und ich folge gleich mehreren hundert, spricht einiges dafür, dass ich mittels Spamming im Ranking nach vorne kommen möchte. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Strategie von einem dauerhaften Erfolg gekrönt ist, erscheint uns begrenzt. Nach unserer Einschätzung wird vielmehr Twitter seine Überwachungsmechanismen ausbauen und die klassischen Suchmaschinen werden solche Profile ebenfalls zurückstufen.</p>
<p>Wie immer zeigt sich, dass solche Tricks niemals wirklichen Erfolg im Rahmen der Unternehmens-Kommunikation bringen können. Denn Hand aufs Herz: Auch Sie sind doch vermutlich eher an richtigen Inhalten interessiert und nicht an einer Sammlung von Werbelinks, die lieblos zusammengehauen und danach automatisiert an möglichst viele virtuelle und anonyme Follower posaunt werden. Erfahrungsgemäß stehen Menschen eben doch auf echte Inhalte, die auch von Menschen gemacht werden.</p>
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		<title>Unsere Webseite bringt nichts</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2010/03/11/unsere-webseite-bringt-nichts/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 12:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Herr Haupt, unsere Webseite bringt nichts.&#8221; Diesen verzweifelten Hilferuf vieler Unternehmer hören wir oft. Denn für ihre Präsentation im Internet haben viele Unternehmen durchaus einiges Geld ausgegeben. Die Resonanz war jedoch bescheiden. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache, da eine Investition in das Marketing eines Unternehmens sich logischerweise immer auch bei den Umsätzen bemerkbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Herr Haupt, unsere Webseite bringt nichts.&#8221; Diesen verzweifelten Hilferuf vieler Unternehmer hören wir oft. Denn für ihre Präsentation im Internet haben viele Unternehmen durchaus einiges Geld ausgegeben. Die Resonanz war jedoch bescheiden. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache, da eine Investition in das <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a> eines Unternehmens sich logischerweise immer auch bei den Umsätzen bemerkbar machen sollte.</p>
<p>Aber was kann man tun? Nun ja, Webseiten machen wir als Unternehmensberater nicht selber. Dafür haben wir unsere <a href="http://www.syncomplex.de/" target="_blank">Agenturkooperation Syncomplex</a>. Wer sich fit genug fühlt, kann auch selber versuchen, <a href="http://www.profiseller.de/shop1/index.php3?ps_id=p9052429" target="_blank">eine Webseite zu gestalten</a>. Doch das Problem ist ja mit der Gestaltung der Webseite alleine nicht erledigt, denn eine Webseite ist in den meisten Fällen bereits vorhanden.</p>
<p>Begeben wir uns auf die Spur der mit ihrer Kommunikation im Internet nicht zufriedenen Unternehmer, kommt man der Lösung etwas näher: &#8220;Gibt man XYZ (dies ist ein Platzhalter für ein Unternehmens-spezifisches Stichwort) ein, so werden wir nicht gefunden!&#8221;, bekommen wir in Gesprächen oft zu hören. Mit &#8220;eingeben&#8221; ist dabei i.d.R. die Abfrage des Stichworts in einer <a href="http://www.easywebcity.de/tools_suchen_im_www.html" target="_blank">Suchmaschine</a> gemeint, meist in der <a href="http://artikel.easywebcity.de/2009/06/19/es-muss-nicht-immer-google-sein/" target="_blank">großen bekannten mit dem &#8220;G&#8221; im Namen</a>.</p>
<p>Das Problem ist also regelmäßig die Auffindbarkeit des Unternehmens im Internet und daraus resultierender geringer Traffic. Oder aber der Traffic wird mit Werbung teuer erkauft. Dabei ist es aber durchaus möglich, auch mit einem verhältnismäßig kleinen Budget das eigene Unternehmen im Internet effizient zu bewerben. So konnten wir z.B. auf unseren eigenen Webseiten vor kurzem einen <a href="http://blog.jhmc.de/2010/03/03/besucherrekord-auf-unserer-webseite/" target="_blank">Besucherrekord</a> verzeichnen.</p>
<p><a href="http://blog.jhmc.de/2010/03/03/besucherrekord-auf-unserer-webseite/" target="_blank"><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2010/03/webseite-traffic-001.jpg" title="Besucherrekord auf unserer Webseite" alt="Besucherrekord auf unserer Webseite" width="550" border="0" height="343" /></a></p>
<p>Nun, dass man mittels eines <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">Twitter-Profils</a> kostenlos ein wenig Eigenwerbung betreiben und den eigenen Internet-Auftritt beflügeln kann, dürfte mittlerweile kein wirklich großes Geheimnis mehr sein. Vielfach ist jedoch zu beobachten, dass die Kommunikationspolitik vieler Unternehmen aus einzelnen Bausteinen besteht, die nicht miteinander verknüpft sind. Auch spiegeln Webseiten häufig nicht <a href="http://www.jhmc.de/10.html" target="_blank">Strategie und Positionierung</a> des Unternehmens wider. Ja, manchmal wird nicht einmal auf Firmenfahrzeugen oder der Geschäftsausstattung - also auf <a href="http://www.syncomplex.de/" target="_blank">Visitenkarten und Briefpapier</a> - auf die Webseite des Unternehmens hingewiesen.</p>
<p>Wenn man aber eine Kampagne geradezu verheimlicht ist es jedoch kein Wunder, dass auch niemand etwas von der Werbung des Unternehmens bemerkt. Und ein wenig Klappern gehört nun einmal zum Handwerk dazu. Interessant dabei: Der Januar 2008 bezeichnet in obiger Grafik die  Einführung des eigenen, integrierten Kommunikationskonzeptes. Eine  Webseite haben wir selbstverständlich schon vorher besessen.</p>
<p>Auch stellen wir häufig fest, dass vielfach &#8220;Verlegenheitstexte&#8221; zu finden sind: In solchen Fällen wird mit floskelhaften Formulierungen gearbeitet. Was das Unternehmen so besonders macht, dass man gerade seine Leistungen kaufen soll, wird mit keinem Wort erwähnt. Hier kommt eben wiederum das vielfach abstrakt erscheinende Wort <a href="http://www.jhmc.de/10.html" target="_blank">Strategie</a> zum Tragen: Was macht das Unternehmen überhaupt und was macht es in seinem Bereich besonders? Wer sind seine Kunden und wie können diese erreicht werden?</p>
<p>Aus diesen und ähnlichen Fragen ist ein individuelles Konzept abzuleiten, und zwar nicht nur für die Webseite. Vielmehr muss das Unternehmen wie &#8220;aus einem Guss&#8221; auftreten. Und ja, das kann manchmal tatsächlich kleine Wunder bewirken. Übrigens: <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/02/27/warum-alles-selbst-bezahlen/">Eine Strategieberatung kann in vielen Fällen öffentlich gefördert werden</a>.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
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		<title>Ein Brief aus Mexiko - das nutzlose Ausstellerverzeichnis Expo-Guide</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2010/02/10/ein-brief-aus-mexiko-das-nutzlose-ausstellerverzeichnis-expo-guide/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 22:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Spam &amp; Konsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute erhielten wir einen Brief aus Mexiko. In diesem schreibt uns eine obskure Firma namens Expo-Guide:
Aktualisierung Ihrer Daten
Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Aktualisierung Ihrer bestehenden Daten im Ausstellerverzeichnis ist notwendig, um allen Anwendern eine problemlose Kontaktaufnahme mit Ihrem Unternehmen zu ermöglichen und zu gewährleisten, dass ausschließlich richtige Daten veröffentlicht werden. Die aktuell gespeicherten Daten entnehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute erhielten wir einen Brief aus Mexiko. In diesem schreibt uns eine obskure Firma namens Expo-Guide:</p>
<p><em>Aktualisierung Ihrer Daten</em></p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren!</em></p>
<p><em>Die Aktualisierung Ihrer bestehenden Daten im Ausstellerverzeichnis ist notwendig, um allen Anwendern eine problemlose Kontaktaufnahme mit Ihrem Unternehmen zu ermöglichen und zu gewährleisten, dass ausschließlich richtige Daten veröffentlicht werden. Die aktuell gespeicherten Daten entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Auftragsformular. Der Expo-Guide ist unabhängig, objektiv und nicht an Veranstaltungsorganisationen oder Werbegemeinschaften gebunden.</em></p>
<p><em>Wir möchten Sie als Verantwortlichen für die Messeteilnahme auffordern, alle notwendigen Änderungen unter http://www-expo-guide.com vorzunehmen. Nach erfolgter Änderung und Freischaltung wird Ihr kostenloser Eintrag angezeigt und im Suchergebnis vorgereiht. Für eine kostenpflichtige, gestaltete Werbeeinschaltung verwenden Sie bitte das beiliegende Auftragsformular. Kostenlose Änderungen können nur online erfolgen.</em></p>
<p><em>Wir hoffen, dass Sie Ihren Eintrag genau kontrollieren, die Aktualisierung vornehmen und verbleiben</em></p>
<p><em>mit freundlichen Grüßen</em></p>
<p><em>Oscar T. Guerrero<br />
Expo-Guide</em></p>
<p>&#8220;Halt&#8221;, werden Sie sagen. Das ist doch genau solch ein Spam wie bei der <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/">Deutschen Internet Kartei</a>. Richtig! Und genau wie auch die Deutsche Internet Kartei ist auch das angebliche Ausstellerverzeichnis Expo-Guide ein völlig nutzloses Verzeichnis, das sogar mit einer fast identischen Masche wie die deutsche Internet Kartei versucht, mit nicht ganz lauteren Methoden Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.</p>
<p>Nun ja, immerhin muss man hier konstatieren, dass die Auftragserteilung nicht ganz so problemlos übersehen werden kann wie in ähnlich gelagerten Fällen. Dennoch spekuliert man wohl genau darauf, denn während die Anbieterkennung verdächtig klein ausfällt, steht dick &#8220;Aktueller Eintrag: START ESSEN, Essen&#8221; sowie &#8220;Bitte an die bearbeitende Stelle für Messeteilnahmen weiterleiten&#8221;. Es soll demnach suggeriert werden, dass der Spam des Expo-Guide in irgendeinem Zusammenhang mit der Teilnahme des angeschriebenen Unternehmen an einer Messe stehen würde. In unserem Falle war dies die <a href="http://www.jhmc.de/JHMC_Fotos.html" target="_blank">Start-Messe in Essen</a>, an der wir vor einigen Jahren einmal als Aussteller teilgenommen haben.</p>
<p>Beiliegend findet sich dann noch ein Formular, auf dem die Unternehmensdaten mit der Bitte um Bestätigung oder Korrektur vermerkt sind. Viel kleiner als der Rest ist dann der Absatz, in dem ein Auftrag erteilt wird. Dieser Auftrag beinhaltet eine sinnlose Anzeige in einem nutzlosen Verzeichnis mit einer Laufzeit von drei Jahren. Dafür werden schlappe 1.180 Euro (&#8221;oder sein Equivalent in mexikanischen Pesos&#8221;) fällig - pro Jahr versteht sich. Wie üblich verlängert sich dieser hochseriöse Auftrag automatisch um jeweils ein weiteres Jahr.</p>
<p>Unsere Meinung: Klar, Im Gegensatz zu manch anderem Adressverlags-Spam kommt dieser noch vergleichsweise harmlos daher, da der Hinweis aif die kostenpflichtige Anzeige mehrfach erscheint. Dennoch spekuliert natürlich auch der Expo-Guide darauf, dass unter Zeitdruck stehende Entscheider ohne genaueres Hinsehen die auf dem Adress-Formular befindlichen Daten &#8220;korrigieren&#8221; und damit unbeabsichtigt einen Auftrag erteilen. Nicht umsonst ist der Brief deshalb so gehalten, als handele es sich um die mit Messen üblicherweise einhergehende Aufnahme in das Ausstellerverzeichnis derjenigen Messe, an der das Unternehmen auch teilzunehmen gedenkt. Statt dessen erteilt man also einen völlig sinnlosen Auftrag für einen noch sinnloseren Eintrag in ein völlig nutzloses Verzeichnis. Auch gut.</p>
<p>Andererseits scheint sich dieses bedingt seriöse Geschäft aber dennoch zu rentieren. Denn der ach so wichtige Expo-Guide versendet nicht nur seinen Spam mit der Post. Nein, anbei befindet sich auch noch ein Retourkuvert, das unfrei an die Firma Expo-Guide zurückgeschickt werden soll. Es ist tatsächlich kein Porto notwendig! Es scheint also hinrichend viele Zeitgenossen zu geben, die trotz oder eben gerade wegen der leicht zu übersehenden Hinweise auf einen Auftrag eben diesen erteilen.</p>
<p>Nun ja, vielleicht erteilen Sie den Auftrag ja auch in dem Glauben, dass es sich um das offizielle Ausstellerverzeichnis der jeweiligen Messe handelt. Aber angeschmiert: Dem ist natürlich nicht so. Es handelt sich nach wie vor um ein völlig unwichtiges und nutzloses Verzeichnis im Internet.</p>
<p>Na gut, ganz nutzlos ist der Expo-Guide natürlich nicht. Denn er nutzt der Expo Guide S de RL de CV (so die offizielle Firmenbezeichnung laut Briefpapier), Mariano Escobedo # 752 - 9, Col. Nueva Anzures, México D.F. 11590, Mexico dabei, sich nicht ganz konform mit den Vorschriften des deutschen Wettbewerbsrechts ein wenig zu bereichern. Aber deshalb sitzt man ja auch im fernen Mexiko, da dies die Wahrung der Rechte über den Tisch gezogener Betroffener ein klein wenig erschwert. Interessanterweise geht jedoch der Brief mit dem unfreiwilligen Auftrag an ein Postfach in Deutschland: Auf dem Antwortkuvert ist nämlich die Adresse Expo-Guide, Postfach 2235, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niederaula" target="_blank">36243 Niederaula</a>, Germany vermerkt.</p>
<p>Zur weiteren seriösen Anmutung trägt natürlich auch bei, dass bezüglich des nutzlosen Auftrags an das hochseriöse Unternehmen Expo-Guide ausschließlich mexikanisches Recht angewendet werden soll. So steht es jedenfalls in dem Kleingedruckten hinter dem Wörtchen <em>Auftrag</em> auf dem tollen Formular, auf dem man seine Unternehmensdaten bestätigen bzw. korrigieren kann.  Und da wir ja in Deutschland Vertragsfreiheit haben, gilt auch schnell noch folgender Passus: &#8220;Ausschließlicher vereinbarter Gerichtsstand und Erfüllungsort ist México D.F. Mexico.</p>
<p>Also: Auch diesen Brief sollten Sie getrost wegwerfen. Erschreckend, dass offensichtlich so viele auf diesen Sermon hereinfallen, dass sich dieser Briefspam betriebswirtschaftlich rechnet.<a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank"></a></p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorsicht Falle - Das Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/</link>
		<comments>http://magazin.jhmc.de/2009/11/20/vorsicht-falle-das-verzeichnis-fur-eingetragene-warenzeichen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Spam &amp; Konsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern erhielten wir wieder einmal ein interessantes Beispiel für per Briefpost versandten Spam. Denn eines unserer Mandantenunternehmen präsentierte uns ein Schreiben der Matic-Verlagsgesellschaft mbH. Dieses war überschrieben mit &#8220;Eintragungsofferte MarkenVerzeichnis&#8221;. Na, das hört sich ja mal wieder richtig wichtig an, oder?
Der Hintergrund: Unser Mandant bereitet derzeit die Internationalisierung seines Geschäfts vor. In diesem Zusammenhang wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern erhielten wir wieder einmal ein interessantes Beispiel für per Briefpost versandten Spam. Denn eines unserer Mandantenunternehmen präsentierte uns ein Schreiben der Matic-Verlagsgesellschaft mbH. Dieses war überschrieben mit &#8220;Eintragungsofferte MarkenVerzeichnis&#8221;. Na, das hört sich ja mal wieder richtig wichtig an, oder?</p>
<p>Der Hintergrund: Unser Mandant bereitet derzeit die Internationalisierung seines Geschäfts vor. In diesem Zusammenhang wird das Unternehmen <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">durch uns</a> hinsichtlich strategischer Aspekte sowie in Bezug auf das operative Marketing <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">beraten</a>. In diesem Zusammenhang ist vor einigen Monaten eine Anmeldung des Namens des Unternehmens als Marke zunächst in Deutschland und auf unsere Empfehlung hin nun auch in Europa erfolgt.</p>
<p>Nun, und ganz offensichtlich können unsere fleißigen Spammer lesen. Denn sie haben doch tatsächlich alle relevanten Daten aus der <a href="http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht" target="_blank">Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamtes</a> gefischt:</p>
<p><em>&#8220;<strong>Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen / Marken</strong></em></p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren, </em></p>
<p><em>im Zuge der Bearbeitung unseres Verzeichnisses für eingetragene Warenzeichen und Marken, bieten wir Ihnen die Eintragung der Daten/Textvorgaben aus Ihrer <strong>Markeneintragung Nr.:</strong> XYZ <strong>Klasse</strong> ABC in unser Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen und Marken an. Die Annahme unserer Offerte erfolgt durch Zahlung des u.a. Betrages auf unser Konto oder durch Übersendung eines Verrechnungsschecks.&#8221;</em></p>
<p>Daneben befand sich ein aufgeklebter Zettel mit einer Schwerzweiß-Kopie des Markenzeichens unserer Mandanten, wie man es als Ausdruck kostenfrei in der <a href="http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht" target="_blank">Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamtes</a> findet. Weiter hieß es:</p>
<p><em>&#8220;Eintragungsumfang<br />
Die Verzeichnis-Eintragung ergibt sich aus der Veröffentlichung der <strong>eingetragenen Marke</strong> Nr. XYZ vom 00.00.0000 für die <strong>Marke</strong> DEF in der <strong>Klasse</strong> ABC. Sie wird wie nebenstehend berücksichtigt. </em></p>
<p><em><strong>Diese Angaben können Sie mit einer Firmen- oder Produktdarstellung (bis 550 Zeichen) hervorheben</strong>. Falls sich Änderungen in den Eintragungsdaten/Textvorgaben ergeben, teilen Sie und dies bitte mit, denn das eingetragene Unternehmen ist für die Richtigkeit der Eintragung verantwortlich. </em></p>
<p><em>Leistungsumfang<br />
Das Verzeichnis für eingetragene Waren und Marken dient dem ständig stärker werdenden Informationsbedarf als Entscheidungshilfe bei der Marktbeobachtung im Hinblick auf Mitbewerber oder Geschäftspartner. Es enthält nur bestellte Eintragungen von Warenzeichen und Marken die durch das Deutsche Patentamt veröffentlicht wurden und wird in Form einer Datenbank geführt. Jedes eingetragene Unternehmen hat die Möglichkeit Daten aus diesem Verzeichnis für Warenzeichen und Marken abzurufen um sie als Informationsquelle zu verwerten. Der Datenabruf aus unserem Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen und Marken ist für Unternehmer und Verbraucher kostenlos.&#8221; </em></p>
<p>Wow, was für ein Bockmist. Zunächst einmal werden Sie, liebe Leser, sich vermutlich fragen, ob wir in obigem Text das ein oder andere Komma vergessen haben. Nein, haben wir nicht. Wir haben den Text originalgetreu abgetippt.</p>
<p>Weiter können wir Sie beruhigen: Unsere Mandanten sind natürlich nicht darauf hereingefallen. Aber sie haben uns diesen Spam übergeben. Selbstverständlich konnten wir nach nur einem Blick auf diesen Schund bestätigen: Die einzige Ablage, in die dieses Schreiben gehört, ist die mit dem &#8220;P&#8221;.</p>
<p>Auch eine kurze Überprüfung durch Recherche in den <a href="http://www.easywebcity.de/tools_suchen_im_www.html" target="_blank">einschlägigen Suchmaschinen</a> bestätigte:  Die Matic-Verlagsgesellschaft mbH ist einschlägig für solch super-seriöse Offerten bekannt, ebenso wie die folgenden Unternehmen: PV Patentverlag Ltd., SRV Schutzrechtverlag Ltd., VFV Verlag für Veröffentlichungen, DHV Deutscher Handelsregisterverlag, AGR Allgemeine Gewerbekartei e.K., WIG Wirtschaftszentrale für Industrie und Gewerbe AG, WIHH Wirtschaftsinstitut für Industrie, Handel, Handwerk AG und VVB Verlag für Veröffentlichungen und Bekanntmachungen GmbH.</p>
<p>Das Vorgehen erinnert an den <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/">Spam der Deutschen Internet Kartei</a>, nur dass es hier eben nicht um Domains, sondern um Marken geht. Ansonsten ist es stets die gleiche Masche: Ein auf offiziell getrimmtes Schreiben bietet Inhabern von Marken, Domains und anderen Schutzrechten völlig sinnlose Dienstleistungen für teures Geld an.</p>
<p>Die einzig relevanten, weil offiziellen Datenbanken haben wir Ihnen im Übrigen unter der Rubrik <strong>Marken, Patente &amp; Domains</strong> in unserer <a href="http://business.easywebcity.de/business_websuche.html" target="_blank">Übersicht zur Business Websuche</a> zusammengestellt.</p>
<p>Weiter ergibt sich eine wesentliche Schwäche des sagenhaften Verzeichnisses des Matic-Verlags bereits aus dessen Schreiben selber: Denn nach eigener Aussage enthält dieses sinnlose Verzeichnis nur diejenigen Marken, deren Inhaber auf diesen Nepp reingefallen sind und diesen Bockmist tatsächlich bezahlt haben. Dies führt jedoch automatisch dazu, dass dieses Verzeichnis niemals vollständig sein kann. Ergo ist eine Markenrecherche in diesem Verzeichnis gar nicht möglich. Denn aufgrund der fehlenden Vollständigkeit ist das Ergebnis der Datenbankrecherche ähnlich genau wie die Gewissheit, dass innerhalb der nächsten 10 Milliarden Jahre vermutlich die Welt untergeht.</p>
<p>Wobei auch hier zu vermuten ist, dass unsere Ausführungen ebenfalls gar nicht richtig sind, und dies aus einem einfachen Grund: Es ist nämlich fraglich, ob dieser Spitzenverlag überhaupt eine Datenbank führt. Zwar unterbreitet man großzügig das Angebot, dass Recherchen in der Datenbank kostenlos seien. Andererseits teilt uns die Matic-Verlagsgesellschaft mbH nicht mit, wo denn das ominöse Verzeichnis für eingetragene Warenzeichen und Marken zu finden sein soll. Vermutlich existiert es nicht und im Falle einer Anfrage schauen die freundlichen Mitarbeiter dieses hoch seriösen Unternehmens schlicht und ergreifend in der <a href="http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht" target="_blank">kostenlosen Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamtes</a> nach. Denn dort sind ja alle in Deutschland registrierten Schutzrechte ohnehin eingetragen.</p>
<p>Gar nicht kostenlos ist jedoch das Angebot für die Eintragung im sinnlosen und vermutlich nicht einmal existierenden Verzeichnis von Matic: Denn dies soll laut dem Schreiben an unsere Mandanten 245,00 € kosten. Zuzüglich der 19% Mehrwertsteuer (46,55 €) macht dies dann stolze 291,55 € für ein vollständig nutzloses Angebot. Gut, nutzlos ist das natürlich nur für den Auftraggeber. Der Matic Verlagsgesellschaft mbH nutzt dies sicherlich. Vor allem finanziell.</p>
<p>Ähnlich wie bei der ebenfalls nutzlosen <a href="http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/">Deutschen Internet Kartei</a> verlängert sich die großzügige Offerte regelmäßig um weitere 12 Monate, falls nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten vor Ablauf des Eintragungszeitraums schriftlich gekündigt wird. Nach zwei Jahren ist dieser Blödsinn damit bereits teurer als eine Markenanmeldung in Deutschland.</p>
<p>Unser Fazit: Wir sind jedesmal begeistert von den vielen interessanten Einfällen, mit denen sich manche Menschen an der Unwissenheit anderer bereichern. Die Tatsache, dass dieser offensichtlichen Bauernfängerei seitens des Gesetzgebers nicht offensiver entgegengetreten wird, verwundert dagegen.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
<p><a href="http://magazin.jhmc.de/jhmc-magazin-info/">zurück zur Artikel-Übersicht</a></p>
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		<item>
		<title>Achtung Spam - Die Deutsche Internet Kartei</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 13:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Spam &amp; Konsorten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://magazin.jhmc.de/2009/09/27/achtung-spam-die-deutsche-internet-kartei/</guid>
		<description><![CDATA[Kürzlich war es wieder soweit: Wir bekamen einen Brief von der Deutschen Internet Kartei. &#8220;Moment&#8221;, werden Sie jetzt vielleicht sagen. &#8220;Hatten wir das nicht schon einmal hier im jhmc Magazin?&#8221;
Ja, ganz richtig: Das Deutsche Internet Register ist jetzt die Deutsche Internet Kartei. Ansonsten hat sich nichts geändert. Denn es ist immer noch ein belangloser Dienst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich war es wieder soweit: Wir bekamen einen Brief von der Deutschen Internet Kartei. &#8220;Moment&#8221;, werden Sie jetzt vielleicht sagen. &#8220;Hatten wir das nicht schon einmal hier im <a href="http://magazin.jhmc.de/">jhmc Magazin</a>?&#8221;</p>
<p>Ja, ganz richtig: Das <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/03/06/deutsches-internet-register-der-spam-kommt-schon-per-post/">Deutsche Internet Register</a> ist jetzt die Deutsche Internet Kartei. Ansonsten hat sich nichts geändert. Denn es ist immer noch ein belangloser Dienst, der sich mit einem auf offiziell gemachten Schreiben wichtig macht und weniger mit dem Internet bewanderten Unternehmern suggerieren möchte, dass es von irgendeinem Nutzen wäre, dort irgendwie registriert zu sein.</p>
<p>Also, liebe Leser: Sollten Sie diesen Brief ebenfalls erhalten und noch irgendwelche Zweifel haben: Werfen Sie den Brief der Deutschen Internet Kartei einfach weg. Es sei denn, Sie möchten einen nutzlosen Eintrag in dieser sagenhaften Kartei für 958 Euro zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer erhalten.</p>
<p>Aber doch bitte der Reihe nach. Wir haben also einen Brief erhalten. Der Adresskopf beinhaltet folgende Angaben:</p>
<p><em>Deutsche Internet Kartei<br />
herausgegeben von DAD Deutscher Adressdienst GmbH<br />
für gewerbliche Teilnehmer und öffentliche Einrichtungen</em></p>
<p>Wow! Das klingt ja schonmal hochoffiziell, oder? Da sind wir aber echt beeindruckt! Dann geht es weiter: Adressiert ist das Ganze an:</p>
<p><em>Jörg Haupt<br />
Fütingsweg 60<br />
47805 Krefeld</em></p>
<p>Beeindruckend. Das ist die Postadresse der <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">Jörg Haupt Management Consulting</a>. &#8220;Hochoffiziell&#8221; geht es weiter:</p>
<p><em>Bitte lesen Sie diese Dokumente sorgfältig!</em></p>
<p><em>Ihre Referenz:<br />
Unsere Referenz: 1/Z237367W<br />
Sachbearbeiter: </em>(Nun ja, wir nennen ja keine Namen - Es ist aber so ähnlich wie &#8220;Kleinfrau&#8221; <img src='http://magazin.jhmc.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p><em><strong>Eintragung Ihrer Basisdaten 2009<br />
in die von uns herausgegebene nicht amtliche Deutsche Internet Kartei</strong></em></p>
<p>Aha! Hier haben wir also bereits die ersten Hinweise erhalten:  Wir sollen nämlich die Dokumente sorgfältig lesen. Damit versucht dieser sagenhafte Anbieter, sich im Falle möglicher nachfolgender Rechtsstreitigkeiten mit geprellten &#8220;Auftraggebern&#8221; zu exkulpieren. Wichtig ist auch der Hinweis, dass es sich um den Eintrag in eine nicht amtliche Kartei handelt. Vielmehr handelt es sich nämlich um ein völlig unbedeutendes <a href="http://magazin.jhmc.de/?page_id=38">Webverzeichnis</a>, das noch nicht einmal einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pagerank" target="_blank">Google Pagerank</a> besitzt. Genau so gut wie in der Deutschen Internet Kartei könnten Sie sich demnach an der Toilettenwand Ihres Lieblingsrestaurants registrieren. Vermutlich wäre die Resonanz bei letzterer Option sogar größer.</p>
<p>Aber schauen wir doch, was unsere fleißigen Spammer noch so alles schreiben. Beachten Sie dabei insbesondere die folgende, äußerst professionelle und sehr individuelle Anrede.</p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren,</em></p>
<p><em>Ihre aktuellen Firmendaten möchten wir Sie bitten, auf Richtigkeit und Vollständigkeit hin zu überprüfen und diese unter folgender Internetadresse ggf. zu aktualisieren: <a href="http://magazin.jhmc.de/category/spam-konsorten/">www.hierstandeinmaleinvölligsinnlosesangebot.de</a>. Die Internet Kartei kann nur so die aktuellste Information enthalten!  </em></p>
<p>Mit Verlaub: Was hier so offiziell klingt, ist natürlich völliger Blödsinn. Einzig relevant im Zusammenhang mit Ihrer Domain ist natürlich nur die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Denic" target="_blank">Denic</a>. Und viele wichtige Links zum Thema Domains haben wir Ihnen in unserem <a href="http://business.easywebcity.de/domaincheck.html" target="_blank">Internet Navigator EasyWebCity</a> zusammengetragen. Doch zurück zu unserem hochseriösen und per Briefpost spammenden Anbieter teurer und nutzloser Webverzeichnisse.</p>
<p><em>Die Eintragung und Aktualisierung Ihrer Basisdaten (Name, PLZ/Ort, Branche) ist kostenlos. Die Registrierung können Sie über unsere Webseite</em> <em><a href="http://magazin.jhmc.de/category/spam-konsorten/">www.hierstandeinmaleinvölligsinnlosesangebot.de</a> unter dem Menüpunkt &#8220;Registrierung&#8221; selbst vornehmen.<br />
</em></p>
<p>So, haben Sie etwas bemerkt? Im Anschreiben dieses hochseriösen Anbieters steht, die Eintragung und Aktualisierung der Unternehmens-Basisdaten wäre kostenlos. Mit dem Begleitbogen erteilt man dann jedoch einen Auftrag, der Ihr Unternehmen schlappe 958 sinnlos ausgegebene Euros kosten soll. Zuzüglich der Mehrwertsteuer versteht sich. Doch das Beste ist: Sie werden diese Kletten danach nicht mehr los. Denn Sie schließen diesen Vertrag sogar für zwei Jahre. Und danach verlängert er sich um jeweils ein weiteres Jahr, falls Sie nicht fristgerecht drei Monate vor Ablauf schriftlich kündigen. Außerdem behält sich dieser wichtige Verlag das Recht vor, eine Anpassung gemäß Ziffer 4 der allgemeinen Geschäfts- und Zahlungsbedingungen vorzunehmen. Mit anderen Worten: Dieser Spitzen-Service wird auch noch jedes Jahr teurer. Na, das klingt doch nach einem echten Griff ins Klo, oder?</p>
<p>Immerhin: Dann macht man doch noch darauf aufmerksam, dass für zusätzliche Leistungen Geld verlangt werden könnte.</p>
<p><em>Ihre für die Eintragung vorgesehenen Basisdaten finden Sie auf dem beiliegenden Formular, mit welchem wir Ihnen im unteren Teil zusätzlich einen kostenpflichtigen Auftrag für die hervorgehobene Veröffentlichung Ihrer Eintragung anbieten. </em></p>
<p>Nun ja, diese hervorgehobene Veröffentlichung bezieht sich auf drei mögliche zusätzliche Suchbegriffe in diesem sagenhaften und sinnlosen <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/04/22/webverzeichnisse/">Webverzeichnis</a>. Und diese dürfen dann auch nur 25 Zeichen pro Begriff besitzen.</p>
<p>Unsere Empfehlung lautet dagegen, sich das ganze Geld einfach zu sparen. Denn irgendwie finden wir, dass die eine offizielle Registrierungsstelle suggerierende Ansprache dieses tollen Schreibens ein klein wenig unseriös daherkommt. In unseren Augen besteht der ausschließliche Zweck darin, mit dem Internet unerfahrenen Unternehmern mit einem nutzlosen Angebot viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch schauen wir doch schnell noch, wie der Brief endet:</p>
<p><em>Webseiten mit ausschließlich privaten Inhalten werden in der Deutschen Internet Kartei nicht verzeichnet! Bitte informieren Sie uns durch Rücksendung dieses entsprechend mit einem Kreuz markierten Anschreibens, wenn Sie überhaupt oder auch nur als Betreiber einer privaten Webseite nicht in der Deutschen Internet Kartei verzeichnet sein wollen. Ein Rückumschlag liegt bei. </em></p>
<p><em>Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Eintragung in der Deutschen Internet Kartei! </em></p>
<p><em>Mit freundlichen Grüßen</em><br />
(Nun ja, wir nennen ja keine Namen - Es ist aber so ähnlich wie &#8220;Kleinfrau&#8221; <img src='http://magazin.jhmc.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Unser Fazit: Werfen Sie den Brief einfach weg. Wir haben es ausprobiert: Man hat uns freundlicherweise bereits in die sagenhafte Deutsche Internet Kartei aufgenommen. Ihr Unternehmen hat damit gute Chancen, dort ebenfalls verzeichnet zu sein. Wenn nicht, ist es auch egal. Denn was hier so hochoffiziell klingt, ist leider der <a href="http://magazin.jhmc.de/category/spam-konsorten/">Kategorie Spam</a> zuzuordnen. Da gibt es wirklich Wichtigeres als die Deutsche Internet Kartei. Und manches davon ist <a href="http://magazin.jhmc.de/category/marketing/">sogar kostenlos</a>. Und selbstverständlich beantworten wir Ihnen gerne weitere Fragen zum Thema <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a>.</p>
<p>Nachtrag:</p>
<p>In unserem Blog haben wir unter zu diesem Artikel noch einen <a href="http://blog.jhmc.de/2009/11/11/offensichtlich-diverse-geschadigte-durch-die-deutsche-internet-kartei/" target="_blank">kurzen zusätzlichen Beitrag</a> verfasst. Daraufhin hat nun ein Rechtsanwalt einen sehr interessanten Kommentar verfasst, in dem er von seinen Erfahrungen mit der Deutschen Internet Kartei berichtet.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Nachfolge will geregelt sein</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2009/08/23/die-nachfolge-will-geregelt-sein/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 14:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

		<category><![CDATA[Organisation]]></category>

		<category><![CDATA[Existenzgründung]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sind unfassbare 40.000 Unternehmen mit 140.000 Arbeitsplätzen gefährdet, weil die Nachfolgefrage nicht geregelt ist. Dies verwundert, denn hier wird das Lebenswerk vieler Unternehmer ebenso leichtfertig aufs Spiel gesetzt wie die Existenz der Mitarbeiter.
Das Thema der Unternehmensnachfolge wird auch nach unserer Erfahrung von vielen Unternehmern leider nur halbherzig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sind unfassbare 40.000 Unternehmen mit 140.000 Arbeitsplätzen gefährdet, weil die Nachfolgefrage nicht geregelt ist. Dies verwundert, denn hier wird das Lebenswerk vieler Unternehmer ebenso leichtfertig aufs Spiel gesetzt wie die Existenz der Mitarbeiter.</p>
<p>Das Thema der <a href="http://www.jhmc.de/3.html" target="_blank">Unternehmensnachfolge</a> wird auch nach unserer Erfahrung von vielen Unternehmern leider nur halbherzig oder viel zu spät wahrgenommen bzw. in die Hand genommen. Das ist schade, denn dadurch lassen sich viele Chancen oftmals nicht nutzen.</p>
<p>Zunächst einmal sollte schon zu Lebzeiten daran gedacht werden, dass einem Unternehmer durchaus auch einmal etwas passieren kann. Zwar beschäftigt sich verständlicherweise niemand gerne mit seinem eigenen Ableben, doch sollte im Rahmen eines Testaments festgelegt sein, wie es mit dem Unternehmen im Fall der Fälle weitergeht.</p>
<p>Doch wir wollen natürlich nicht das schlimmste aller Szenarien annehmen. In den meisten Fällen wird das Thema Unternehmensnachfolge aus Altersgründen relevant. Hier ist zunächst grundsätzlich die Frage zu stellen, ob es Nachfolger in der eigenen Familie gibt oder das Unternehmen verkauft werden soll.</p>
<p>Findet sich ein Nachfolger in der eigenen Familie, so ist der Punkt zu bestimmen, an dem der neue Inhaber bzw. Geschäftsführer auch tatsächlich der Chef ist. In vielen Unternehmen ist dies nicht wirklich geklärt. Vielfach traut die ältere Generation der jüngeren nicht zu, das Unternehmen auch wirklich zu führen und der Junior ist nicht der Chef im eigenen Unternehmen.</p>
<p>Hier muss jedenfalls darauf hingearbeitet werden, dass die ältere Generation auch tatsächlich loslassen kann. Denn nur dann hat das Unternehmen eine echte Chance auf nachhaltigen Erfolg in der Zukunft. Nur wenn der Nachfolger auch bei Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern als der Entscheidungsträger identifiziert wird, kann er das Unternehmen auch tatsächlich leiten.</p>
<p>Wichtig dabei ist: Die Übergabe des Unternehmens muss organisatorisch begleitet werden. Auch müssen beide Generationen erkennen: Die Nachfolger werden es immer anders machen als die Vorgänger. Aber deshalb machen sie es noch lange nicht falsch. Und auch die Vorgänger haben sicherlich das meiste richtig gemacht, denn sonst gäbe es kein Unternehmen, das es zu übernehmen gibt.</p>
<p>Im Rahmen eines <a href="http://www.jhmc.de/12.html" target="_blank">Organisationsprojektes</a> können die Abläufe des Unternehmens meist unproblematisch an die Übergabesituation angepasst werden. So ist gewährleistet, dass es nicht zu Konflikten zwischen alter und neuer Generation kommt. Weiter wird so gewährleistet, dass während des Übergabezeitraums sowohl die alten als auch die neuen Entscheidungsträger in allen Abläufen auf dem jeweils aktuellen Stand der Dinge bleiben. Schließlich sollen Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten ja nicht das Gefühl bekommen, dass im betreffenden Unternehmen die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.</p>
<p>Der andere Fall der Unternehmensnachfolge ist der, in dem das <a href="http://www.jhmc.de/4.html" target="_blank">Unternehmen verkauft</a> werden soll. Auch dieses Szenario ist rechtzeitig zu planen, denn erfahrungsgemäß <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/07/26/ein-unternehmen-ist-keine-kiste-bier/">dauert es einige Zeit</a>, bis ein Nachfolger gefunden ist. Dabei können die Nachfolger entweder extern, als auch in den Reihen der eigenen Mitarbeiter zu finden sein.</p>
<p>Wichtig ist auch zu bedenken, dass ein Nachfolger den Kauf des Unternehmens finanzieren muss. Hier spielen auch Fragen wie die Akquise von Eigenkapital durch Business Angels oder Private Equity Häuser eine Rolle. Auch wird der potentielle Erwerber in jedem Falle eine Due Diligence durchführen und einen <a href="http://www.jhmc.de/31.html" target="_blank">Businessplan</a> schreiben. Überdies stellt sich ebenso wie im Falle des Nachfolgers aus der eigenen Familie auch bei einem Käufer die Frage nach der <a href="http://www.jhmc.de/12.html" target="_blank">organsatorischen Abwicklung</a> des Übergabeprozesses.</p>
<p>Was ebenfalls zu selten bedacht wird: Nur ein Unternehmen, das wirklich gut dasteht, kann auch einen optimalen Preis im Falle des Verkaufs erzielen. Hier empfiehlt es sich, das Unternehmen vor Beginn des Verkaufsprozesses einmal einer <a href="http://www.jhmc.de/10.html" target="_blank">kritischen Überprüfung</a> zu unterziehen. Vielfach lassen sich so Fehlerquellen beheben, das <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a> optimieren oder verborgene Umsatzquellen erschließen.</p>
<p>Denn ein gutes Unternehmen verkauft sich leichter und wird auch immer einen höheren Verkaufspreis erzielen. So erhält der veräußernde Unternehmer auch eine angemessene Honorierung für sein Lebenswerk.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a> +++ <a href="http://twitter.com/jhaupt2007" target="_blank">jhmc @ twitter</a></p>
<p>Dieser Artikel wurde auch im <a href="http://rechtnews.de/2010/04/22/die-nachfolge-will-geregelt-sein/" target="_blank">Magazin RechtNews veröffentlicht</a>.</p>
<p><a href="http://magazin.jhmc.de/jhmc-magazin-info/">zurück zur Artikel-Übersicht</a></p>
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		<title>Barack Obama - Präsident 2.0</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 16:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>

		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang 2009 ist Barack Hussein Obama der 44. Präsident der USA. Den etwas provozierenden Titel dieses Artikels - Präsident 2.0 - haben wir gewählt, weil man an diesem Beispiel sehr gut nachvollziehen kann, wie man das Web 2.0 für sein eigenes Marketing nutzbar macht.
Nun werden Sie vielleicht sagen: Gut, aber was hat das mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang 2009 ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barack_Obama" target="_blank">Barack Hussein Obama</a> der 44. Präsident der USA. Den etwas provozierenden Titel dieses Artikels - Präsident 2.0 - haben wir gewählt, weil man an diesem Beispiel sehr gut nachvollziehen kann, wie man das Web 2.0 für sein eigenes <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a> nutzbar macht.</p>
<p>Nun werden Sie vielleicht sagen: Gut, aber was hat das mit meinem Unternehmen zu tun? Doch das werden wir Ihnen anhand der folgenden Beispiele erläutern. Das Schöne daran ist: Viele dieser Maßnahmen sind sogar völlig kostenlos. Und so ganz verkehrt kann kostenlose Werbung ja nicht sein, oder?</p>
<p>Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen war ein Artikel in der Tageszeitung mit dem Titel &#8220;Aus dem Fotoalbum des Präsidenten&#8221;. Dort wird berichtet, dass der Fotograf Pete Souza exklusiv für das Weiße Haus fotografiert und die Fotos zur freien Verwendung auf der <a href="http://www.flickr.com/photos/whitehouse" target="_blank">Flickr-Seite des Weißen Hauses</a> präsentiert werden.</p>
<p><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/05/barack-obama-001.jpg" alt="Obama 001" /></p>
<p>Nun werden Sie sich vielleicht fragen, was die Veröffentlichung von Fotos aus dem Leben des amerikanischen Präsidenten mit dem Marketing Ihres Unternehmens zu tun haben könnte. Ganz einfach: Zunächst einmal ist die Einrichtung einer <a href="http://www.flickr.com/people/jhmc2007/" target="_blank">Profilseite bei Flickr</a> kostenlos. Die Profilseite enthält eine kurze Beschreibung zum Profilinhaber und kann zudem mit einem Link auf die Webseite Ihres Unternehmens versehen werden.</p>
<p>Doch Flickr kann noch mehr, und das bereits in der kostenlosen Grundversion: Sie können nun Fotos einstellen und diese mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaftliches_Indexieren" target="_blank">Stichworten, sogenannten Tags</a>, versehen und in Ordnern gliedern. Analog zu anderen Web 2.0 Portalen könen die eingestellten Bilder über diese Tags gefunden werden. Auch wird ein <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/03/06/rss-feeds/">RSS-Feed von ihrem Fotostream</a> erzeugt.</p>
<p><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/05/barack-obama-002.jpg" alt="Barack Obama 002" /></p>
<p>Barack Obama z.B. nutzt Flickr gezielt, um Bilder aus seiner Regierungstätigkeit, aber auch seinem privaten Alltag zu veröffentlichen. So kann er seine Politik und seine Person zu einem äußerst niedrigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tausend-Kontakt-Preis" target="_blank">Tausender-Kontakt-Preis</a> bewerben. Denn natürlich sind viele der Bilder durchaus geeignet, ein bestimmtes Image des amerikanischen Präsidenten in der Öffentlichkeit zu verbreiten bzw. zu festigen.</p>
<p>Über die Tags und Bildbeschreibungen werden zudem Inhalte seiner Politik erklärt und den Suchmaschinen, aber auch den Usern, zugänglich gemacht. So erreicht Barack Obama auch Internet-User, die möglicherweise über Tageszeitungen, die offiziellen Regierungsstellen oder andere Medien nicht erreicht werden können. Gleichzeitig präsentiert er sich als moderner Präsident, der das Web 2.0 nutzt.</p>
<p><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/05/barack-obama-003.jpg" alt="Barack Obama 003" /></p>
<p>Außerdem steuert er, welche Bilder in die Medien gelangen, da sich natürlich Journalisten und Blogger dankbar an den kostenlos und explizit für die Weiterverbreitung vorgesehenen Bildern bedienen.</p>
<p>Ebenso können Sie natürlich mit Ihrem eigenen Unternehmen verfahren. Erstellen Sie eine Profilseite, verlinken Sie diese mit Ihrer Internet-Präsenz und veröffentlichen Sie, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Vor allem bei Lifestyle-orientierten Produkten ist dies eine interessante Methode, das eigene <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a> für sehr kleines Geld zu beflügeln.</p>
<p>Gut, wenn wir sagen &#8220;veröffentlichen Sie, was Ihnen gerade in den Sinn kommt&#8221; machen wir es uns an dieser Stelle natürlich sehr einfach. Denn selbstverständlich sollten Ihre Veröffentlichungen zur Strategie und Positionierung Ihres Unternehmens passen.</p>
<p><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/05/barack-obama-004.jpg" alt="Barack Obama 004" /></p>
<p>Das Schöne am Web 2.0 ist aber, dass es nicht nur Flickr gibt. Und die oben genannten Vorteile gelten natürlich auch für andere Portale des Web 2.0.</p>
<p>Praktischerweise nutzt das Weiße Haus noch weitere Möglichkeiten der kostenlosen bis äußerst kostengünstigen Verbreitung von Informationen über Portale des Web 2.0. Und damit man diese auch auf jeden Fall findet, werden sie unter der Rubrik &#8220;Stay Connected&#8221; direkt auf der <a href="http://www.whitehouse.gov/" target="_blank">Webseite des Weißen Hauses</a> verlinkt.</p>
<p>So demonstriert das Weiße Haus z.B. auf seinem YouTube-Profil, wie man <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/03/06/eigene-videos-kostenlos-vermarkten/">eigene Videos kostenlos vermarktet</a>. Und das mit Erfolg: Den dazugehörigen <a href="http://www.youtube.com/whitehouse" target="_blank">YouTube-Channel</a> gibt es seit Ende Januar 2009. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels verzeichnete er bereits über 1 Million Kanalaufrufe und über 47.000 Abonnenten. In den Videobeiträgen finden sich Pressekonferenzen sowie Berichte über Events oder die Regierungsarbeit.</p>
<p>Bekanntlich können Videos von YouTube auch in andere Webseiten eingebaut werden. Auf diese Art spart man demnach nicht nur beim Video-Hosting, sondern hat zudem gute Chancen auf die Weiterverbreitung der Videos in weiteren Portalen.</p>
<p>Wie man daraus z.B. ein Geschäftsmodell entwickelt, zeigt uns die hübsche Philologin <a href="http://blog.jhmc.de/2008/12/04/hotforwords-na-klar-hier-gehts-um-philologie/" target="_blank">Marina mit HotForWords</a>. Aber natürlich können Sie YouTube mittels eines eigenen Channels auch für Ihre Unternehmenskommunikation nutzen. Ein gutes Beispiel dafür ist der <a href="http://www.youtube.com/MercedesBenzTV" target="_blank">YouTube-Channel von Mercedes Benz TV</a>.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit dem <a href="http://www.myspace.com/whitehouse" target="_blank">MySpace-Profil des Weißen Hauses</a>. Dort finden User ein Blog sowie Fotos, es gibt eine Verlinkung zum MySpace-Profil von Barack Obama und die MySpace-User können sich als &#8220;Freunde&#8221; eintragen. Selbstverständlich ist auch die Webseite des Weißen Hauses selber wieder mit dem Profil verlinkt.</p>
<p>Und wenn Sie sich noch fragen, welchen Kommunikationserfolg man denn nun wirklich mit den ganzen hier vorgestellten Web 2.0 Portalen erzielen kann, dann fragen Sie sich doch einmal, warum Barack Obama es wohl geschafft hat, Präsident der USA zu werden. Die Antwort liegt auf der Hand: Er hat es geschafft, seine Zielgruppe auch in den neuen Medien zu erreichen. Dass viele dieser neuen Medien gleichzeitig kostenlos bis sehr günstig sind, ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt, der natürlich auch <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Ihrer Unternehmenskommunikation</a> zugute kommen könnte.</p>
<p><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/05/barack-obama-005.jpg" alt="Barack Obama 005" /></p>
<p>Häufig genutzt werden MySpace-Profile übrigens von <a href="http://www.myspace.com/blindguardian" target="_blank">Musikern</a>. Sie vernetzen sich mit ihren Fans und stellen Informationen bereit, z.B. über Tourneedaten. Letztlich sind Musiker ebenfalls Unternehmen, die hier über eine weitere Webseite verfügen. Diese hilft ihnen, ihre Produkte - also CD, DVD, Konzerte und Fanartikel - an den Mann oder die Frau zu bringen.</p>
<p>Und noch ein weiteres Web 2.0 Highlight der Internet-Kommunikation möchten wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen: Das <a href="http://twitter.com/whitehouse" target="_blank">Twitter-Profil des Weißen Hauses</a>. Hier werden aktuelle Nachrichten als Kurzmitteilungen eingestellt. Meist verlinken sie auf weitere Nachrichteninhalte.</p>
<p><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/05/barack-obama-006.jpg" alt="Barack Obama 006" /></p>
<p>Vielleicht fragen Sie sich nun, wie ausgerechnet eine aus wenigen Zeichen bestehende Kurznachricht zur Kundenbindung beitragen soll. Der Vorteil liegt hier jedoch eben gerade in der kurzen Information &#8220;auf einen Blick&#8221; und auch hier ist das Weiße Haus durchaus erfolgreich. Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Artikels hat das Twitter-Profil des Weißen Hauses über 147.000 &#8220;Followers&#8221;, also regelmäßige Leser.</p>
<p>Dass dies auch mit Unternehmensnachrichten funktioniert, beweist beispielsweise die <a href="http://jasontours.de/kreuzfahrten/" target="_blank">Kreuzfahrtreederei</a> Carnival mit ihrem <a href="http://twitter.com/carnivalcruise" target="_blank">Twitter-Profil</a>. Selbstverständlich ist auch dieses Twitter-Profil mit der Webseite des Unternehmens verlinkt. Über 6.000 Menschen rufen die dort verbreiteten Informationen regelmäßig ab.</p>
<p>Sie sehen also: Die Möglichkeiten kostenloser Kommunikation sind unter anderem im Rahmen des Web 2.0 vielfältig und auch für Ihr Unternehmen eine interessante Option. Denn was Barack Obama, Präsident 2.0 kann, das können Sie doch auch, oder?</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">Wollen Sie mehr wissen? Gerne entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein Konzept für Ihr Unternehmen</a>.</p>
<p>Die in diesem Artikel veröffentlichten Fotos wurden vom Weißen Haus zum Zwecke der Nutzung in Nachrichten und ähnlichen Medien veröffentlicht. Urheber ist der Fotograf Pete Souza. Die Fotos unterliegen somit faktisch einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons" target="_blank">Creative Commons Lizenz</a>.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a> +++ <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">jhmc</a></p>
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		<title>Warum alles selbst bezahlen?</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2009/02/27/warum-alles-selbst-bezahlen/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 19:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>

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		<description><![CDATA[Sicher, der Titel dieses Artikels klingt provozierend. Und sicherlich möchten wir Sie auch nicht zur Zechprellerei motivieren. Vielmehr möchten wir uns heute einem nicht ganz unwichtigen Thema zuwenden: Der Beratungsförderung.
Vielfach schrecken gerade kleine und mittelständische Unternehmen vor Beratung zurück: Oft wird diese als teuer empfunden. Dabei gibt es in der Regel Zuschüsse für Beratungsinhalte in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher, der Titel dieses Artikels klingt provozierend. Und sicherlich möchten wir Sie auch nicht zur Zechprellerei motivieren. Vielmehr möchten wir uns heute einem nicht ganz unwichtigen Thema zuwenden: Der Beratungsförderung.</p>
<p>Vielfach schrecken gerade kleine und mittelständische Unternehmen vor Beratung zurück: Oft wird diese als teuer empfunden. Dabei gibt es in der Regel Zuschüsse für Beratungsinhalte in unterschiedlichen Phasen Ihres Unternehmens: Bei der Gründung, in Wachstumsphasen, aber auch wenn Ihr Unternehmen sich in Schwierigkeiten befindet.</p>
<p>So werden die Kosten für eine Beratung schnell überschaubar. Die Motivation dahinter ist ganz einfach: Der Staat möchte Ihr Unternehmen als Steuerzahler und als Anbieter von Arbeitsplätzen erhalten.</p>
<p>Beispielhaft sei in Nordrhein-Westfalen die sogenannte Potentialberatung erwähnt. Häufig findet man auch die Schreibweise &#8220;Potenzialberatung&#8221; - die öffentliche Hand ist sich hinsichtlich der Schreibweise offensichtlich selbst nicht sicher. Böse Zungen könnten vermuten, dass der Teufel der letzten Rechtschreibreform also doch im Detail steckt.</p>
<p>Zweck der Förderung im Rahmen der Potentialberatung in NRW ist die Unterstützung von Unternehmen und Beschäftigten, die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu sichern und auszubauen. Dazu sollen Stärken und Schwächen erkannt sowie Maßnahmen eingeleitet werden, die Schwächen zu beheben und Erfolgspotentiale weiterzuentwickeln.</p>
<p>Im Rahmen der Potentialberatung werden also Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens analysiert sowie Risiken, Chancen und der Qualifizierungsbedarf ermittelt. Weiter werden Handlungsziele ermittelt und Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäftsprozesse sowie erste Umsetzungsschritte eingeleitet.</p>
<p>Beratungsthemen wie <a href="http://www.jhmc.de/10.html" target="_blank">strategisches Management</a>, <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a> oder <a href="http://www.jhmc.de/12.html" target="_blank">Organisation</a> sind somit förderungswürdige Inhalte. Denn nicht nur bei der Schreibweise der Potentialberatung, sondern auch in vielen Unternehmen steckt der Teufel im Detail. So führt beispielsweise eine Analyse betrieblicher Abläufe regelmäßig zu Kosteneinsparungspotentialen, die nicht nur die Beratungskosten wieder einspielen, sondern zumindest langfristig die Ertragskraft Ihres Unternehmens nachhaltig verbessern.</p>
<p>Auch das Thema Marketing wird in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen eher stiefmütterlich behandelt. Zu sehr wird es oft mit großen Unternehmen oder Fernsehwerbung assoziiert. Dabei gibt es viele sehr effiziente Methoden, auf Ihr Unternehmen und seine Leistungen aufmerksam zu machen. Zudem wird oft vergessen, dass Marketing eben gerade nicht nur Werbung ist, sondern marktorientierte Unternehmensführung.</p>
<p>Natürlich werden nicht alle Beratungsinhalte im Rahmen der Potentialberatung gefördert. So gibt es beispielsweise für Existenzgründungen wiederum eigene Förderprogramme. Nicht durch die Potentialberatung gefördert werden zudem Maßnahmen, die einen Personalabbau anstreben sowie allgemeine Rechts-, Versicherungs- oder Steuerberatungen, Architekten- und Ingenieurleistungen oder aber auch Konkursabwehr oder Beschäftigungstransferberatung.</p>
<p>Ein Beispiel für ein im Rahmen der Potentialberatung gefördertes Projekt finden Sie dagegen in unserer Fallstudie zur <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/08/18/fallstudie-ablauforganisation-in-handwerksbetrieben/">Marketing- und Organisationsberatung in einem Handwerksunternehmen</a>. Hier konnten wir nicht nur Kosteneinsparungspotentiale in der  Ablauforganisation aufdecken. Auch für das Marketing des Unternehmens konnten wir wertvolle Hinweise geben.</p>
<p>Das Bonbon für das Unternehmen: Nach Ablauf des Projektes bekam es 50% der Beratungskosten rückerstattet. Denn im Rahmen der Potentialberatung werden bis zu 50% der für die Beratertage entstandenen Kosten erstattet, wobei die Förderung jedoch auf maximal 500 Euro pro Beratungstag beschränkt ist. Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach Projektablauf, vollständiger Zahlung des Honorars und Prüfung des Verwendungsnachweises.</p>
<p>In Betrieben mit bis zu 250 Beschäftigten werden zwischen ein und maximal 15 Beratertage gefördert. Voraussetzung dabei: Ihr Unternehmen muss mindestens einen sozialversicherungspflichtigten Beschäftigten haben und mindestens seit fünf Jahren existieren.</p>
<p>Natürlich gibt es noch jede Menge weiterer Förderprogramme für Unternehmen. Wir wollen diese jedoch nicht weiter vertiefen, sondern anhand des obigen Beispiels aufzeigen, dass der Staat durchaus auch kleinen und mittelständischen Unternehmen hilft, Beratungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Leider jedoch nehmen viele Unternehmen diese große Chance aus Unkenntnis nicht wahr.</p>
<p>Bitte beachten Sie, dass sich die Rahmenbedingungen von Förderprogrammen ändern können. Dieser Artikel kann deshalb lediglich als Informationsbasis dienen. In jedem Fall sollten Sie zunächst ein <a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">persönliches Gespräch</a> vereinbaren.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Marktstimulierungsstrategien - Nischenstrategie am Beispiel des Heart Attack Grill</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2009/01/25/marktstimulierungsstrategien-nischenstrategie-am-beispiel-des-heart-attack-grill/</link>
		<comments>http://magazin.jhmc.de/2009/01/25/marktstimulierungsstrategien-nischenstrategie-am-beispiel-des-heart-attack-grill/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 15:43:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

		<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://magazin.jhmc.de/2009/01/25/marktstimulierungsstrategien-nischenstrategie-am-beispiel-des-heart-attack-grill/</guid>
		<description><![CDATA[Im Rahmen Marketingstrategischer Entscheidungsmodule ist unter anderem auf sogenannte Marktstimulierungsstrategien abzuheben. Damit das Thema nicht zu trocken und wissenschaftlich wird, erlauben wir uns, in dieser Fallstudie kein eigenes Projekt, sondern eine amerikanische Gastronomie-Ikone zu zitieren: Den Heart Attack Grill.
Doch bitte alles der Reihe nach. Quälen wir uns also zunächst einmal durch ein wenig theoretischen Unterbau: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen <a href="http://www.jhmc.de/10.html" target="_blank">Marketingstrategischer Entscheidungsmodule</a> ist unter anderem auf sogenannte Marktstimulierungsstrategien abzuheben. Damit das Thema nicht zu trocken und wissenschaftlich wird, erlauben wir uns, in dieser Fallstudie kein eigenes Projekt, sondern eine amerikanische Gastronomie-Ikone zu zitieren: Den <a href="http://www.heartattackgrill.com" target="_blank">Heart Attack Grill</a>.</p>
<p>Doch bitte alles der Reihe nach. Quälen wir uns also zunächst einmal durch ein wenig theoretischen Unterbau: Wettbewerbsvorteile können nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_E._Porter" target="_blank">Porter</a> entweder durch Preis- oder Qualitätspolitik erlangt werden. Die Literatur unterscheidet entsprechend zwischen einer Kostenführerstrategie und einer Differenzierungsstrategie. Je nach Grad der Marktabdeckung können demnach drei Grundsatzstrategien unterschieden werden:</p>
<ul>
<li>Kostenführerstrategie bei totaler Marktabdeckung</li>
<li>Differenzierungsstrategie bei totaler Marktabdeckung</li>
<li>Nischenstrategie (Kostenführer- oder Differenzierungsstrategie bei partialer Marktabdeckung)</li>
</ul>
<p>Im wissenschaftlichen Idealfall besteht ein Zusammenhang zwischen der gewählten Marktstimulierungsstrategie, dem relativen Marktanteil und dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Return_on_Investment" target="_blank">ROI</a>. Demnach geht eine Strategie des &#8220;stuck in the middle&#8221; - also eine Strategie zwischen den Stühlen - mit Wettbewerbsnachteilen und Ertragseinbußen einher. Die folgende Abbildung soll diesen Zusammenhang schematisch verdeutlichen.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/10.html" target="_blank"><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/01/strategie-roi-001.jpg" title="Strategie &amp; ROI" alt="Strategie &amp; ROI" width="543" border="0" height="278" /></a></p>
<p>Das Beispiel des <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Attack Grill</a> zeigt nun, wie man sich durch Originalität und Einfallsreichtum erfolgreich in einer Marktnische positionieren kann. Doch was macht den <a href="http://www.heartattackgrill.com" target="_blank">Heart Attack Grill</a> nun so besonders?</p>
<p>Nun, in der Ausgangslage handelt es sich zunächst um ein Fasstfood-Angebot, das man tausendfach am Markt findet. Viele dieser Unternehmen haben seit Jahren mit einem zunehmenden Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein zu kämpfen. Dies führte zu allerlei Repositionierungskampagnen. So führte z.B. der große amerikanische Franchisegeber mit dem goldenen M in Amerika eine neue Burger-Linie ein, es gibt mehr Salat-Angebote, das Design der Restaurants wurde aufgewertet und es entstand ein Café-Angebot.</p>
<p>Und dann das! Der <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Attack Grill</a> (&#8221;Herzinfarkt Grill&#8221;) serviert einen wahren Fressturm namens Quadruple Bypass Burger (&#8221;Vierfacher Bypass Burger&#8221;) und kokettiert auch in seinem weiteren Marktauftritt mit seinem nicht wirklich gesundheitsbewusstem Image.</p>
<p>So gibt es auf der Speisekarte auch in reinem Schweinefett gebratene Pommes Frites (&#8221;Flatliner Fries&#8221;) oder die Zigarette danach. Um die Sache perfekt zu machen, steht der Eigentümer im Arzt-Outfit inklusive <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stethoskop" target="_blank">Stethoskop</a> hinterm Tresen. Die Bedienung übernehmen derweil hübsche &#8220;Krankenschwestern&#8221;, die den Gast nach der &#8220;Behandlung&#8221; mittels Rollstuhlservice zum Wagen bringen.</p>
<p><a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank"><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/01/heartattackgrill-001.jpg" title="Heart Attack Grill 001" alt="Heart Attack Grill 001" border="0" /></a></p>
<p>Ja, da kann man(n) schon wirklich Lust auf einen Burger bekommen, oder? Und wie sieht er nun aus, der Riesenburger, den es übrigens auch in kleineren Versionen als einfachen, zweifachen und dreifachen Bypass-Burger gibt? Nun, Sie haben richtig vermutet: Im folgenden Bild präsentieren uns zwei niedliche &#8220;Krankenschwestern&#8221; zwei Original-Fresstürme dieser Ikone der amerikanischen Esskultur.</p>
<p><a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank"><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/01/heartattackgrill-003.jpg" title="Heart Attack Grill 001" alt="Heart Attack Grill 001" border="0" /></a></p>
<p>Keine Angst, Bilder machen zum Glück nicht dick. Aber beim original Quadruple Bypass Burger erwarten Sie alleine vier Lagen Rindfleisch von jeweils einem halben Pfund sowie Salat, Tomaten, Käse, Zwiebeln und Speck.</p>
<p>Das Ganze hat bescheidene 8.000 Kalorien, was dem dreifachen Tagesbedarf eines Erwachsenen entspricht. Kein Wunder, dass der <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Attack Grill</a> auch einen Rollstuhlservice bietet, oder? Denn wenn man vollgestopft ist wie eine Weihnachtsgans kann man sich schließlich kaum mehr aus eigener Kraft zur Zigarette danach quälen, die ganz selbstverständlich und konsequent auf der Speisekarte steht. Und spätestens, wenn man sein Festmahl mit den in Schweinefett frittierten Pommes Frites komplettiert hat, kann man wohl auch ohne Rollstuhl aus dem Laden gerollt werden.</p>
<p>Aus <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing-Sicht</a> begeistert natürlich die konsequent ungesunde Gestaltung des gesamten Angebots sowie das Corporate Design rund um Herzinfarkt, Ärzte und niedliche &#8220;Krankenschwestern&#8221; in knappen Outfits. Ja, das nennen wir mal eine eindeutige Positionierung. Denn dieses ungesunde Image zieht sich konsequent durch den gesamten Marktauftritt.</p>
<p><a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank"><img src="http://magazin.jhmc.de/__oneclick_uploads/2009/01/heartattackgrill-002.jpg" title="Heart Attack Grill 002" alt="Heart Attack Grill 002" border="0" /></a></p>
<p>Natürlich wird ein solch ungewöhnlicher Marktauftritt in Zeiten zunehmenden Gesundheitsbewussteins von der Presse dankbar aufgenommen. Entsprechend schaffte der <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Atack Grill</a> den Sprung nicht nur in amerikanische Medien, sondern war Zeitungen und TV-Sendern weltweit Beiträge wert. Viele Filmbeiträge kursieren bei YouTube und werden stolz auf der Webseite des Heart Attack Grill präsentiert. So demonstriert man nebenbei, dass man auch vom Thema <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/03/06/eigene-videos-kostenlos-vermarkten/">virales Marketing</a> ein wenig versteht.</p>
<p>Auch einen eigenen Song hat man komponiert. Dieser wird - natürlich - von einer Frau gesungen und hebt - ebenfalls natürlich - auf den ungesunden aber schmackhaften Aspekt des Angebots unseres Burgerladens ab. Desweiteren wird man explizit aufgefordert, Bilder des <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Attack Grill</a> auf der eigenen Webseite einzubinden (vgl. oben).</p>
<p>Unser Lieblings-Marketinginstrument des <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Attack Grill</a> gibt es übrigens leider nicht mehr. Es trug den Namen &#8220;Kill a Friend&#8221;, also &#8220;töte einen Freund&#8221;. Es handelte sich um ein Bonus-System, bei dem man Punkte für Empfehlungen bekam, die man in Bypass Burger tauschen konnte. Eines hat sich jedoch nicht geändert: Wenn man so richtig satt ist, dann lässt man sich von den niedlichen &#8220;Krankenschwestern&#8221; im Rollstuhl zum Auto schieben.</p>
<p>Natürlich kennen wir die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse des <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Attack Grill</a> nicht. Aber man darf davon ausgehen, dass ein Angebot, das ein derartiges Medienecho erzeugt, nicht ganz schlecht läuft. Mit seinem Angebot bedient der <a href="http://www.heartattackgrill.com/" target="_blank">Heart Attack Grill</a> die Marktnische derjenigen Konsumenten, die der allgemeinen Gesundheitswelle einmal entfliehen möchten. Vor allem Kommunikations- und Produktpolitik übersetzen diese Positionierung konsequent ins <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">operative Marketing</a>. Nicht zuletzt zeigt dieses Beispiel, dass man sich so selbst in einem schrumpfenden Markt erfolgreich positionieren kann.</p>
<p><a href="http://www.jhmc.de/14.html" target="_blank">Kontakt</a></p>
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		<title>Ohne Daten im Datenraum</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2008/12/08/ohne-daten-im-datenraum/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 20:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>

		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen eines MBI-Projektes stand eine Due-Diligence-Prüfung an. Wir vertraten die Käuferseite und hatten Zugang zum Datenraum beantragt, da unsere Mandanten nach der Analyse des vom die Verkäuferseite vertretenden M&#38;A-Beraters erstellten Information Memorandum weiterhin an einem Kauf des Unternehmens interessiert waren.
Gemeinsam mit einem weiteren, auf Bilanzen und Steuern spezialisierten Berater sowie einem Vertreter eines interessierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen eines <a href="http://www.jhmc.de/3.html" target="_blank">MBI-Projektes</a> stand eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Due_Diligence" target="_blank">Due-Diligence-Prüfung</a> an. Wir vertraten die Käuferseite und hatten Zugang zum Datenraum beantragt, da unsere Mandanten nach der Analyse des vom die Verkäuferseite vertretenden M&amp;A-Beraters erstellten Information Memorandum weiterhin an einem Kauf des Unternehmens interessiert waren.</p>
<p>Gemeinsam mit einem weiteren, auf Bilanzen und Steuern spezialisierten Berater sowie einem Vertreter eines interessierten Investors meldeten wir also einen Termin im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datenraum" target="_blank">Datenraum</a> an. Dieser war nicht elektronisch, sondern physisch in den Räumen einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei eingerichtet worden.</p>
<p>Im Vorfeld erhielten wir eine Zusammenstellung dessen, was wir im Datenraum vorfinden würden. Nun, diese Aufstellung war an sich nicht ungewöhnlich, denn sie enthielt die zu erwartenden Angaben: Demnach sollten uns unter anderem Bilanzen, Informationen zu Kunden- und Lieferantenstruktur, zu Pensionsverpflichtungen usw. vorgelegt werden.</p>
<p>Am vereinbarten Tag erschienen wir dann alle in der Düsseldorfer Anwaltskanzlei. Als wir den Datenraum betraten stockte uns fast der Atem: Zwei riesige Aktenschränke standen dort, vollgestopft mit Ordnern. Neben dem einen Aktenschrank stand noch ein Tisch mit weiteren fünf Ordnern, die offensichtlich nicht mehr in die Aktenschränke gepasst hatten.</p>
<p>Na, das sah ja nach richtig viel Arbeit aus! Ob wir das wohl an einem Tag schaffen konnten? Doch seltsam: In den beiden Aktenschränken waren lediglich Angaben zu Markenrechten. So konnten wir z.B. sehen, welche teils nicht mehr vom Target verwendeten Marken zu welcher Zeit in Timbuktu angemeldet worden waren. Interessant immerhin: Selbst völlig irrelevantes Zeugs konnte markenhistorisch bis in die Anfänge des Unternehmens verfolgt werden. Und das in etlichen Ländern, obwohl das Unternehmen fast ausschließlich in Deutschland aktiv ist.</p>
<p>Zu den restlichen, vorher angekündigten Informationen war dagegen nicht wirklich viel vorhanden. Doch halt! Sie erinnern sich vielleicht, liebe Leser. Richtig: Neben dem einen Aktenschrank befand sich ja noch ein Tisch mit fünf Aktenordnern. Und richtig: Da waren die Informationen, die wir suchten. Oder sollen wir sagen: Hier hätten sie sein müssen?</p>
<p>Wir schlugen die berühmten fünf Aktenordner auf und stellten fest, dass die angekündigten Informationen weitestgehend auch hier nicht vorhanden waren. Die angekündigten Bilanzen? Fehlanzeige. Informationen zu Kunden und Lieferanten? Allgemeines Gewäsch. Fazit: Ein teurer Tag mit Kunden, Beratern und einem Investorenvertreter völlig für die Katz!</p>
<p>Wir erteilten dem Vertreter des M&amp;A-Beraters den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Kamp" target="_blank">Segen von Kloster Kamp</a> (für die Nicht-Niederrheiner: Es setzte ein Donnerwetter). Schließlich erhielten wir die geforderten Informationen Tage später per <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pdf" target="_blank">PDF-Dokument</a> via E-Mail übermittelt. Der Sinn und Zweck des Datenraums wurde so ad absurdum geführt.</p>
<p>Überhaupt ging der Vertreter des Beraters der Verkäuferseite teils sehr unsensibel vor. So war beispielsweise das zum Verkauf stehende Unternehmen bzw. das betreffende M&amp;A-Projekt auch befreundeten Beratern bekannt. Unter anderem hatte der Berater des Verkäufers einen wilden Bieterwettbewerb für das Target vorgetäuscht. So ist dann ein wirklich interessierter Käufer aus dem Prozess ausgestiegen.</p>
<p>Überhaupt kam der Berater des Verkäufers zunächst daher, als handele es sich bei dem zum Verkauf stehenden Unternehmen um eine Perle der deutschen Industriekultur. In Wahrheit handelte es sich jedoch um einen Sanierungsfall. Und beim letzten Venture Capital Stammtisch in Düsseldorf berichtete uns ein Investorenvertreter von einem weiteren, ähnlichen Fall. Auch dort war das Information Memorandum des betreffenden Targets vor allem eins: Hochstapelei.</p>
<p>Wir vertreten jedoch die Meinung, dass ein solches Vorgehen wenig zielführend ist. Ganz gleich also, ob wir nun in einem <a href="http://marktplatz.jhmc.de/" target="_blank">Projekt die Käufer- oder Verkäuferseite</a> vertreten: Wir ziehen es vor, die Stärken, aber auch die Schwächen des Unternehmens beim Namen zu nennen. Denn so geht niemand von falschen Voraussetzungen aus. Die Chancen auf einen Abschluss im Sinne unserer Auftraggeber sind jedenfalls höher, als wenn man - um beim zitierten Beispiel zu bleiben - eine Perle der deutschen Industriekultur verspricht, aber mit einem Sanierungsfall ums Eck kommt.</p>
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		<title>Domain weg - was nun?</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2008/11/02/domain-weg-was-nun/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 14:50:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder, der ein neues Unternehmen oder auch nur ein Produkt oder eine Dienstleistung in den Markt bringen möchte, steht irgendwann vor einem Problem: Es kann ihm nämlich passieren, dass mögliche Variationen seiner Wunschdomain sämtlich bereits vergriffen sind. Oft sind deshalb kreative Lösungen gefragt. Eine Möglichkeit ist, die Endung einer Domain in den Domainnamen mit einzubeziehen.
Vorgemacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder, der ein neues Unternehmen oder auch nur ein Produkt oder eine Dienstleistung in den Markt bringen möchte, steht irgendwann vor einem Problem: Es kann ihm nämlich passieren, dass mögliche Variationen seiner Wunschdomain sämtlich bereits vergriffen sind. Oft sind deshalb kreative Lösungen gefragt. Eine Möglichkeit ist, die Endung einer Domain in den Domainnamen mit einzubeziehen.</p>
<p>Vorgemacht hat es bereits die Pro-Sieben-Sendung Bullyparade: Die dazugehörige Webseite war (unter anderem) unter der Domain <a href="http://www.bullypara.de" target="_blank">www.bullypara.de</a> zu erreichen. Was hier jedoch nur als eine Domainweiterleitung auf das Pro-Sieben-Portal ausgestaltet wurde, bietet Unternehmen die Möglichkeit, die eigene Domain kreativ zu gestalten - vorbehaltlich markenrechtlicher bzw. wettbewerbsrechtlicher Abwägungen versteht sich.</p>
<p>Das Problem dabei ist nur, dass natürlich nicht immer der ursprünglich gewählte Domainname auf die Endung &#8220;de&#8221; passt. Doch zum Glück gibt es ja auch noch andere Endungen, so dass Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. So war z.B. während der Erstellung dieses Artikels die Domain <a href="http://www.autoha.us/" target="_blank">www.autoha.us</a> offenbar noch nicht registriert.</p>
<p>Wie Sie am obigen Beispiel gut erkennen können, bieten ausländische Domainendungen bezüglich der Findung leicht zu merkender Domainnamen eine interessante Spielwiese für kreative Köpfe. Vielfach stellt sich jedoch das Problem, welche Endungen hier gegebenenfalls in Frage kommen.</p>
<p>Nun, auch hier bietet das Internet zum Glück eine Lösung, die kreativen Köpfen die Arbeit ein wenig erleichtert. Die <a href="http://domai.nr/" target="_blank">Domainsuchmaschine Domainr</a> bildet aus beliebigen Buchstabenkombinationen mögliche Domainnamen. Die Suchergebnisse liefern dabei nicht nur mögliche Kombinationen, sondern auch die Information, ob eine Domain möglicherweise noch frei ist. Weiter bekommen Sie einen Link auf den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Country_code_top-level_domain" target="_blank">Wikipedia-Artikel zur jeweiligen Domainendung</a>.</p>
<p>Also, probieren Sie es doch einfach einmal aus. Geben Sie irgendein Wort ein und schauen Sie einmal, welch überraschende Möglichkeiten sich für eine griffige Domain für Ihr Unternehmen ergeben. Und das, obwohl es mit fortschreitendem Alter des Internet immer schwerer wird, leicht zu merkende deutsche Domains zu finden.</p>
<p>Ja, und nun steht Ihrer Kreativität so gut wie nichts mehr im Weg. Übrigens: Damit Sie die Domainsuchmaschine auch immer wiederfinden, haben wir sie Ihnen auch in unserer <a href="http://business.easywebcity.de/business_websuche.html" target="_blank">Business-Websuche</a> sowie gemeinsam mit weiteren <a href="http://business.easywebcity.de/domaincheck.html" target="_blank">Tools rund um die Suche und Registrierung von Domains</a> hinterlegt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Werbung zum Ärgernis verkommt</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2008/10/22/wenn-werbung-zum-argernis-verkommt/</link>
		<comments>http://magazin.jhmc.de/2008/10/22/wenn-werbung-zum-argernis-verkommt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 15:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Zeit zu Zeit stößt man im Internet auf Webseiten, deren Inhalt leider von penetranter Werbung verdeckt wird. Dies passiert z.B. häufig, wenn man über Services wie Webnews über Blog-Einträge stolpert. Die Themen scheinen interessant, man klickt auf den Eintrag - und sieht nichts. Denn vor den Artikel schiebt sich dick und dreist eine Werbeeinblendung.
Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Zeit zu Zeit stößt man im Internet auf Webseiten, deren Inhalt leider von penetranter Werbung verdeckt wird. Dies passiert z.B. häufig, wenn man über Services wie <a href="http://www.webnews.de/" target="_blank">Webnews</a> über Blog-Einträge stolpert. Die Themen scheinen interessant, man klickt auf den Eintrag - und sieht nichts. Denn vor den Artikel schiebt sich dick und dreist eine Werbeeinblendung.</p>
<p>Doch nicht nur auf privaten Blogs sieht man dieses Ärgernis in letzter Zeit häufig. Auch die Online-Ausgaben renommierter Magazine nutzen solche Werbeeinblendungen immer wieder.</p>
<p>Das Sichwort heißt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hover_Ad" target="_blank">Layer-Ads</a> und damit haben die mittlerweile von den Webbrowsern regelmäßig geblockten Pop-ups einen würdigen Nachfolger auf der Liste der überflüssigen Internet-Anwendungen gefunden. Dabei sollten die Urheber dieser Werbeform einmal darüber nachdenken, ob es denn der Werbebotschaft wirklich zuträglich ist, wenn man die Leser einer Webseite regelrecht ärgert.</p>
<p>Unsere Meinung: Ein solches Auffallen um jeden Preis schadet einem Internet-Auftritt eher als es nutzt. Zwar mag es im Sinne der in unserem Artikel zu <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/partnerprogramme-1-vertiebslosung-im-internet/">Partnerprogrammen</a> dargestellten Pay-per-View-Vergütung tatsächlich für den Betreiber eines Internet-Portals zu einem kurzfristigen monetären Erfolg führen. Langfristig wird man jedoch eher verärgerte User verlieren. Dies umso eher, je penetranter man solche Werbemittel einsetzt.</p>
<p>Die verantwortlichen Agenturen hingegen sollten sich überlegen, ob ein solch penetrantes Werbeverhalten wirklich zum gewollten Image des Werbetreibenden passt. Auch erscheint es nicht wirklich seriös, wenn die Werbebotschaft dem Betrachter derart aufdringlich ins Bewusstsein gerückt wird. Zwar wissen wir natürlich auch um die Problematik des Information Overload. Dennoch erscheint es aus unserer Sicht nicht probat, Internet-User zu ärgern, indem man den Pop-up-Blocker ihres Browsers technisch umgeht.</p>
<p>In Fall der Layer-Ads heißt es jedenfalls: Hier ist man ganz klar über das Ziel hinausgeschossen. Denn wenn Werbung nur noch ärgerlich ist, verkehrt sich die Wirkung schnell ins Gegenteil.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Program Trading (6) - mal wieder</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2008/09/23/program-trading-6-mal-wieder/</link>
		<comments>http://magazin.jhmc.de/2008/09/23/program-trading-6-mal-wieder/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 19:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema Program Trading hatten wir beinahe schon vergessen. Doch irgendwie scheint es einen immer wieder einzuholen. Irgendwie entwickelt es sich zu einer unendlichen Geschichte, da offensichtlich immer noch bei vielen Mitmenschen die Gier über den Verstand siegt.
Da es bereits so viele Artikel zum Thema gibt erlauben wir uns an dieser Stelle einmal, auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/program-trading-1-ein-erfahrungsbericht/">Program Trading</a> hatten wir beinahe schon vergessen. Doch irgendwie scheint es einen immer wieder einzuholen. Irgendwie entwickelt es sich zu einer unendlichen Geschichte, da offensichtlich immer noch bei vielen Mitmenschen die Gier über den Verstand siegt.</p>
<p>Da es bereits so viele Artikel zum Thema gibt erlauben wir uns an dieser Stelle einmal, auf die einzelnen Beiträge zu verlinken: <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/program-trading-1-ein-erfahrungsbericht/">Beitrag (1)</a>, <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/program-trading-2-das-uns-vorgelegte-dokument/">Beitrag (2)</a>, <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/program-trading-3-keywords/">Beitrag (3)</a>, <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/program-trading-4-neues-vom-program-trading/">Beitrag (4)</a>, <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/04/09/program-trading-5-und-kein-ende/">Beitrag (5)</a>.</p>
<p>So, nun aber zur Sache: Wir waren gerade auf Geschäftsreise in <a href="http://jasontours.de/category/ungarn/" target="_blank">Ungarn</a>, als das Telefon klingelte. Dran war ein freundlicher Herr, der uns auf unsere Artikel zum Program Trading ansprach. Er hatte ein wenig im Internet recherchiert und war dabei auf das <a href="http://magazin.jhmc.de/">jhmc Magazin</a> gestoßen. Da er uns gerade unterwegs zu unserem Projekt <a href="http://balaton-businesspark.jhmc.de/" target="_blank">Balaton Business Park</a> erwischte vereinbarten wir, ihn nach unserer Rückkehr zurückzurufen, was wir dann auch taten.</p>
<p>Die erste wichige Erfahrung dabei: Offenbar war dies wirklich niemand, der auf die Artikel zum Thema reagierte, bloß um dann im Anschluss zu versuchen, uns für die ach so tollen High Yield Investment Programs zu begeistern. Genau das haben wir nämlich bereits <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/04/09/program-trading-5-und-kein-ende/">einmal erlebt</a>. Ganz im Gegenteil: Er hat einen Bekannten, der diesen ominösen und nicht existenten risikolosen Festgeldanlagen wie ein Besessener nachläuft in der fast schon rührend anmutenden Erwartung, da könnte tatsächlich etwas dran sein.</p>
<p>Nun ja, zunächst können wir insoweit beruhigen: Die berühmt berüchtigten High Yield Investment Programs sind immer noch kompletter Blödsinn. Wir berichteten also von unseren Erfahrungen bei dem seltsamen <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/28/program-trading-1-ein-erfahrungsbericht/">Nachmittag</a> auf dem berühmt berüchtigten Schloss mit der angeblich adligen angeblichen Expertin für das Program Trading, welche uns seinerzeit einen gewaltigen Bären aufbinden wollte.</p>
<p>Gut, bekanntlich haben wir uns seinerzeit keinen Bären aufbinden lassen. Der Bekannte des Anrufers ließ sich bislang jedoch von keinem Argument beeindrucken und läuft wohl immer noch diesen ominösen Angeboten hinterher. Der freundliche Anrufer wollte derweil wissen, ob uns diverse Namen etwas sagen würden.</p>
<p>Leider konnten wir ihm an dieser Stelle nicht wirklich weiterhelfen, was jedoch nicht verwundert, da nach allgemeiner Erfahrung diese Betrüger immer neue und natürlich falsche Namen benutzen. Dafür begannen wir dann ein wenig zu lästern und es ergab sich aus dem Gespräch eine neue Argumentation, weshalb das Program Trading garantiert Blödsinn ist.</p>
<p>Bekanntlich grassiert derzeit die sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subprime-Krise" target="_blank">Subprime-Krise</a>, in deren Verlauf diverse Banken und Investment-Unternehmen in arge Schieflage gerieten. Das traditionsreiche Bankhaus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers" target="_blank">Lehman Brothers</a> musste sogar Insolvenz anmelden.</p>
<p>Der aufmerksame Leser wird nun fragen, wie das denn sein kann, wo doch die High Yield Investment Programs als risikolose Festgeldanlagen jederzeit wie ein monetäres <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perpetuum_Mobile" target="_blank">Perpetuum Mobile</a> quasi die Lizenz zum Gelddrucken sein sollen. Wie kann es sein, dass eine Bank, die vermutlich zu den angeblich Top 100 zum Program Trading zugelassenen Banken zählt, einfach so in die Pleite rutscht. Man hätte sich doch nur ganz risikolos via High Yield Investment Program bzw. Program Trading aus dem Schlamassel holen können.</p>
<p>Wie jetzt? Sie meinen, diese Erklärung wäre arg einfach? Ja, das ist sie tatsächlich. Und wer nun immer noch glaubt, es gäbe risikolose Festgeldanlagen, so genannte High Yield Investment Programs, der ist es einfach selber schuld.</p>
<p>Soll er doch glauben, die Erträge würden diejenigen konventioneller Geldanlagen um ein Vielfaches übersteigen. Unseretwegen soll er sich auch den Bären aufbinden lassen, dieses auch Program Trading genannte Prozedere würde von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Reserve_System" target="_blank">amerikanischen Notenbank Fed</a> aufgelegt und fände im Geheimen statt. Solange er sich nur nicht bei uns beschwert, wenn man ihn über den Tisch zieht und sein Geld anschließend weg ist.</p>
<p>So, und zum Schluss nennen wir jetzt aber dann doch noch die Namen der angeblichen Experten für das Program Trading. Der freundliche Anrufer hatte nämlich seinerzeit auch eine E-Mail geschickt und den Sachverhalt kurz geschildert. Demnach soll ein Herr Krüger aus Rostock existieren, der versucht, Leuten die High Yield Investment Programs anzudrehen. Unterstützt wird er dabei von zwei sauberen Herren, die sich Klaus Kerner und Horst W. Schaber nennen. Und weil es so schön ist, avisieren diese Betrüger auch noch ein Treffen mit einem angeblichen Wirtschaftsprofessor. Ja, da fehlt wirklich nur noch die angeblich adlige angebliche Expertin für das Program Trading, oder?</p>
<p>Derweil hätten wir dann noch ein paar Fragen an die angeblichen Finanzexperten, die arglosen und vielleicht auch manchmal etwas zu gierigen Zeitgenossen ihr Geld mit hohlen Phrasen abluchsen wollen: Wenn es doch derartige risikolose Festgeldanlagen geben soll, warum ist Lehman Brothers dann pleite? Warum erwischte es seinerzeit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Holzmann_AG" target="_blank">Philipp Holzmann</a>? Oder die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kirch-Gruppe" target="_blank">Kirch Gruppe</a>? Oder die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Swissair" target="_blank">Swissair</a>? Fragen über Fragen. Und keine Antwort, die das Program Trading bieten könnte.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fallstudie - Ablauforganisation in Handwerksbetrieben</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2008/08/18/fallstudie-ablauforganisation-in-handwerksbetrieben/</link>
		<comments>http://magazin.jhmc.de/2008/08/18/fallstudie-ablauforganisation-in-handwerksbetrieben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 16:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>

		<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://magazin.jhmc.de/2008/08/18/fallstudie-ablauforganisation-in-handwerksbetrieben/</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Herr Haupt, Sie haben recht gehabt!&#8221; - Das hört man doch immer wieder gern. Doch der Reihe nach: Hier geht es um Reorganisation im Mittelstand. In diesem Beitrag wollen wir Ansätze für Optimierungspotentiale in der Ablauforganisation von Handwerksunternehmen betrachten.
Im letzten Jahr wurden wir von einem unserer Netzwerkpartner empfohlen: Ein Handwerksbetrieb wies Probleme in seiner Kostenstruktur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Herr Haupt, Sie haben recht gehabt!&#8221; - Das hört man doch immer wieder gern. Doch der Reihe nach: Hier geht es um Reorganisation im Mittelstand. In diesem Beitrag wollen wir Ansätze für Optimierungspotentiale in der Ablauforganisation von Handwerksunternehmen betrachten.</p>
<p>Im letzten Jahr wurden wir von einem unserer <a href="http://www.jhmc.de/22.html" target="_blank">Netzwerkpartner</a> empfohlen: Ein Handwerksbetrieb wies Probleme in seiner Kostenstruktur auf. Außerdem gab es Defizite in der Unternehmenskommunikation.</p>
<p>Zunächst einmal gab es gute Nachrichten: Das Projekt konnte gefördert werden, auch wenn es in den dazu <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/07/27/wir-arbeiten-nicht-nach-der-technologie-von-l-ron-hubbard/">auszufüllenden Fragebögen einige recht merkwürdige Formulierungen</a> gab. Aber da sind wir ja flexibel. Nach einigen Monaten Wartezeit kam das OK: Die Förderung war bewilligt worden und das Projekt konnte losgehen.</p>
<p>Ein Bereich des Projektes umfasste Fragestellungen des <a href="http://www.jhmc.de/11.html" target="_blank">Marketing</a>. Auch kleine Unternehmen können hier trotz bescheidener Budgets Großes erreichen. Pflichtübung dabei: Diverse Hinweise zur kostenlosen Kommunikation, z.B. zu <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/03/05/kostenlose-pressemitteilungen/">kostenlosen Pressemitteilungen</a> oder aber auch <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/04/22/webverzeichnisse/">Webverzeichnissen</a> oder <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/03/05/qype-web-20-gezielt-nutzen/">Web 2.0 Portalen wie QYPE</a>.</p>
<p>Auch stießen wir auf eine Merkwürdigkeit: Das Unternehmen hatte sehr früh in eine eigene Webseite investiert. Bereits zu Anfangszeiten des Internet hatte man sich eine Domain gesichert. Laut <a href="http://www.denic.de" target="_blank">Denic</a> gehörte die Domain jedoch dem damaligen Webdesigner.</p>
<p>Dies ist offenbar in der Zeit, als die ersten Webseiten ins Netz gestellt worden häufig verbreitet gewesen, birgt jedoch ein Risiko: Offiziell ist nämlich das Unternehmen, dessen Domain beim Webdesigner liegt, gar nicht der Eigentümer der Domain. Sollte der Webdesigner demnach schließen, in die Insolvenz gehen oder sonstwie Probleme bekommen kann es passieren, dass einem Unternehmen urplötzlich die Webseite abhanden kommt. Unser Tipp: <a href="http://business.easywebcity.de/domaincheck.html" target="_blank">Prüfen Sie doch direkt einmal</a>, ob Ihre Domain Ihnen tatsächlich gehört.</p>
<p>Der zweite - und auch größere - Themenkomplex war die <a href="http://www.jhmc.de/12.html" target="_blank">Ablauforganisation</a> des Unternehmens.  Im Wege eines Workshops erhoben wir die Aufbauorganisation sowie die wichtigsten Abläufe des Unternehmens. Weiter nahmen wir in den Interviews Verbesserungsvorschläge auf. Diese Daten wurden in einer Präsentation anschaulich aufbereitet.</p>
<p>Wichtigste Botschaft: Den einen großen Kostentreiber gab es im Unternehmen nicht. Vielmehr waren es viele kleine Teilschritte, die an verschiedenen Stellen zu suboptimalen Abläufen führten. Typisch dabei für ein Handwerksunternehmen: Die aus der Industrie hinreichend bekannten Make-or-Buy-Entscheidungen fallen häufig zugunsten des &#8220;Make&#8221;, aber zu Lasten der Kosten aus. Gemäß dem Selbstverständnis des Handwerks wird häufig selber produziert statt billiger eingekauft.</p>
<p>Ein weiterer Knackpunkt: Das Unternehmen besaß im Verhältnis zur Auftragslage und zur Anzahl der Mitarbeiter zu viele Kraftfahrzeuge. Diese Erkenntnis musste jedoch erst reifen, doch vor einigen Wochen konstatierte der damalige Auftraggeber: &#8220;Herr Haupt, Sie hatten recht!&#8221;</p>
<p>Er hatte selbst einmal beobachtet, dass eines seiner KFZ, ein LKW, eine äußerst geringe Laufleistung hatte.  Also wurde dies einmal nachgehalten: In drei Wochen kam man gerade mal auf 50 Kilometer. Also wurde der LKW verkauft und dafür ein Preis von 13.000 Euro erzielt. Damit hatte sich das Projekt mit der <a href="http://www.jhmc.de/" target="_blank">Jörg Haupt Management Consulting</a> endgültig amortisiert. Denn natürlich konnten seit Beendigung des Projektes weitere Kosteneinsparungen realisiert werden. Und die laufenden Kosten des LKW gibt es überdies auch nicht mehr.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Von Erfindern und Millionenwerten</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2008/08/16/von-erfindern-und-millionenwerten/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 20:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>

		<category><![CDATA[Existenzgründung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit wurden wir einem Gründer empfohlen, der diverse Erfindungen gemacht hatte. Nun war er auf der Suche nach einem Business Angel oder einer VC-Gesellschaft, die ihn in seinem weiteren Fortkommen finanzieren sollten. Er wandte sich zu diesem Zweck an ein Business Angels Netzwerk, das ihn mangels tragfähigem Businessplan an uns verwies.
Leider konnten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit wurden wir einem Gründer empfohlen, der diverse Erfindungen gemacht hatte. Nun war er auf der Suche nach einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Business_Angel" target="_blank">Business Angel</a> oder einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Risikokapital" target="_blank">VC-Gesellschaft</a>, die ihn in seinem weiteren Fortkommen finanzieren sollten. Er wandte sich zu diesem Zweck an ein Business Angels Netzwerk, das ihn mangels tragfähigem Businessplan an uns verwies.</p>
<p>Leider konnten wir dem Gründer nicht wirklich weiterhelfen. Denn bereits nach einem Gespräch und einigen E-Mails stießen wir auf einen Sachverhalt, der für eine Finanzierung ein großes Problem darstellt: Der gute Mann hatte einen Eintrag bei der Schufa. Dies ist natürlich nicht besonders hilfreich, wenn man von einem Investor Geld haben möchte.</p>
<p>Zwar meinte der Gründer, dies wäre ja lediglich ein privater Kredit gewesen, den er auch sofort zurückzahlen würde, sobald er denn genügend Geld hätte. Eine derart naive Sichtweise bringt das Projekt jedoch nicht wirklich nach vorn. Und wir haben im Übrigen bereits einmal ein Projekt begleitet, bei dem eine uns sehr spät offenbarte finanzielle Problemlage eine Finanzierung in letzter Minute zum Scheitern brachte.</p>
<p>Ebenfalls nicht hilfreich: Der gute Mann war einfach mal bei der Deutschen Bank hereinspaziert und hatte höflich nach einem Kredit über 3,8 Millionen € gefragt. Warum auch nicht, er hatte ja keine Sicherheiten, kein Eigenkapital und auch noch einen Schufa-Eintrag. Aber im Ernst: Ein solches Verhalten ist natürlich äußerst kontraproduktiv.</p>
<p>Wir haben dann dennoch versucht, dem guten Mann irgendwie zu helfen. Hier stießen wir jedoch sehr bald an Grenzen, da er uns offenbar nicht so recht glaubte, dass eine Planungsrechnung doch etwas fundierter sein und auch etwas mehr als lediglich Umsatz, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EBIT" target="_blank">EBIT</a>, Anzahl der Mitarbeiter und Investitionsbedarf über einen Zeitraum von 5 Jahren enthalten muss. Diese Kennzahlen jedenfalls hatte er einmal irgendwie ausgewürfelt, ohne dass ihm zu entlocken war, wie er das denn angestellt hätte. Er meinte lediglich, dies &#8220;aufzuhübschen&#8221; wäre jetzt ja unsere Aufgabe.</p>
<p>Was hier wie eine <a href="http://magazin.jhmc.de/category/anekdoten/">Anekdote</a> klingt, ist leider wirklich passiert und führte tatsächlich von unserer Seite zur Ablehnung einer Zusammenarbeit, was sehr schade ist, da einige der Erfindungen auf den ersten Blick durchaus Potential hatten. Viele Gründer machen jedoch auch den Fehler, dass sie auf Biegen und Brechen versuchen, nach einiger Entwicklungsarbeit einen Investor zu finden.</p>
<p>Leider muss man jedoch sagen, dass nicht jedes Projekt für einen Investor geeignet ist. Die Gründe sind vielfältig und können von einer sehr frühen Projektphase mit ungewissen Marktchancen bis hin zur Person des Gründers bzw. Teams reichen. In unserem Fall z.B. war es so, dass der Schufa-Eintrag und eine gewisse Beratungsresistenz, gepaart mit einem nur bedingt kaufmännischen Auftreten zusammen kamen.</p>
<p>Problematisch war auch sein Ansatz zur Bewertung seiner Erfindungen: Zwar hielt er mehrere Patente, setzte aber in der Bewertung seines praktisch keine Umsätze machenden Unternehmens Millionenwerte an, die als Basis für das Engagement eines Investors dienen sollten. Alleine für eins seiner Patente nahm er ein Marktvolumen von mehreren hundert Millionen € im Jahr an. Sein Patent &#8220;bewertete&#8221; er deshalb salopp mit 125 Millionen €. Nun ja, so geht es natürlich nicht.</p>
<p>Ein gangbarer Weg dagegen ist der Verkauf oder das Auslizenzieren von Rechten an Patenten. So berichtet <em>enable</em>, das Magazin für Unternehmer der <a href="http://www.ftd.de/" target="_blank">Financial Times Deutschland</a> in seiner Augustausgabe über diverse Möglichkeiten, sein Patent zu Geld zu machen - und damit das eigene Unternehmen zu finanzieren. Bekannte Beispiele gibt es genug.</p>
<p>So machte z.B. der Erfinder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Artur_Fischer" target="_blank">Artur Fischer</a>, bekannt durch die Fischer Dübel oder auch die Fischer-Technik, eine seiner ersten Erfindungen auf eben diesem Wege zu Geld:  Er verkaufte seine Erfindung, ein Foto-Blitzlichtgerät mit synchroner Auslösung an ein Unternehmen der Fotoindustrie und legte so den Grundstein zur weiteren Finanzierung der von ihm nur ein Jahr vor der Patentanmeldung gegründeten Fischerwerke.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel für die Finanzierung von Unternehmen oder aber auch Forschungseinrichtungen durch Verkauf oder Auslizensierung ist das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mp3" target="_blank">MP3-Format</a>, ein Dateiformat zur Audiodatenkompression. Es wurde u.a. in Erlangen am Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen entwickelt und bringt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fraunhofer-Gesellschaft" target="_blank">Fraunhofer Gesellschaft</a> jährlich Lizenzeinnahmen durch die Vermarktung ein.</p>
<p>Es gibt demnach durchaus einige Alternativen zur Finanzierung von Projekten. Auch hier gilt jedoch, dass man dem finanzierenden Partner, also dem Käufer oder Lizenznehmer des Patents, eine fundierte Betrachtung der Marktchancen des Projektes bieten muss. Letztlich läuft es wiederum auf einen <a href="http://www.jhmc.de/31.html" target="_blank">Businessplan</a> hinaus.</p>
<p>Was lernen wir also aus dem Projekt? Ganz einfach:</p>
<ul>
<li>Es reicht nicht, wenn ein Businessplan nur aus einigen Zeilen besteht. Er sollte zudem ein nachvollziehbares Geschäftsmodell beschreiben.</li>
<li>Eine Planungsrechnung muss fundiert und belastbar sein. Sie sollte zudem von realistischen Annahmen ausgehen, die sich auch im Businessplan wiederfinden.</li>
<li>Es reicht nicht, diese Daten &#8220;aufzuhübschen&#8221; - ein Businessplan ist mehr als &#8220;bunte Bilder&#8221;.</li>
<li>Nicht jedes Projekt ist für die Finanzierung durch Business Angels, Venture Capital oder ähnliche Finanzierungsquellen geeignet.</li>
<li>Das Vorhandensein eines Schufa-Eintrags ist <strong>immer</strong> relevant für die Finanzierung des Projektes.</li>
<li>Mitunter sind andere Finanzierungsquellen wie z.B. Auslizenzierungen geeigneter für die Zielerreichung.</li>
</ul>
<p>In diesem Sinne allen Erfindern ein gutes Gelingen und viel Erfolg.</p>
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		<item>
		<title>Marktvolumen 2,01 Billionen US-$ - Produkt noch nicht vorhanden</title>
		<link>http://magazin.jhmc.de/2008/07/31/marktvolumen-201-billionen-us-produkt-noch-nicht-vorhanden/</link>
		<comments>http://magazin.jhmc.de/2008/07/31/marktvolumen-201-billionen-us-produkt-noch-nicht-vorhanden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 19:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Haupt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>

		<category><![CDATA[Existenzgründung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://magazin.jhmc.de/2008/07/31/marktvolumen-201-billionen-us-produkt-noch-nicht-vorhanden/</guid>
		<description><![CDATA[Neulich erhielten wir über die Business-Plattform XING eine Anfrage:
&#8220;Guten Tag Herr Haupt,
wäre unser Projekt interessant für Sie?
MfG
Namen nennen wir ja nicht&#8221;
Na, das ist doch mal eine sehr spezifische Anfrage, oder? Und das &#8220;MfG&#8221; ist eine stilistische Unart ohne Gleichen. Offenbar ist man dem anderen ja nicht einmal wert, dass er die freundlichen Grüße ausschreibt.
Wir schrieben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich erhielten wir über die Business-Plattform <a href="http://clkde.tradedoubler.com/click?p=103578&amp;a=1669601&amp;g=17867900" target="_blank">XING</a> eine Anfrage:</p>
<p>&#8220;Guten Tag Herr Haupt,</p>
<p>wäre unser Projekt interessant für Sie?</p>
<p>MfG<br />
<em>Namen nennen wir ja nicht</em>&#8221;</p>
<p>Na, das ist doch mal eine sehr spezifische Anfrage, oder? Und das &#8220;MfG&#8221; ist eine stilistische Unart ohne Gleichen. Offenbar ist man dem anderen ja nicht einmal wert, dass er die freundlichen Grüße ausschreibt.</p>
<p>Wir schrieben also zurück:</p>
<p>&#8220;Sehr geehrter Herr <em>Namen nennen wir ja nicht</em>,</p>
<p>das weiß ich nicht. Um welches Projekt geht es denn?</p>
<p>Viele Grüße<br />
Jörg Haupt&#8221;</p>
<p>Die verblüffende Antwort:</p>
<p>&#8220;Sehr geehrter Herr Haupt,</p>
<p>hatte angenommen, dass Sie meinen Artikel (<em>Anmerkung des Autors: in einem <a href="http://clkde.tradedoubler.com/click?p=103578&amp;a=1669601&amp;g=17867900" target="_blank">XING-Forum</a></em>) gelesen haben.  Siehe unter &#8220;Über mich&#8221; auf meinem Profil.</p>
<p>Beste Grüße<br />
<em>Namen nennen wir ja nicht</em>&#8221;</p>
<p>Na ja, ganz schön merkwürdig solch eine Anfrage, oder? Aber wir sind ja gar nicht so und ließen uns eine Summary des Business-Plans schicken. Wir erhielten ein dreiseitiges Dokument, demzufolge ein Maschinenbauunternehmen Seed Capital, also eine Frühphasenfinanzierung zur Herstellung einer Innovation suchte.</p>
<p>Die erste Sache, die sehr interessant war: Dieses innovative Unternehmen, das laut Summary eine Maschine für einen Nischenmarkt erfunden hatte, gab ein Marktvolumen von 2,01 Billionen US-$ an. Dies veranlasste uns, einmal nachzufragen, ob denn nicht ein Übersetzungsfehler vorliegen würde. Denn bekanntlich ist <em>one billion</em> im Englischen in der deutschen Übersetzung <em>eine Milliarde</em>. Die Antwort kam prompt: Nein, es seien wirklich etwas über zwei Billionen gemeint.</p>
<p>Heute haben wir dann einmal mit dem freundlichen Gründer telefoniert und natürlich haben wir ihn auf sein billionenschweres Marktvolumen angesprochen. Dabei kam heraus, dass er es mit der Marktabgrenzung und dem daraus abgeleiteten Marktvolumen bzw. Marktpotential nicht ganz so genau nahm. Gestatten Sie uns also einen kleinen Exkurs.</p>
<p>In einer fundierten Marktanalyse wäre zunächst einmal der relevante Markt abzugrenzen: Man unterscheidet hier nach sachlicher, räumlicher und zeitlicher Marktabgrenzung. Dies soll an einem Beispiel anschaulich erläutert werden:</p>
<p>So kann man z.B. den Markt für <a href="http://jasontours.de/" target="_blank">Urlaubsreisen</a> sachlich eingrenzen hinsichtlich diverser Kriterien. Es gibt beispielsweise einen Teilmarkt für <a href="http://jasontours.de/reisen-suchen/" target="_blank">Pauschalreisen</a> oder nur für <a href="http://jasontours.de/fluge/" target="_blank">Flüge</a>. Der Markt für <a href="http://jasontours.de/kreuzfahrten/" target="_blank">Kreuzfahrten</a> beispielsweise lässt sich weiter unterteilen in die Teilmärkte Flusskreuzfahrten, Luxuskreuzfahrten, Expeditionskreuzfahrten, Hochseekreuzfahrten oder Segeltörns. Eine mögliche räumliche Marktabgrenzung des Teilmarktes Expeditionskreuzfahrten wäre dann z.B. das Zielgebiet Antarktis.</p>
<p>Die zeitliche Marktabgrenzung ist dagegen eher ein Spezialfall. Ein gutes Beispiel wäre eine Fußball-Weltmeisterschaft: Die Trikots der Spieler bzw. Mannschaften oder die mittlerweile zu jeder EM oder WM gehörenden Fahnen für das Auto sind außerhalb solcher Ereignisse eher schwierig abzusetzen. Dies umso mehr, da für jede Fußball-WM eigene Trikots designed werden. Der Markt für WM-Fanartikel ist also auf die unmittelbare Zeit vor und während eines solchen Events beschränkt.</p>
<p>Unser freundlicher Gründer jedoch hatte mit solchen Haarspaltereien weniger Probleme. Mit dem Hinweis, er hätte auch BWL studiert tat er das als irrelevant ab. Gemeint mit dem 2,01 Billionen US-$-Markt wäre das kumulierte Umsatzvolumen der Betriebe, die potentiell als Kunden in Betracht kämen.</p>
<p>Nun ja, das ist natürlich doch eine sehr eigenwillige Betrachtung. Demnach wäre z.B. der potentielle Markt für Dienstwagen so groß wie das Umsatzvolumen aller Unternehmen. Sie stimmen uns sicher zu, liebe Leser, dass eine solche Sichtweise doch sehr unseriös ist.</p>
<p>Unser freundlicher Gründer dagegen sagte uns am Telefon, für solche Kleinigkeiten hätte er keine Zeit. Klar, für einen potentiellen Investor ist es ja auch völlig egal, welche Absatzchancen das Produkt hat, in das er investieren soll. Wir in unserem Beraterteam schätzten den Markt hingegen so ein, dass weltweit lediglich einige hundert Unternehmen als Kunden infrage kommen. Aber wie gesagt: Wer wird sich denn gleich mit solchen Kleinigkeiten aufhalten?</p>
<p>Gut, <a href="http://www.jhmc.de" target="_blank">wir</a> halten uns natürlich mit solchen Kleinigkeiten auf. Eine derart schlampige Marktanalyse und patzige Antworten auf Nachfragen dazu sind nämlich nicht geeignet, wenn man sich auf die Suche nach einem Investor begibt.</p>
<p>Auch weckt es nicht gerade Vertrauen, dass bereits die Marktanalyse derart schlampig bzw. unseriös ist, wenn es sich um eine Innovation handelt, von der man noch gar nicht weiß, ob sie denn überhaupt am Markt angenommen wird. Bedenkt man weiter, dass unser freundlicher Gründer nicht einmal einen funktionierenden Prototypen präsentieren konnte, dann wird das Projekt geradezu abenteuerlich. So reiht sich dieses Projekt wohl ein in eine ganze Reihe doch recht <a href="http://magazin.jhmc.de/2008/02/27/ganz-schon-merkwurdige-investment-angebote-ein-erfahrungsbericht/">merkwürdiger kapitalsuchender Projekte</a>, mit denen wir im Laufe der Zeit konfrontiert wurden.</p>
<p>Wir haben das Gespräch dann mit dem Hinweis beendet, dass wir uns wohl einig wären, nicht zusammenarbeiten zu wollen.</p>
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