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Archive für März 2008
Per Auktion zur Geschäftsidee?
31.3.2008 von Jörg Haupt.
Durch Zufall sind wir auf eine interessante Rubrik bei ebay aufmerksam geworden: Die Rubrik “Geschäftsverkäufe und Domains”. Besonderes Highlight dabei ist die Kategorie “Webseiten und -projekte”. Nun wollen wir nicht grundsätzlich ausschließen, dass auch das ein oder andere werthaltige Objekt dabei ist. Aber so manche dieser Angebote muss man sich wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen.
Da bietet doch zum Beispiel einer einen ganzen Reiseshop für nur 9,95 € an, marktschreierisch angepriesen als “Top-Domain”. Oder ein ganzes Shopping-Portal für nur 59,00 €. Ja, das ist schon richtig großzügig! Denn hier wird maximal eine Domain verkauft, auf der man dann das folgende Reiseportal oder das folgende Shoppingportal verlinken kann. Und diese Portale sind reine Affiliate-Programme. Das heißt: Jeder Betreiber einer Webseite kann diese Programme kostenlos nutzen. Den Webshop finden Sie zum Beispiel hier und das Reisebüro hier.
Nun werden Sie vielleicht sagen, dass wir schließlich auch diese Programme auf unserer eigenen Webseite nutzen. Das stimmt zwar, aber wir haben auch nicht vor, davon zu leben. Wir machen das vor allem zu Demonstrationszwecken. Es ist halt einfacher, ein Partnerprogramm direkt am Beispiel zu erklären. Alles andere ist wie Schwimmen lernen ohne Wasser.
Für Webseiten-Betreiber lohnt sich das nur, wenn man richtig viel Traffic auf der Seite hat. Ansonsten ist das lediglich ein nettes Zubrot. Und richtig viel Traffic wird man wohl nur mit echten Inhalten generieren können. Eine Art bezahlte Linksammlung reicht da wohl eher nicht aus. Es reicht eben nicht, lediglich eine schöne Domain zu haben. Denn Sie surfen ja auch nur auf Webseiten mit richtigem Inhalt, oder? Eine bloße Domain mit ein paar Werbebannern reicht halt als Geschäftsidee nicht aus.
Auch ansonsten stehen einige echte Klassiker zum Verkauf: Die obligatorische Limited oder die berühmte Incorporated. Na prima! Dann kaufen Sie also eine “Firma” mit der Adresse “Dritter Briefkasten rechts”. So etwas kauft man nicht im Internet. Die richtige Rechtsform besprechen Sie wohl doch besser mit dem Unternehmensberater oder Steuerberater Ihres Vertrauens. Auch nett ist das Angebot “Offshore-Firmengründung Panama AG mit eAccount”. Also wirklich, müssen wir das noch kommentieren?
Schön sind auch die diversen “Web 2.0 Projekte”, die dort zum Kauf angeboten werden. Einige davon sehen in den Demoversionen sogar richtig toll aus. Allerdings fehlt den ganzen Projekten etwas zum echten Unternehmen: Diese Projekte haben nämlich alle keine User, was sich für Internet-basierte Geschäftsmodelle als echtes Problem darstellt. Und auch das beste Aussehen der Demoversionen nützt nicht wirklich etwas, wenn es sich lediglich um Klone bekannter Web 2.0 Portale handelt. Denn Hand aufs Herz: Die User werden sicherlich lieber delicio.us oder MySpace besuchen als ein mickriges Portal ohne User auf einem schwächelnden Server, auf dem ein einzelner tapferer Administrator krampfhaft um Umsätze bemüht ist.
Bleibt also nur noch die Variante, dass ein Unternehmen eines dieser “Projekte” an ein bestehendes Geschäftsmodell anbindet. Aber in diesem Fall wird sich das Unternehmen wohl eher um professionelle Unterstützung bemühen.
Ebenfalls gerade im Angebot: “Internet Millionär in 24 Monaten”. Na ja, Millionär werden da wohl bestenfalls die Bauernfänger, die so etwas verkaufen. Immerhin erwerben Sie eine “Limited Edition” eines CD-Sets: 3 Bonus DVD’s und obendrein noch eine Bonus CD! Na, bei so viel Boni kann ja kaum noch etwas schiefgehen, oder?
Natürlich wurden nur 3.000 dieser sagenhaften Sets produziert, und da diese Sets einen empfohlenen Verkaufspreis von 799,00 € haben, werden sie hier in der Auktion ab 1,00 € verramscht. Ja, das klingt doch alles schon richtig seriös, oder? Wie jetzt? Das finden Sie nicht? Na, das können wir aber gar nicht verstehen.
Aber es wird natürlich noch besser. Denn wer ein echter Bauernfänger ist, der kann selbstverständlich immer noch einen draufsetzen. Denn Sie ahnen es bereits: Die wichtigste Vorausstzung die Sie mitbringen müssen, um in nur 24 Monaten Internet-Millionär zu werden, erfahren Sie gratis vorab. Nämlich den starken, unbeirrbaren Willen, Ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen und die Fesseln einer fremdbestimmten Arbeit abzustreifen. Und wenn Sie, liebe Leser, nichts davon abbringen kann, dieses Ziel zu erreichen und Sie fest entschlossen sind, Internet-Millionär zu werden, dann liefert natürlich just jenes Spitzen-DVD-Set alles Wissen, das Sie dafür brauchen. Na denn “Tschacka!”
Unser Tipp: Hier werden Sie maximal Millionär in türkischer Lira vor der Währungsreform. Oder aber nur Ihr Geld los. Also ehrlich, da ist selbst Lottospielen effizienter und das ist schon irrationaler Blödsinn.
Andererseits gibt es Unbelehrbare: Am 31.03.2008 hat dieses sagenhafte Schnäppchen bereits 22 Gebote. Der Preis steht bei aktuell 89,00 €. Die restliche Laufzeit der Auktion beträgt 22 Stunden und 5 Minuten. Nicht von ungefähr endet diese sagenhafte Auktion demnach am 01. April. Ja, da sind echte Witzbolde unterwegs.
Und was lernen wir jetzt daraus? Wie bei E-Mail-Spam ist auch hier der gesunde Menschenvsrstand gefragt. Ansonsten könnten Sie ja gleich das magische Dawah-Alphabet kaufen. Unser Tipp: Gönnen Sie sich für Ihr gutes Geld lieber etwas Schönes. Gerne natürlich auch bei ebay.
Gerne unterhalten wir uns natürlich einmal mit Ihnen über Themen wie Nachfolge, Business-Plan oder Existenzgründung.
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Unternehmensnachfolge - Merkwürdige Angebote
14.3.2008 von Jörg Haupt.
Das Thema Nachfolgeregelung steht dem Thema Unternehmensfinanzierung in nichts nach, wenn es um denkwürdige bis merkwürdige Angebote jenseits der Seriosität geht. Und da wir uns hier im Bereich dubiose Finanzgeschäfte tummeln, möchten wir Ihnen auch hier unser buntes Kaleidoskop der Merkwürdigkeiten ebenfalls nicht vorenthalten.
Eines noch vorweg: Meist lachen wir ja darüber. Aber manchmal fragt man sich doch, was die im folgenden (anonym) beschriebenen Damen und Herren sich wohl gedacht haben. Treudoof wird sogar uns Fachleuten mitunter der dümmste Mist unterbreitet, als wären wir grüne Jungs. Nun ja, da wir ja trotzdem Humor haben gibt es halt diese Rubrik hier. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen! Freuen Sie sich auf folgende Themen:
- Die Spezialdruckerei
- Kuckuck!
- Wenn man sich geeinigt hat, wird erstmal verhandelt!
Die Spezialdruckerei
Für einen unserer Kunden - eine mittelständische Druckerei - suchten wir eine weitere Druckerei zwecks Übernahme. Ziel war die Expansion des bestehenden Geschäftes. Nach einiger Zeit stolperten wir über eine einschlägige Anzeige bei einem unserer Netzwerk-Partner. Demnach sollte eine seit über 36 Jahren am Markt bestehende Spezialdruckerei aus Altersgründen zum Verkauf stehen. Wie so oft fehlte der Nachfolger innerhalb der eigenen Familie und nun sollte dieser also durch Veräußerung des Unternehmens gefunden werden. Soweit so gut und auch nicht ungewöhnlich. Dann jedoch wurde es sehr schnell (vermutlich unfreiwillig) komisch.
Nachdem über unseren Netzwerkpartner der Kontakt hergestellt war, ging zunächst alles seinen geregelten Gang. Wir tauschten unsere Kontaktdaten mit dem Target aus und übersandten eine Verschwiegenheitserklärung. Diese erhielten wir kurz darauf unterschrieben zurück.
Dann folgten noch einige rudimentäre Daten und mit dem Eigentümer der Spezialdruckerei war nicht mehr normal zu reden. Seine Vorstellungen waren nun wie folgt: Wir sollten nun dem Kaufinteressenten seine Telefonnummer geben, damit die beiden einmal einen Termin machen könnten. Dabei wollte der freundliche Herr sehen, ob er mit dem Kaufinteressenten klar kommt. Na ja, und dann steht dem Kauf doch nichts mehr im Wege, oder?
So, liebe Leser, das sehen Sie anders? Nun ja, wir irgendwie auch. Immerhin ist die übliche Vorgehensweise, dass das zu kaufende Unternehmen einmal einer gründlichen Analyse unterzogen wird: Bilanzen, BWA, Strategie, Organisation, Marketing und ähnliche Kleinigkeiten. Außerdem waren die übermittelten (rudimentären und unvollständigen) Daten nicht gerade geeignet, das Vertrauen in die Spezialdruckerei und deren Eigentümer zu fördern. So waren - laut einer übermittelten Excel-Tabelle - die Umsätze von 1994 bis 2005 von 3.440.600 € auf 1.588.700 € geschrumpft. Über die Ertragssituation wurden gar keine Angaben gemacht. Unsere Anfrage nach testierten Bilanzen und BWA wurde mit der (sehr lautstark vorgebrachten) Antwort beschieden, man sei ja kein Penner und würde auch keine internen Daten an wildfremde Leute schicken.
Unser Tipp: Der freundliche Herr hat immer noch keinen Käufer gefunden. Denn wer kauft schon die Katze im Sack? Auch ein weiteres witziges Detail möchten wir Ihnen nicht vorenthalten: Wir bilden uns ein, ein halbwegs verständliches Deutsch zu sprechen und auch zu schreiben. Oder ist es unverständlich, wenn sich eine Unternehmensberatung vorstellt, die im Auftrag eines Kunden - einer Druckerei - Interesse bekundet, eine andere Druckerei zu kaufen? Eigentlich nicht, oder? Wir erhielten jedoch die unwirsche Auskunft, dass wenn wir nicht aus der Druckbranche kämen, es sowieso keinen Zweck hätte, weiter zu reden.
Nun ja, da kann man doch nur eins vermuten, oder? Nämlich, dass hier nicht ernsthaft ein Käufer gesucht wurde. Unser Tipp: Gesucht wurde ein Dummer, dem man ein Pleite-Unternehmen für sein gutes Geld andrehen wollte.
Kuckuck!
Wir haben einmal - es ist schon etwas länger her - ebenfalls im Auftrag eines Kunden auf eine Anfrage reagiert. Hier sollte es sich um ein Unternehmen handeln, das weitestgehend der Werbebranche zugeordnet werden konnte. Es klang auch alles zunächst ganz toll: Das Unternehmen sollte etwas über 1 Mio DM (ungefähr 0,5 Mio €) Umsatz machen und Top-Referenzen haben. Welches Top-Unternehmen Sie sich nun auch immer ausdenken, liebe Leser, es sollte zu den Referenzen dieses sagenhaften Target gehören: DaimlerChrysler, Adidas, BMW, Beiersdorf, Deutsche Shell, Gerling, Lufthansa, Renault, Siemens, Reemtsma, Goodyear, Bosch, Krombacher, Nike und noch viele andere bekannte Namen.
Dumm nur: In den Unterlagen des Unternehmens selber war dazu gar nichts zu finden. Keine Projektdaten, kein Schriftverkehr - einfach gar nichts. Immerhin: Manchmal gab es tatsächlich ein Akquise-Schreiben an die “Referenzen”. Und was stellten wir fest: Die Eigentümerin dieses sagenhaften Unternehmens, die verzweifelt einen auf Grande Dame der Düsseldorfer High Society machte, hatte über Jahre hinweg die Insolvenz verschleppt, indem sie immer kurz vor knapp ein neues Unternehmen gegründet und zur nächsten Bank gezogen war.
Absolutes Highlight des Projektes war dann auch der Tag, an dem ein freundlicher Herr des Finanzamtes Düsseldorf Mitte lustige kleine Aufkleber an den meisten Einrichtungsgegenständen anbrachte. Unsere Grande Dame der Düsseldorfer High Society behalf sich im folgenden damit, die umgangssprachlich als “Kuckuck” bekannten Pfändungssiegel einfach mit kleinen Notizzetteln zu überkleben. Denn entgegen aller Beteuerungen, dass es sich um ein Missverständnis handele, kam beim Finanzamt Düsseldorf Mitte einfach niemand auf die Idee, die hübschen Aufkleber im Wasserzeichen-matt-Design wieder zu entfernen.
Nun, da wir mittlerweile BWA und Bilanzen gesehen hatten, verwunderte uns das nicht weiter. Denn entgegen den Angaben im Anzeigentext war nicht wirklich etwas von einem Umsatz um 1 Mio DM zu sehen. Um nicht zu sagen: Es hatte seit Jahren keine Umsätze gegeben, die auch nur ansatzweise in die Nähe der zunächst angegebenen Größe tendiert hätten. Mehrere Jahre hintereinander hatte das Unternehmen rote Zahlen geschrieben und das Eigenkapital war längst nicht mehr gedeckt.
Trotzdem hatte man ein “Beratungsunternehmen” eingeschaltet - interessanterweise ein Ingenieurbüro. Dieses hatte in einer geradezu abenteuerlichen Berechnung einen Unternehmenswert von 2,5 Mio DM - ungefähr 1,25 Mio € ausgerechnet. Also, sollte dieses Ingenieurbüro mit ähnlicher Sorgfalt tragende Bauteile berechnen, dann wird der Katastrophenschutz garantiert nicht arbeitslos. Nach dem Motto aus eins mach zwei wurden alle in den Planungsrechnungen angenommenen Umsätze einfach doppelt gewertet.
Toll auch: Nach diesen sagenhaften Berechnungen ergab sich pro Mitarbeiter eine Einbindung in Projekte von 63 Wochen im Jahr. Bemerkenswert, oder? Können Sie, liebe Leser, sich vorstellen, dass eigens zur Bewertung dieses Spitzenunternehmens das Jahr um 11 ganze Wochen verlängert wird? Also, wir nicht!
Die Pointe zum Schluss: Nach einer kurzen und schmerzlosen Analyse gaben wir unserer hochseriösen Grande Dame der Düsseldorfer High Society (die übrigens immer ein wenig zu penetrant parfümiert war) zu verstehen, dass ihr Unternehmen aufgrund der Illiquidität und des daraus resultierenden Unternehmenswertes von 0 € als Target nicht in Betracht käme. Die kompetenten Bananenbieger des erstklassigen Ingenieurbüros ergingen sich in Unflätigkeiten und unsere Grande Dame warf uns vor, wir wären Hochstapler. Nun denn!
Ironie des Schicksals: Scheinbar hat man tatsächlich noch einen Dummen gefunden. Zwecks Recherche dieses Artikels haben wir doch einmal ausprobiert, ob es das besagte Unternehmen noch gibt: Und tatsächlich: Zwar ist unsere Grande Dame immer noch als Eigentümerin im Impressum der entsprechenden Webseite vermerkt, hat jedoch einen Partner in das Unternehmen aufgenommen. Und die ganzen Top-Referenzen gibt es immer noch …
Ja, manchmal ist es fast schade, dass es diese Verschwiegenheitsklauseln in unseren Verträgen gibt. Manchmal wäre man fast geneigt - doch halt, an dieser Stelle breiten wir den Mantel des Schweigens über unsere sauberen Protagonisten.
Wenn man sich geeinigt hat, wird erstmal verhandelt!
Haben Sie so etwas schon einmal gehört? Nein, Wir aber, denn wir haben schon eine ganze Menge Projekte begleitet. Und da es scheinbar nichts gibt, das es nicht gibt, gibt es schnell noch die folgende, aberwitzige Story.
Wieder sollten wir einem Kunden helfen, ein im Zuge einer Nachfolgeregelung zu veräußerndes Unternehmen zu prüfen. Dieses Mal sah zunächst alles ganz gut aus, an BWA und Bilanzen gab es nicht viel zu mäkeln und der Kaufpreis schien auch in Ordnung. Deshalb wurde man sich relativ schnell handelseinig und die Anwälte begannen, die Verträge auszubrüten.
Doch dann geschah plötzlich etwas sehr merkwürdiges: Nachdem diverse Punkte in den Vertragsentwürfen bereits abgearbeitet waren, tauchten plötzlich immer neue Klauseln auf. Und diese wurden - mit Verlaub - von Mal zu Mal bekloppter: Zum Schluss sollte für sagenhafte 200.000 DM (heute 100.000 €) eine CD-ROM unbestimmten Inhalts veräußert werden. Ganz schön gaga, oder?
Ach ja, wir haben unserem Kunden nicht lange abraten müssen.
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Eigene Videos kostenlos vermarkten - Ein Beispiel
8.3.2008 von Jörg Haupt.
Hier haben wir Ihnen einfach einmal ein schönes Beispiel dafür eingestellt, wie Sie bzw. Ihr Unternehmen ganz einfach Ihr Video kostenlos vermarkten können. Viel Spaß!
Gerne stellen wir Ihnen übrigens weitere Möglichkeiten der kostenlosen Kommunikation vor. Und natürlich sind wir auch gerne Ihr Ansprechpartner für Ihr Marketing.
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RSS Feeds
6.3.2008 von Jörg Haupt.
RSS bedeutet Really Simple Syndication, was etwa mit “wirklich einfache Verbreitung” übersetzt werden kann. Es bezeichnet eine Technik, die es dem Internet-Nutzer ermöglicht, Webseiten oder Teile von Webseiten bzw. die Neuigkeiten oder Artikel daraus zu abonnieren.
Was zunächst einmal sehr technisch klingt, kann für Ihre Kommunikation weitreichende Konsequenzen haben. Denn RSS ermöglicht “Webmastern”, also auch Ihnen bzw. Ihrem Unternehmen, auf einfache und kostengünstige Art Informationen zu verbreiten, denn die einzigen Kosten die anfallen sind die, die Ihnen für Ihren Internet-Auftritt ohnehin entstehen.
Sprechen Sie also einmal mit Ihrem Web-Designer. Moderne Content Management Systeme oder auch Blogs bieten in der Regel eine Funktion an, mit der Sie Ihre Unternehmens-Nachrichten bequem einstellen können. Die Aussendung des RSS-Feed erfolgt dann automatisch durch den Blog bzw. das Content Management System.
Warum aber ist RSS gerade für Unternehmen und ihre Nachrichten interessant? Nun, zum einen können RSS-Feeds direkt von den entsprechenden Webseiten abonniert werden. Achten Sie einmal darauf: Auch das jhmc Magazin können Sie per RSS abonnieren.
Weiter können die RSS-Feeds in entsprechende Verzeichnisse eingetragen werden. Diese stellen den Nutzern eine Übersicht über im Internet vorhandene RSS-Feeds zur Verfügung. Der User kann diejenigen Feeds aussuchen, die ihn interessieren und sich diese über einen Feed-Reader anzeigen lassen. Somit erhalten die User quasi ein stets aktuelles Newsletter-System mit allen sie interessierenden Nachrichten. Hier bestehen also je nach Art Ihres Unternehmens durchaus Chancen auf eine permanente Leserschaft.
Ein weiterer Aspekt: Die von den RSS-Verzeichnissen auf Ihre Internet-Präsenz gerichteten Links wirken sich positiv auf Ihren Google-Pagerank aus und Ihre Seiten werden unter Umständen besser gefunden.
Übrigens: Auch die ganz großen Nachrichten-Portale verwenden ganz selbstverständlich RSS-Feeds. Die Übersicht über aktuelle Wirtschaftsnachrichten im Nachrichtenservice der Jörg Haupt Management Consulting beruht beispielsweise auf den von den Nachrichten-Portalen ausgesandten RSS-Feeds.
Hier haben wir Ihnen beispielhaft einige RSS-Verzeichnisse aufgelistet:
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass um die Technologie der RSS-Feeds einige interessante Tools entstanden sind. So lässt sich z.B. das jhmc Magazin (oder natürlich auch jede andere, RSS nutzende Webseite als Printmagazin im Format pdf zum Download darstellen. Diesen und noch einige andere interessante Services rund um das Thema RSS finden Sie in der Rubrik RSS Tools unseres Internet Navigators EasyWebCity.
Zum Thema, wie Ihre User die RSS-Feeds nutzen können, haben wir kürzlich eine schön gemachte Erklärung in einem Blog entdeckt: RSS-Feeds - einfach erklärt.
Gerne stellen wir Ihnen übrigens weitere Möglichkeiten der kostenlosen Kommunikation vor. Und natürlich sind wir auch gerne Ihr Ansprechpartner für Ihr Marketing.
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Deutsches Internet Register - Der Spam kommt schon per Post
6.3.2008 von Jörg Haupt.
Das waren noch Zeiten, als der Spam noch per E-Mail kam! Gut, das passiert natürlich immer noch, aber gestern flatterte mal wieder ein echtes Highlight ins Büro. Wir bekamen nämlich Post von einem bedingt seriösen Anbieter. Dieser Anbieter nennt sich DAD Deutscher Adressdienst und behauptet, ein Verzeichnis namens “Deutsches Internet Register für gewerbliche Teilnehmer” zu führen.
Ganz offensichtlich setzt dieser Anbieter darauf, weniger mit dem Internet erfahrene Personen zu ködern. In einem sehr offiziell aussehenden Schreiben bittet man nämlich um Prüfung und ggf. Aktualisierung der Daten. Diese Daten, die allgemeinen Daten, die jeder beim denic abfragen kann, finden sich in einem Formular, das man entweder per Fax oder (sogar portofrei, wie großzügig) per Post zurücksenden kann.
Ganz unten und leicht zu übersehen findet sich dann ein wenig “Kleingedrucktes”. Da ist plötzlich nicht mehr von Datenabgleich die Rede, sondern von “Auftrag”. Auch geht es plötzlich nicht mehr um den “hochoffiziellen” Eintrag im “Deutschen Internet Register”. Nein, jetzt heißt das ganze schlicht und ergreifend “Anzeige”. Und diese völlig sinnlose Anzeige auf einer völlig sinnlosen Webseite kostet stolze 958 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
Aber das ist noch nicht alles: Der Auftrag gilt für die nächsten zwei Jahre und verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird. Immerhin scheint sich dieses bedingt seriöse Geschäft richtig zu lohnen, da unser seriöser Anbieter seinen Blödsinn sogar per Post verschickt und somit weder Druck- noch Portokosten scheut.
Na ja, immerhin gibt es tatsächlich eine Webseite des “Deutschen Internet Registers”. Die ist nicht ganz so wichtig wie es der tolle Service glauben machen will, denn sie hat gerade mal einen Google Pagerank von 1. Aber wer wird denn schon so knauserig sein, wenn es um ein derart tolles Angebot geht?
Wir empfehlen derweil, das Schreiben des Deutschen Adressdienstes dahin zu stecken, wo es hingehört: In die große Ablage “P”.
Hinweis: Diesen Artikel finden Sie auch in unserem Blog.
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