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Ein Unternehmen ist keine Kiste Bier

Ein Unternehmen ist keine Kiste Bier – vermutlich werden Sie sich über den Titel dieses Beitrags ein wenig gewundert haben. Wir möchten damit aber eine Sache zum Ausdruck bringen: Während man eine Kiste Bier ganz schnell und einfach kaufen kann, verhält es sich mit einem Unternehmen ganz anders.

„Können wir damit rechnen, dass das Unternehmen bis August verkauft ist?“ – Diese Frage bekamen wir tatsächlich einmal von einer Unternehmerin gestellt. Da war es Juli und als Zeitraum des Verkaufs erhoffte sie sich tatsächlich lediglich einen einzigen Monat.

Nun, so schnell geht es natürlich nicht. Außerdem hängt es ja auch immer ein wenig davon ab, um welchen Typ einer Unternehmenstransaktion es sich handelt. In diesem speziellen Fall wurde das Unternehmen lediglich als Nebenerwerb zum eigentlichen Kerngeschäft der Unternehmerin betrieben. Ein solches Unternehmen ist immer ein wenig schwierig zu verkaufen.

Weiter ist zu beachten, dass man zunächst einmal diverse Informationen über das Unternehmen zusammenstellen muss. Was ist der Unternehmenszweck, wie steht das Unternehmen wirtschaftlich da, welche Wettbewerber gibt es und noch viele weitere Fragen sind zunächst einmal zu klären. Denn genau diese Informationen möchte ein potentieller Käufer haben und im Verlauf des Projektes dann in der Due Diligence prüfen.

Ein weiteres Problem: Wo bekomme ich einen Käufer her? Bei einer Kiste Bier ist das natürlich denkbar einfach, denn durstige Menschen gibt es viele. Bei einem Unternehmen muss jedoch einiges mehr zusammenkommen. Hier spielen diverse Aspekte eine Rolle: So muss z.B. jemand ein Unternehmen in exakt der Branche des angebotenen Unternehmens suchen. Auch müssen die Preisvorstellungen des Käufers und Verkäufers übereinstimmen. Und auch die Region muss natürlich passen. Denn es nützt ja nichts, wenn in Krefeld ein Malerbetrieb zum Verkauf steht, ein potentieller Käufer jedoch nur einen Betrieb in Süddeutschland übernehmen möchte.

Nicht zuletzt muss auch über den Kaufgegenstand Einigkeit herrschen: Wird das Unternehmen als Ganzes verkauft, mit oder ohne Immobilien oder werden etwa nur Teile des Unternehmens im Rahmen eines sogenannten Asset Deals übereignet?

Die nächste Frage: Wie findet man einen Käufer? Im Unternehmensmarkt der Jörg Haupt Management Consulting finden Sie immer einige Unternehmen, die zum Verkauf stehen. Doch bereits an der Tatsache, dass nicht alle Unternehmen oder Management-Teams, die von uns betreut werden dort gelistet sind ist erkennbar, dass vieles auch einfach auf persönlichen Kontakten beruht. Darüber hinaus empfehlen wir natürlich auch, zum Verkauf stehende Unternehmen in die einschlägigen Datenbanken wie die nexxt-Börse einzutragen.

Schließlich muss der Kauf eines Unternehmens auch finanziert werden. Neben Banken haben in den letzten Jahren Themen wie Business Angels, Venture Capital oder Private Equity an Bedeutung gewonnen.

Es zeigt sich demnach: Ein Unternehmen kauft oder verkauft sich eben doch etwas weniger schnell und einfach als eine Kiste Bier.

Bildnachweis: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank Free PhotosBank

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